Bereitgestellt von
Crypto News

Standard Chartered eröffnet britische Niederlassung für institutionellen Kryptohandel

Der Finanzriese Standard Chartered wird institutionellen Kunden den direkten Handel mit Bitcoin und Ethereum auf seinen bestehenden Plattformen ermöglichen und plant bald die Einführung von Terminkontrakten für digitale Vermögenswerte.

GESCHRIEBEN VON
TEILEN
Standard Chartered eröffnet britische Niederlassung für institutionellen Kryptohandel

Wachsende Nachfrage, Verschiebende US-Politik Treiben Erweiterung Voran

Standard Chartered hat angekündigt, dass es institutionellen Kunden den direkten Handel mit Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) über seine britische Niederlassung ermöglichen wird, was es zur ersten sogenannten global systemisch wichtigen Bank (G-SIB) macht, die solche direkten Kryptowährungsdienste anbietet.

Laut einem Bericht von Reuters bestätigte Standard Chartered am 15. Juli, dass institutionelle Kunden weltweit über seine bestehenden Plattformen Zugang zum Spot-Krypto-Handel erhalten werden. Die Bank gab außerdem bekannt, dass sie bald den Handel mit Terminkontrakten (NDFs) für digitale Vermögenswerte einführen will.

Die Expansion der Bankenservices erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Finanzinstitute von einer steigenden Kundennachfrage nach Krypto-Produkten berichten, unterstützt durch die jüngsten Rekordhöhen von Bitcoin. Die wahrgenommene pro-Krypto-Haltung sowohl von US-Präsident Donald Trump als auch vom US-Kongress zwingt Finanzinstitute immer mehr, ihre Engagements in digitalen Vermögenswerten grundlegend zu überdenken.

Dies markiert eine bemerkenswerte Abkehr von der vorherigen Biden-Administration, unter der Finanzinstitute oft regulatorischer Unsicherheit gegenüberstanden und durch implizite Entmutigung daran gehindert wurden, krypto-bezogene Dienstleistungen zu entwickeln oder anzubieten. Das aktuelle politische Klima, das auf eine potenziell günstigere Regulierungslandschaft hinweist, veranlasst diese Institute nun dazu, aktiv zu erkunden und in einigen Fällen ihre Krypto-Angebote schnell zu erweitern, um der steigenden Kundennachfrage gerecht zu werden und wettbewerbsfähig in einem sich schnell entwickelnden Finanzökosystem zu bleiben.

Vor diesem neuesten Schritt bot Standard Chartered bereits digitale Vermögensdienstleistungen über seine unabhängigen Tochterunternehmen Zodia Markets und Zodia Custody an. Besonders Zodia Markets bietet den Kunden Zugang zum Handel mit mehr als 70 Krypto-Vermögenswerten.

“Da die Kundennachfrage weiter zunimmt, möchten wir den Kunden eine Möglichkeit bieten, digitale Vermögenswerte sicher und effizient innerhalb der regulatorischen Anforderungen zu handeln, zu handeln und zu verwalten,” erklärte Bill Winters, CEO von Standard Chartered.

In der Zwischenzeit entspricht die Entscheidung von Standard Chartered auch einem entstehenden Trend unter anderen großen Finanzakteuren. Einige US-Banken, die den Sektor zuvor gemieden haben, sollen interne Diskussionen über die Erweiterung ihrer Krypto-Angebote führen. Im Juni wurde Frankreichs Societe Generale die erste große globale Bank, die einen Dollar-gebundenen Stablecoin herausbrachte.