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Stablecoin-Reduzierung und stille Orderbücher setzen Krypto-Liquidität unter Druck

Während sich der Kryptomarkt in eine Korrektur bewegt hat, fühlte sich die Liquidität schwach an, da im November die Handelsaktivität abnahm und die Stablecoin-Wirtschaft zurückging. Seit dem 15. November wurden etwa 840 Millionen US-Dollar aus dem an Fiat gebundenen Token-Sektor abgezogen.

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Stablecoin-Reduzierung und stille Orderbücher setzen Krypto-Liquidität unter Druck

Kryptomarkt sieht sich Pulverdefizit gegenüber, da Stablecoin-Wirtschaft und Volumen schrumpfen

Zwei Wochen in Folge hat die Stablecoin-Wirtschaft an Umfang eingebüßt, und seit unserem Bericht vom 15. November sind weitere 840 Millionen US-Dollar verschwunden.

Zudem war die Handelsaktivität in der vergangenen Woche spärlich, und wenn man ein schrumpfendes Stablecoin-Angebot auf schwaches Volumen stapelt, ist das Ergebnis eine so fragile Liquidität, dass man sie quasi in Seidenpapier einwickeln könnte.

Die Metriken für Samstag zeigten, dass der Stablecoin-Sektor bei 304,246 Milliarden US-Dollar lag, nachdem er seit dem 8. November 1,244 Milliarden US-Dollar verloren hatte. Derzeit zeigt Stablecoin-Daten von defillama.com, dass das Gesamtvolumen des Sektors bei 303,406 Milliarden US-Dollar liegt.

Stablecoin-Reduktion und leise Orderbücher bringen Crypto-Liquidität an den Rand
Stablecoin-Wirtschaft laut Daten von defillama.com.

Tethers USDT verlor in den letzten 24 Stunden 224 Millionen US-Dollar, liegt jedoch für die Woche mit 157 Millionen US-Dollar im Plus. Circles USDC verzeichnete im selben Zeitraum einen Zuwachs von 19 Millionen US-Dollar, ist jedoch seit dem 12. November um 1,13 Milliarden US-Dollar zurückgegangen.

Ethenas USDe reduzierte sich seit dem 18. November um 29 Millionen US-Dollar, sank seit dem 12. um 577 Millionen US-Dollar und ist in den vergangenen 30 Tagen um stolze 4,25 Milliarden US-Dollar gefallen. Tatsächlich halten sich während sich auf Zahlungen fokussierte Stablecoins behaupten, die ertragsbringenden Token im November die Hauptlast der Einbußen — einige sogar mit deutlichen Verlusten.

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Daten zu ertragsbringenden Stablecoins von stablewatch.io zeigen, dass csUSDL einen steilen Rückgang von 71,6 % in diesem Wochenmarktwert verzeichnete. Ein anderer, srUSD, sah seinen Marktwert um 60 % fallen, und der web3-Doll, oder USD3, sank um 26,8 %.

Daneben ist das Volumen des Kryptomarkts in den letzten sieben Tagen meist gefallen. Wenn dies passiert, ähneln Orderbücher oft einer Geisterstadt — und das Unheimlichste daran ist, dass geringes Volumen oft mit niedriger realisierter Volatilität Hand in Hand geht.

Stablecoin-Reduktion und leise Orderbücher bringen Crypto-Liquidität an den Rand
Spot-Krypto-Volumen der letzten sieben Tage.

Im Grunde genommen, ohne die Stabilisierung durch Stablecoins und gesundes Volumen, entsteht eine Umgebung, in der fast jeder Verkaufsdruck — egal wie klein — übergroßen Schaden anrichten kann. ​​Insgesamt bewegt sich der Markt durch eine Phase, in der sich Liquidität mehr dekorativ als funktional anfühlt.

Doch solche Phasen dauern selten ewig. Während sich Kapital rotiert, das Angebot sich wieder aufbaut und die Aktivität festen Boden findet, neigt die Liquidität dazu, sich wieder zu verdichten — manchmal allmählich, manchmal auf einmal. Im Moment jedoch läuft der Markt auf Sparflamme, und jede Welle erscheint ein wenig lauter als gewöhnlich in einem Ökosystem, das auf den nächsten Schwung wartet.

FAQ 💡

  • Warum schwächt sich die Krypto-Liquidität ab?
    Die Liquidität wird aufgrund des rückläufigen Stablecoin-Angebots und des anhaltend niedrigen Handelsvolumens in den wichtigsten Märkten dünner.
  • Wie viel hat der Stablecoin-Sektor kürzlich verloren?
    Seit dem 15. November hat der Sektor etwa 840 Millionen US-Dollar von an Fiat gebundenen Tokens verloren.
  • Welche Stablecoins verzeichneten die größten Rückgänge?
    Ethenas USDe, csUSDL, srUSD und USD3 wiesen diesen Monat die größten Rückgänge in der Marktkapitalisierung auf.
  • Wie beeinflusst ein geringes Volumen die Preisbewegung?
    Sparsame Aktivität macht Orderbücher fragil, sodass selbst kleine Verkäufe übergroße Kursschwankungen verursachen können.
  • Wird die Ferienzeit die Liquidität weiter beeinflussen?
    Da Thanksgiving und Weihnachten bevorstehen, gehen die Handelsdesks oft zur Ruhe, was die Liquidität noch dünner machen kann.