Slowenien hat eine 25% Steuer auf Kryptogewinne und Derivate vorgeschlagen, was eine bedeutende Verschiebung hin zu einer einheitlichen Regulierung digitaler Vermögenswerte signalisiert.
Slowenien schlägt 25% Krypto-Steuer vor, die die EU-Märkte neu definieren könnte

Slowenien zielt auf Kryptogewinne mit brutaler 25% Steuer
Das slowenische Finanzministerium hat am Donnerstag in Ljubljana einen Gesetzentwurf veröffentlicht, der eine 25% Steuer auf Gewinne aus der Veräußerung von Krypto-Assets vorschlägt und die Maßnahme zur öffentlichen Diskussion bis zum 5. Mai 2025 öffnet. Die Initiative, die von der Abteilung für Steuern, Zoll und andere öffentliche Einnahmen des Finanzministeriums eingeführt wurde, ist Teil eines breiteren Bestrebens, das slowenische Steuerrecht mit internationalen Standards zu harmonisieren. Die vorgeschlagenen Regeln zielen darauf ab, die regulatorische Klarheit zu verbessern und gleichzeitig die administrativen Belastungen der Steuerzahler zu minimieren. Der offizielle Text, von Google übersetzt, skizziert die Bedingungen, unter denen Einzelpersonen Gewinne melden müssen und wie diese Gewinne bewertet werden.
Gemäß dem Vorschlag gilt die Steuer auf Gewinne, die durch die Umwandlung von Krypto-Assets in Fiat-Währung, deren Verwendung für Waren oder Dienstleistungen oder deren Übertragung auf eine andere Person erzielt werden. Das Ministerium definierte diese Handlungen als „Veräußerungen“ und schloss Krypto-gegen-Krypto-Austausche oder Wallet-Transfers, die denselben Inhaber betreffen, aus. Der Entwurf betont:
Die Steuer wird mit einem proportionalen Satz von 25 Prozent berechnet und gezahlt.
Die Bemessungsgrundlage ist der im Steuerjahr realisierte Gewinn, der als Differenz zwischen dem Wert bei Veräußerung und dem Wert bei Erwerb berechnet wird. Die Steuerzahler müssen detaillierte Aufzeichnungen über alle Erwerbungen und Veräußerungen führen und sie den Steuerbehörden auf Anfrage vorlegen.
Der Gesetzentwurf beinhaltet eine optionale vereinfachte Methode zur Berechnung der Einkommensteuer auf kryptobezogene Aktivitäten der letzten fünf Jahre. Bei dieser Option wird die Bemessungsgrundlage auf 40% des kombinierten Wertes der Krypto-Assets am 31. Dezember 2025 und des Gesamtwertes der Veräußerungen von Krypto-Assets während dieses Zeitraums festgesetzt, unabhängig davon, ob sie gegen Fiat-Währung, Waren oder Dienstleistungen getauscht wurden.
Das Ministerium schlug außerdem Änderungen bei der Besteuerung von derivativen Finanzinstrumenten vor, um sie an Sloweniens Kapitalmarktentwicklungsstrategie für 2023–2030 anzupassen. Diese würden den Krypto-Steuersatz und -struktur widerspiegeln und einen einheitlichen Ansatz bieten. Das Ministerium erklärte:
Wir schlagen vor, diese Instrumente mit einem proportionalen Satz von 25 Prozent zu besteuern, unabhängig von der Haltezeit oder der seit dem Abschluss der Transaktion verstrichenen Zeit.
Beide Gesetzesentwürfe stellen einen Versuch dar, Sloweniens Ansatz zur Besteuerung sich entwickelnder Finanzvermögen zu modernisieren.




