Zwei US-Senatoren haben Finanzminister Scott Bessent aufgefordert, eine nationale Sicherheitsüberprüfung einer ausländischen Investition in Höhe von 500 Millionen Dollar in World Liberty Financial (WLFI) einzuleiten.
Senator Warren fordert Bessent auf, den 500-Millionen-Dollar-Deal mit WLFI aufgrund von Sicherheitsrisiken zu überprüfen

Beispiellose ausländische Beteiligung
Die US-Senatoren Elizabeth Warren und Andy Kim haben eine formelle nationale Sicherheitsüberprüfung einer ausländischen Investition in das mit der Trump-Familie verbundene Unternehmen World Liberty Financial (WLFI) gefordert. In einem Brief an Finanzminister Scott Bessent vom 13. Februar äußerten die Gesetzgeber „erhebliche Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit” angesichts von Berichten, wonach ein ausländisches Investmentvehikel für 500 Millionen Dollar einen Anteil von 49 % an dem Unternehmen erworben habe.
Den Senatoren zufolge wurde durch die Transaktion die ausländische Kapitalstruktur zum größten Anteilseigner und einzigen bekannten ausländischen Investor von WLFI. In dem Brief wird detailliert dargelegt, dass die Informationen aus einem Bericht des Wall Street Journal (WSJ) stammen. Durch den Deal sollen angeblich 187 Millionen Dollar direkt an Unternehmen der Trump-Familie geflossen sein, darunter DT Marks DEFI LLC und DT Marks SC LLC.
„Diese Transaktion war ein Novum in der amerikanischen Politik: Ein ausländischer Regierungsbeamter erwarb eine bedeutende Beteiligung an dem Unternehmen eines künftigen US-Präsidenten“, schrieben die Senatoren unter Berufung auf den Bericht des WSJ.

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Die Hauptsorge von Warren und Kim betrifft den Ausschuss für ausländische Investitionen in den Vereinigten Staaten (CFIUS), dessen Vorsitzender Bessent ist. Die Senatoren stellen die Frage, ob der Deal den Offshore-Unternehmen – oder möglicherweise China – Zugang zu sensiblen persönlichen Daten von US-Bürgern verschafft.
Bevor sie diesen Brief verfasste, hatte Warren sich bereits mit Maxine Waters, ranghöchstes Mitglied des Finanzdienstleistungsausschusses des Repräsentantenhauses, zusammengetan, um die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC zu mehr Transparenz bei den Kryptogeschäften der Familie Trump zu drängen. Das Duo drängte die SEC insbesondere, ihre „plötzliche“ Entscheidung zu erklären, ein hochkarätiges Verfahren wegen Verstößen gegen die Kryptovorschriften auszusetzen. Damals wiesen die Gesetzgeber auf Bedenken hin, dass die Familie Trump Hunderte Millionen aus dem Verkauf von Token einnehmen könnte. Die Datenschutzrichtlinie von WLFI schreibt Berichten zufolge vor, dass das Unternehmen Nutzerdaten wie Namen, E-Mail-Adressen und physische Adressen erfasst. Es wird auch vermutet, dass es Krypto-Wallet-Adressen und Geräte-IDs sowie IP-Adressen und ungefähre Standorte erfasst.
Vermutete Verbindungen zu China und Auswirkungen auf die Sicherheit
In dem Schreiben heißt es außerdem, dass zwei der fünf Sitze im Vorstand von WLFI angeblich an Führungskräfte eines Unternehmens für künstliche Intelligenz (KI) vergeben wurden, das laut US-Geheimdiensten Verbindungen zu chinesischen Militärinteressen haben soll. Die Senatoren Warren und Kim haben Finanzminister Bessent eine Frist bis zum 5. März 2026 gesetzt, um Antworten auf mehrere wichtige Fragen zu geben.
Zunächst möchten die Gesetzgeber wissen, ob die 49-prozentige Übernahme als „abgedeckte Transaktion” gilt, die einer formellen Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden muss. Außerdem verlangen sie Auskunft darüber, ob bei dem Geschäft ein neues „Fast-Track-Pilotprogramm” für ausländische Investoren zum Einsatz kam. Die Senatoren möchten außerdem die Zusicherung, dass alle Untersuchungen „ohne Rücksicht auf politische Begünstigungen” durchgeführt werden.
Das Weiße Haus und das Finanzministerium haben noch keine offizielle Antwort auf das Schreiben gegeben. Ein Sprecher des Rechtsberaters des Weißen Hauses erklärte jedoch zuvor, dass der Präsident „nicht an Geschäftsabschlüssen beteiligt ist, die seine verfassungsmäßigen Pflichten beeinträchtigen würden”.
FAQ ❓
- Was hat den Brief der Senatoren ausgelöst? Die US-Senatoren Elizabeth Warren und Andy Kim äußerten Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit wegen einer Investition in Höhe von 500 Millionen Dollar in WLFI.
- Warum ist das Geschäft umstritten? Das ausländische Unternehmen ist Berichten zufolge der größte Anteilseigner von WLFI.
- Welche Risiken werden angeführt? Die Gesetzgeber warnen, dass das Geschäft durch die Sammlung von Kryptodaten und personenbezogenen Daten durch WLFI sensible Daten von US-Bürgern offenlegen könnte. Auch Sicherheitsprobleme mit China werden erwähnt.
- Wie geht es weiter? Finanzminister Scott Bessent muss bis zum 5. März 2026 entscheiden, ob die Übernahme einer formellen CFIUS-Prüfung bedarf.




