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SEC-Kommissar: Tokenisierung vielversprechend, aber kein „magischer“ Freibrief von Regeln

Während tokenisierte Vermögenswerte an Bedeutung gewinnen und Wall Street die Übernahme der Blockchain-Technologie beschleunigt, zieht die SEC eine klare Grenze: Die Einhaltung von Vorschriften wird entscheiden, wer das Rennen um digitale Wertpapiere gewinnt.

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SEC-Kommissar: Tokenisierung vielversprechend, aber kein „magischer“ Freibrief von Regeln

SEC’s Peirce fordert Einhaltung der Vorschriften, während sich Tokenisierungsmodelle entwickeln

Das Interesse der Investoren an tokenisierten Vermögenswerten steigt, aber die Regulierungsbehörden signalisieren, dass Einhaltung – nicht nur Innovation – die nächste Phase des Marktes definieren wird. Die Kommissarin der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), Hester Peirce, erklärte am 9. Juli, dass die Tokenisierung auf Blockchain-Basis die Marktteilnehmer nicht von den bundesstaatlichen Wertpapiergesetzen befreit. Sie betonte:

Tokenisierte Wertpapiere sind immer noch Wertpapiere. Dementsprechend müssen Marktteilnehmer die bundesstaatlichen Wertpapiergesetze berücksichtigen und einhalten, wenn sie mit diesen Instrumenten handeln.

Während die Tokenisierung die Kapitalbildung verbessern und neue Finanzmodelle eröffnen kann, unterstrich Peirce, dass die Technologie den rechtlichen Status der Vermögenswerte, die sie repräsentiert, nicht neu definiert. “So mächtig die Blockchain-Technologie auch ist, sie besitzt keine magischen Fähigkeiten, um die Natur des zugrunde liegenden Vermögenswertes zu verändern,” meinte sie.

Teilnehmer im gesamten Finanzsektor erkunden verschiedene Tokenisierungsstrategien. Einige Unternehmen tokenisieren ihre eigenen Anteile; andere, wie beispielsweise Verwahrer, tokenisieren Berechtigungen oder emittieren Instrumente, die durch in Verwahrung gehaltene Vermögenswerte gedeckt sind. Diese Ansätze bergen unterschiedliche rechtliche und operative Risiken, einschließlich Gegenpartei-Risiken und regulatorischer Unklarheit.

Peirce forderte eine sorgfältige Analyse der Struktur von Tokens:

Marktteilnehmer, die tokenisierte Wertpapiere vertreiben, kaufen und handeln, sollten auch die Natur dieser Wertpapiere und die daraus resultierenden Implikationen der Wertpapiergesetze berücksichtigen.

Einige Token-Strukturen, so bemerkte sie, könnten als wertpapierbasierte Swaps oder synthetische Instrumente qualifiziert sein, deren Handel auf bestimmten Plattformen verboten sein könnte – insbesondere für Privatanleger.

Trotz der Vorsicht zeigte sich Peirce offen für die Anpassung veralteter regulatorischer Rahmenwerke. Sie ermutigte Unternehmen, sich mit der SEC in Kontakt zu setzen, wenn sie der Ansicht sind, dass die aktuellen Regeln die Realitäten der durch Blockchain ermöglichten Märkte nicht widerspiegeln. Die Kommission, sagte sie, sei bereit, Ausnahmen oder Aktualisierungen zu evaluieren, wenn die Technologie einzigartige Merkmale aufweist. Trotzdem blieb Peirces zentrale Botschaft klar: Die Technologie mag sich weiterentwickeln, aber die rechtlichen Grundlagen der US-Wertpapiermärkte bleiben bestehen.

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