Der Schweizer Glücksspielregulierer hat eine Strafanzeige gegen die Fédération Internationale de Football Association (FIFA) wegen der auf dem FIFA Collect-Portal verkauften „Kaufrecht“-Tokens auf Blockchain-Basis eingereicht und behauptet, sie stellen illegales Glücksspiel dar.
Schweizer Regulierungsbehörde reicht Strafanzeige gegen FIFA wegen Blockchain-Token ein

FIFA-Token-Verkäufe verstoßen gegen schweizerische Glücksspielvorschriften
Der Schweizer Glücksspielregulierer, Gespa, hat Berichten zufolge eine Strafanzeige bei den lokalen Behörden gegen den Fußball-Weltverband FIFA wegen seiner Blockchain-basierten Tokens eingereicht. Der Regulierer sieht den Verkauf von „Kaufrecht-Tokens“ auf der FIFA Collect-Plattform als illegale Glücksspiel-Dienstleistung an.
Die Strafanzeige folgt auf eine laufende Untersuchung, die vor fast zwei Wochen von Gespas Direktor Manuel Richard bestätigt wurde, um zu prüfen, ob die Tokens gegen Glücksspielgesetze verstoßen. Zu diesem Zeitpunkt erklärte der schweizerische Regulierer, eine erste Bewertung habe nicht genügend Gründe gefunden, um die Untersuchung einzustellen. Wie von Bitcoin.com News berichtet, erwog der Regulierer die Möglichkeit, rechtliche Schritte einzuleiten.
Ein aktueller Bericht von Bloomberg deutet darauf hin, dass Gespa zu dem Schluss gekommen ist, dass die Tokens oder ihr Angebot eine Form des Glücksspiels darstellen.
„Aus einer Glücksspielrechtsperspektive sind die fraglichen Angebote teilweise Lotterien und teilweise Sportwetten (Right to Final)“, wird eine am 17. Oktober veröffentlichte Erklärung zitiert.
Laut dem Bericht ist Gespa verpflichtet, Verstöße gegen die Glücksspielregulierung den Strafverfolgungsbehörden zu melden. Der Regulierer ist außerdem befugt, die beteiligten Parteien anzuweisen, die angeblichen Verstöße einzustellen.
Die 2024 gestarteten Kaufrecht-Tokens geben den Inhabern das Recht, Tickets für Weltmeisterschaftsspiele zu erwerben, sofern ihr Lieblingsteam weiterkommt. Obwohl das System FIFA Millionen von Dollar eingebracht hat, haben der hohe Preis und Behauptungen, dass die Tokens nur Rechte für die teuersten Spiele gewähren, Kontroversen ausgelöst.
Kritiker argumentieren derweil, dass das Design des „Kaufrecht“-Systems die Nutzbarkeit der Tokens stark einschränkt, was bedeutet, dass nur ein winziger Bruchteil der Inhaber ihre Rechte erfolgreich in tatsächliche Weltmeisterschaftstickets umwandeln wird. Das unvermeidliche Ergebnis, so warnen sie, wird eine Masse von desillusionierten Investoren sein, die wertlose digitale Chips besitzen, die nach der Veranstaltung weder Funktion noch Restwert haben.
FAQ 💡
- Wer ergreift rechtliche Schritte gegen die FIFA in der Schweiz? Der Schweizer Glücksspielregulierer Gespa hat eine Strafanzeige gegen die FIFA bei den lokalen Behörden in der Schweiz eingereicht.
- Was ist das rechtliche Problem mit den FIFA-Tokens in der Schweiz? Gespa betrachtet den Verkauf der Blockchain-basierten „Kaufrecht-Tokens“ auf der FIFA Collect-Plattform als illegale, nicht lizenzierte Glücksspiel-Dienstleistung nach schweizerischem Recht.
- Warum hält der Schweizer Regulierer die Tokens für illegales Glücksspiel? Gespa kam zu dem Schluss, dass die Tokens ein Mix aus illegalen Lotterien und Sportwetten sind, da ihr Ausgang vom Zufall abhängt, nachdem ein monetärer Einsatz geleistet wurde.
- Was sind die potenziellen Konsequenzen für die Token-Plattform der FIFA in der Schweiz? Gespa ist befugt, FIFA zu beauftragen, den Verkauf der Tokens im Land einzustellen, bis eine Entscheidung der schweizerischen Strafverfolgungsbehörden vorliegt.




