Die Änderungen des Bitcoin-Gesetzes in El Salvador schaffen eine komplexe Situation, in der Bitcoin sowohl gesetzliches Zahlungsmittel ist als auch nicht, wie die Analyse von Samson Mow die tiefergehenden Implikationen aufzeigt.
Samson Mow analysiert El Salvadors Bitcoin-Gesetzesänderung—Ist BTC immer noch gesetzliches Zahlungsmittel?
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Bitcoin ist in El Salvador kein ‘Währung’ mehr—Das bedeutet das wirklich
Änderungen am Bitcoin-Gesetz von El Salvador haben Diskussionen darüber ausgelöst, ob Bitcoin seinen Status als gesetzliches Zahlungsmittel behält. Samson Mow, CEO von JAN3, einem Bitcoin-Technologieunternehmen, das sich darauf konzentriert, den Zugang zu BTC und finanzieller Freiheit weltweit zu erweitern, äußerte sich zu der Verwirrung durch mehrere Beiträge auf der Social-Media-Plattform X am 13. Februar. Er fasste die Situation zusammen, indem er sagte:
Es ist kompliziert, aber die kurze Antwort ist: Bitcoin ist sowohl als auch nicht gesetzliches Zahlungsmittel.
Überarbeitungen des Gesetzes ändern die Klassifizierung von Bitcoin, indem sie seine Anerkennung als gesetzliches Zahlungsmittel beibehalten, aber seine Bezeichnung als “Währung” entfernen. Dieser Wandel macht seine Verwendung diskretionär anstatt obligatorisch. Mow klärte auf: “Es lässt Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel definiert, entfernt jedoch das Wort ‘Währung’ und macht Bitcoin optional/freiwillig. Deshalb ist Bitcoin sowohl als auch nicht gesetzliches Zahlungsmittel. Es ist als gesetzliches Zahlungsmittel definiert, fehlt aber das, was es tatsächlich dazu macht.”
Das Bitcoin-Gesetz von El Salvador bleibt aktiv, obwohl die staatliche Autorität über Bitcoin nun hauptsächlich auf die Verwaltung von Reserven beschränkt ist. Der Vermögenswert ist unter dem Gesetz nicht mehr als “Währung” kategorisiert, dennoch bleiben Transaktionen in Bitcoin von Kapitalertragssteuern befreit. Seine Nutzung ist erlaubt, aber nicht mehr verpflichtend.

Um Fehlinterpretationen zu verhindern, betonte Mow, dass sein Team die gesetzlichen Änderungen persönlich übersetzt hat, um deren vollständige Bedeutung zu bewahren. Er hob hervor, dass diese Modifikationen den Anforderungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) entsprechen, wodurch El Salvador externe Vereinbarungen einhalten kann, während Bitcoin rechtlich anerkannt bleibt. “Die Änderungen des Bitcoin-Gesetzes sind sehr clever und ermöglichen die Einhaltung des IWF-Abkommens, während sie es der ES-Regierung erlauben, das Gesicht zu wahren,” meinte Mow.
Weitere Aufschlüsselungen der Änderungen beinhalteten die Auswirkungen der Änderungen von Artikel 3. Er bemerkte:
‘Jeder Preis kann in BTC ausgedrückt werden’ ist jetzt ‘Jeder Preis kann in BTC umgewandelt werden.’ Die meisten Menschen wandeln Fiat-Preise in BTC zur Zahlung um, daher sagt dies nur: Tut, was natürlich ist. Oder man könnte es so lesen, dass man früher einen Apfel in Sats auf einem Preisschild/Etikett auszeichnen konnte, jetzt aber nicht mehr.
Andere bemerkenswerte Änderungen betreffen die Nutzung von Bitcoin für regierungsbezogene Zahlungen. “Artikel 4: Man kann keine Steuern mehr in BTC bezahlen. Aber auch, aufgrund von Artikel 1 scheint es, dass die Regierung auch keine BTC-Zahlungen mehr für Dinge wie die Gründung eines Unternehmens, das Passprogramm, zukünftige Staatsbürgerschaftsprogramme durch Investition oder auch die $12-Touristengebühr am Flughafen akzeptieren kann,” sagte Mow. Auch die Rolle der Regierung bei der Erleichterung von Bitcoin-Transaktionen nimmt ab. “Artikel 8: Der Staat muss nicht helfen, BTC-Transaktionen zu erleichtern—damit wird der Weg für den Ausstieg oder Verkauf des staatlich unterstützten digitalen Wallets Chivo geebnet,” bemerkte er.
Diese rechtlichen Aktualisierungen führen zu Unsicherheiten bezüglich der Bitcoin-Adoption in El Salvador, insbesondere in Bezug auf die Akzeptanz durch Unternehmen. Mow erkannte an, dass das überarbeitete Gesetz die Einzigartigkeit des Landes im Krypto-Bereich schwächt. “Die Schwächung des Bitcoin-Gesetzes macht ES definitiv etwas weniger einzigartig,” kommentierte er. Andere Regionen bieten weiterhin bitcoin-freundliche Umgebungen an, er wies auf Alternativen wie Bhutan hin, das Bitcoin-Reserven hält, und Próspera, wo Bitcoin weiterhin gesetzliches Zahlungsmittel bleibt. Darüber hinaus existieren bitcoin-fokussierte Communitys an Orten wie Bitcoin Jungle in Costa Rica. Länder wie Hongkong, Dubai, Singapur und die Schweiz (Lugano) erheben keine Kapitalertragssteuer auf Bitcoin-Transaktionen, während Madeira und die Tschechische Republik nach bestimmten Haltefristen Steuererleichterungen zusammen mit staatlicher Unterstützung bieten.




