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Russland verspricht, ein nationales Zahlungssystem einzuführen, um westliche Sanktionen obsolet zu machen.

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Russland ist entschlossen, ein inländisches Zahlungssystem zu schaffen, um Handel und internationale Transaktionen ohne aktuelle Störungen durchzuführen. Mikhail Mischustin, der Premierminister Russlands, erklärte, dass dies ein gemeinsames Bemühen vieler Institutionen sein wird, um ein prinzipienbasiertes System zu erreichen, anstelle des derzeitigen, das von westlichen Institutionen verwaltet wird.

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Russland verspricht, ein nationales Zahlungssystem einzuführen, um westliche Sanktionen obsolet zu machen.

Premierminister erklärt, dass Russland ein nationales inländisches Zahlungssystem schaffen wird

Russland begibt sich auf eine Mission, um Unabhängigkeit von den derzeitigen Finanzinstitutionen zu erlangen. Auf dem Moskauer Finanzforum betonte Premierminister Mikhail Mischustin, dass dieses System die einzige Möglichkeit für Russland sei, eine faire, prinzipienbasierte internationale Handelsplattform zu erreichen.

Vor den Teilnehmern des Forums erklärte Mischustin:

Wir hoffen, dass wir durch gemeinsame Anstrengungen – die Regierung, die Bank von Russland und die Finanzgemeinschaft – in der Lage sein werden, eine inländische Abwicklungsinfrastruktur zu schaffen, die eine Alternative zu ausländischen Systemen ist.

Das hypothetische System würde jedoch auch andere wichtige Funktionen und Merkmale mit sich bringen, die das Abwicklungserlebnis für russische Unternehmer und ihre internationalen Partner verbessern können. Mischustin erklärte, dass das kommende System “Gleichheit der Länder gewährleisten, die Vertraulichkeit von Zahlungen sicherstellen und sofortige Transaktionen zu minimalen Kosten ermöglichen wird.”

Im Jahr 2023 erklärte Mischustin, dass die meisten Abwicklungen zwischen Russland und China in Landeswährungen abgewickelt werden und schätzte, dass diese in 70 % der Transaktionen verwendet wurden.

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Nichtsdestotrotz haben Sanktionen den normalen Handelsfluss zwischen Russland und Partnern wie der Türkei und China gestört, was die Umsätze zwischen diesen Schlüsselstaaten zu reduzieren droht. Russland handelt fast 300 Milliarden Dollar mit diesen beiden Ländern, deren Banken nun durch sekundäre Sanktionen von westlichen Ländern bedroht sind.

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Mischustin erklärte nicht, ob sich das von ihm erwähnte System von BRICS Pay unterscheiden würde, dem kürzlich getesteten Zahlungsnetzwerk des Blocks, das über eine Karte verfügt, die über einen Webbrowser aktiviert werden kann.

Aus Sicht der Autoren: Die Einrichtung neuer Zahlungssysteme benötigt Zeit, nicht nur wegen des technischen Aspekts des Netzwerks, was ebenfalls wichtig ist, sondern auch wegen des inhärenten Misstrauens gegenüber einer neuen Implementierung dieser Art. Während die vorgeschlagene Plattform relativ schnell abgeschlossen werden kann, wird die Nutzung dieses Zahlungssystems erst nach mehreren Testläufen, die ihre Solidität zeigen, massenhaft erfolgen.

Was halten Sie von Mischustins Vorschlag für ein Zahlungssystem? Teilen Sie uns Ihre Meinung im Kommentarbereich unten mit.