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Russischer Finanzminister: Westliche Politik schadet dem US-Dollar

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Der russische Finanzminister Anton Siluanov ist der Ansicht, dass die Politik der USA und ihrer westlichen Verbündeten die Rolle des US-Dollars als Reservewährung beeinflusst. Siluanov erklärte, dass der US-Dollar zwar beliebt bleiben wird, der BRICS-Block jedoch eine Lösung mit digitalen Finanzwerten entwickeln werde, um ihn zu ersetzen.

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Russischer Finanzminister: Westliche Politik schadet dem US-Dollar

Russischer Finanzminister Siluanov: Die Nutzung westlicher Währungen ist ‘riskant’

Die finanzielle Instabilität der USA und ihrer westlichen Verbündeten beeinflusst die Stellung ihrer Währungen im internationalen Handel und ihre Nutzung als Reservewährungen. Der russische Finanzminister Anton Siluanov ist der Ansicht, dass die negativen Indikatoren dieser Volkswirtschaften weltweit Fragen zur Verwendung des Dollars aufwerfen.

In einem kürzlichen Interview mit Russia Today Arabic hob Siluanov hervor, dass das Ansteigen ihres Haushaltsdefizits und die Explosion ihrer Staatsschulden andere Nationen über die Zukunft der westlichen Weltwirtschaft beunruhigen.

Siluanov erklärte:

In den Vereinigten Staaten beträgt es beispielsweise bereits etwa 120 % des BIP. All das geschieht ohne jegliche Beschränkungen, und wir und unsere G20-Kollegen fragen uns: Welche Perspektiven gibt es für diese Länder?

Die Rolle des US-Dollars als globale Reservewährung hat in den letzten zwanzig Jahren nachgelassen. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) repräsentiert er jedoch immer noch 58 % der Fremdwährungsreserven, gefolgt vom Euro mit 20 %.

Siluanov erkennt an, dass dieser Status nicht schnell verloren gehen wird und der Dollar seine Dominanz als Handelswährung in den kommenden Jahren beibehalten wird. Dennoch erklärte er, dass BRICS sich darauf vorbereite, vom Dollar weg mit nationalen Währungen zu handeln. “Der Anteil des Dollars an den Abrechnungen innerhalb von BRICS schrumpft, während der Anteil der Abrechnungen in nationalen Währungen zunimmt”, betonte Siluanov.

Letzten Monat enthüllte der stellvertretende Vorsitzende der Handels- und Industriekammer von BRICS, Samip Shastri, dass der Handel in nationalen Währungen bereits die auf Dollar basierenden Transaktionen übertroffen habe und dass die Länder “glücklich” seien, ihre Währung bei Austauschgeschäften zu nutzen. Dies deckt sich mit den Aussagen von Siluanov.

Siluanov schätzte, dass digitale Vermögenswerte und neue Technologien als Teil der Lösung zum Verzicht auf die Dollar-Abhängigkeit genutzt werden könnten. Der stellvertretende Vorsitzende der Staatsduma, Alexander Babakov, erwähnt, dass eine bevorstehende einheitliche BRICS-Börse möglicherweise eine Blockchain-Plattform und eine einheitliche Währung nutzen könnte, um den Handel zu erleichtern.

Was halten Sie von der heutigen Status des US-Dollars als Reservewährung? Teilen Sie Ihre Meinung im Kommentarbereich unten mit.