Ein russischer Experte für digitale Dienstleistungen hat eine Zukunft vorhergesagt, in der die Identifizierung mittels Pass für den Zugang zum Internet zur Norm wird. Er verweist auf einen umfassenderen Trend zur De-Anonymisierung von Online-Räumen. Seine Kommentare folgen auf einen Schritt von Telegram, Nutzerdaten bei Untersuchungen von Regelverletzungen offenzulegen, was einen bedeutenden Wandel im Umgang mit Anonymität im Internet widerspiegelt. Der Experte hob auch die zunehmende Zentralisierung von Online-Plattformen hervor, die diese Identifizierungsmaßnahmen verstärken könnten.
Russischer Experte diskutiert das Ende der Internet-Anonymität mit passwortbasierter Zugangserlaubnis
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‘Ära des strikten passbasierten Internetzugangs rückt immer näher’
Der russische Experte für digitale Dienstleistungen Anton Sergejew, Direktor des Zentrums für Softwareentwicklung und digitale Dienstleistungen am HSE Tikhonov Moskauer Institut für Elektronik und Mathematik (MIEM HSE), sagte am Dienstag voraus, dass die Identifizierung mittels Pass für den Zugang zum Internet immer wahrscheinlicher wird. Seine Kommentare folgten auf die Ankündigung des Telegram-Mitbegründers Pawel Durow, dass die Messaging-App beginnen würde, die IP-Adressen und Telefonnummern der Benutzer an Behörden weiterzuleiten, wenn regelwidriges Verhalten untersucht wird. Dieser Schritt, so Sergejew, spiegelt die breitere De-Anonymisierung des Internets wider.
Sergejew bemerkte, dass der Schritt zur Transparenz mit aktuellen Trends übereinstimmt. Er betonte, dass die “Anonymisierung des Internets in all ihren Ausprägungen” verschwindet, berichtete Tass, und zitiert ihn mit den Worten:
Insgesamt rückt die Ära des strikten passbasierten Internetzugangs immer näher.
Der Experte wies auch darauf hin, dass die Online-Kommunikation einst undurchsichtig und unreguliert war, insbesondere in den 90er Jahren und frühen 2000er Jahren. „Wir hatten einst eine Ära, in der alles völlig anonym war – die Kommunikation war undurchsichtig, jeder verhielt sich, wie er wollte, und wurde nie bestraft. So waren die gesamten Neunziger und Zweitausender. Und jetzt schwingt alles in die entgegengesetzte Richtung,” fügte Sergejew hinzu.
Zusätzlich sprach Sergejew über die wachsende Konsolidierung von Online-Plattformen, die zu weniger Kommunikationstools führt. Er sagte, dass „grob gesagt, wir alle dazu neigen, dieselben Messenger zu verwenden” und warnte, dass „wenn man sie nicht benutzt, man aus dem Kommunikationsprozess herausfällt.” Die Zentralisierung der Kommunikationstools könnte laut dem Experten den Trend zur zwingenden Identifizierung für den Zugang zum Internet weiter vorantreiben, da weniger Plattformen dominieren und die Benutzer einem erhöhten Druck ausgesetzt sind, sich an strengere Regeln zu halten.
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