Ripple erschüttert die Grundlagen der US-amerikanischen Kryptoregulierung mit einem umfassenden rechtlichen Rahmenwerk, das die Aufsicht der SEC in Frage stellt und mutige, marktorientierte Klarheit über digitale Vermögenswerte fordert.
Ripple schlägt rechtlichen Rahmen vor, um der SEC bei der Regulierung von Kryptowährungen zu helfen.

Ripple Herausfordert SEC mit Mutigem Rechtlichen Rahmen zur Klarstellung des Kryptowertstatus
Ripple reichte am 27. Mai einen formellen Brief bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) ein, nach seinem Treffen mit der Crypto Task Force der Agentur am 20. Mai, in dem es einen detaillierten Fall darlegt, wann ein ursprünglich als Teil eines Investitionsvertrags verkaufter Krypto-Asset nicht mehr als Wertpapier behandelt werden sollte.
Der Brief, mitunterzeichnet von Ripples Chief Legal Officer Stuart Alderoty, General Counsel Sameer Dhond und Deputy General Counsel Deborah McCrimmon, forderte die SEC auf, einen präziseren rechtlichen Rahmen anzunehmen, der auf geltendem Recht und Gerichtsentscheidungen basiert. Er zitierte die Entscheidung 2023 in SEC gegen Ripple Labs Inc., wo Richterin Analisa Torres schlussfolgerte, dass während einige institutionelle XRP-Verkäufe Investitionsverträge darstellten, das Token selbst beim Handel auf Sekundärmärkten kein Wertpapier war. Ripples Brief verwies auch auf juristische Fachliteratur, die das Fehlen einer anhaltenden rechtlichen Beziehung in den meisten sekundären Kryptotransaktionen betont.
Um regulatorische Unsicherheiten zu beseitigen, schlug Ripple einen rechtlichen Standard vor, um zu bestimmen, wann ein Token von einem Investitionsvertrag getrennt ist. Dies würde darauf basieren, ob wesentliche Versprechungen des Emittenten noch unerfüllt geblieben sind und ob nachfolgende Inhaber durch diese Versprechungen durchsetzbare Rechte behalten. Sie plädierten auch für einen gut strukturierten Sicheren Hafen, um Marktteilnehmer zu leiten, die gutgläubig handeln. Der Brief betonte die Notwendigkeit von gesetzgeberischer Klarheit anstelle von regulatorischen Improvisationen und stellte fest:
Wenn es eine Gesetzeslücke gibt, ist es die Aufgabe des Kongresses—nicht der SEC—diese zu schließen. Ohne delegierte Autorität müssen neue rechtliche Standards von Gesetzgebern aufgestellt werden.
Ripple empfahl ferner einen „Reifetest“, um zu definieren, wann ein digitaler Vermögenswert außerhalb des Anwendungsbereichs der Wertpapiergesetze fallen sollte. Sie beschrieben es als eine klarere Alternative zu bestehenden Kriterien und schrieben: „Reife ist ein praktikableres Konzept als ‚Dezentralisierung‘, das sich in öffentlichem Diskurs, Rechtsstreitigkeiten und politischen Diskussionen als schwer fassbar und inkonsistent erwiesen hat. Dennoch, wenn nicht sorgfältig begrenzt, könnte ‚Reife‘ in einen weiteren unklaren Standard abgleiten.“
Das Kryptounternehmen warnte davor, zusätzliche Compliance-Verpflichtungen auf bereits in gut etablierten, transparenten Ökosystemen operierende Tokens zu auferlegen. Der Brief erklärt:
Kurz gesagt, es wäre unangemessen, neue Wertpapiergesetzverpflichtungen—wie Registrierung oder Offenlegung—auf Tokens und Netzwerke zu legen, die über einen bedeutenden Zeitraum in breiten, liquiden Märkten offen, transparent und ohne Berechtigungsnachweise gehandelt und operiert haben.
„Diese Vermögenswerte sind in das Finanzsystem integriert, weit verbreitet gehalten und stellen nicht mehr die Risiken dar, die die Bedenken der SEC wecken“, schloss Ripple.




