Die Regulierung von Kryptowährungen in den USA beschleunigt sich, da der Geschäftsführer von Ripple an einer entscheidenden Senatsanhörung teilnimmt, die die Kontrolle, Innovation und den Anlegerschutz in digitalen Märkten neu definieren könnte.
Ripple-CEO soll vor dem Senat zu Krypto-Reformen und Gesetzgebung zur Marktstruktur aussagen

Ripple-CEO wird im Senat zur Kryptoanhörung aussagen, während Bemühungen um Regulierungserneuerung zunehmen
In Washington nimmt die Dynamik zu, da Gesetzgeber und Branchenführer zusammenkommen, um die Zukunft der US-Kryptoregulierung zu gestalten. Ripple-CEO Brad Garlinghouse kündigte auf der sozialen Plattform X an, dass er am Mittwoch, dem 9. Juli, vor dem US-Senatsausschuss für Banken während einer Anhörung mit dem Titel “Von der Wall Street zu Web3: Aufbau der digitalen Asset-Märkte von morgen” aussagen wird. Die Anhörung wird live im Web übertragen. Garlinghouse wird zusammen mit Summer Mersinger von der Blockchain Association, Jonathan Levin von Chainalysis und Dan Robinson von Paradigm auftreten. Der Ausschuss stellte fest, dass möglicherweise weitere Zeugen hinzugefügt werden. Garlinghouse erklärte:
Es ist mir eine Ehre, eingeladen zu werden, um an diesem Mittwoch vor dem Senatsausschuss für Banken zur Notwendigkeit der Verabschiedung von Gesetzen zur Strukturierung der Kryptomärkte auszusagen.
Diese Sitzung ist Teil einer breiteren Gesetzesinitiative, die von den Senatoren Tim Scott, Cynthia Lummis und Ruben Gallego geleitet wird, die den Senatsunterausschuss für digitale Vermögenswerte beaufsichtigen. Ihr Vorstoß umfasst Vorschläge wie das GENIUS-Gesetz – zur Überwachung von Stablecoins – und das CLARITY-Gesetz, das die Zuständigkeiten zwischen der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) abgrenzen würde. Das GENIUS-Gesetz wurde vom Senat verabschiedet, während das CLARITY-Gesetz noch in der Ausschussprüfung bleibt. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Regulierung digitaler Vermögenswerte zu modernisieren, ein Thema, das lange Zeit von fragmentierter Politik geprägt war.
Garlinghouse betonte weiter:
Konstruktive Gesetze zur Strukturierung der Kryptomärkte in den USA sind entscheidend, um eine neue Ära der Innovation und finanziellen Chancen einzuläuten und gleichzeitig die Verbraucher zu schützen.
Die Anhörung folgt auf einen bemerkenswerten Wandel in der Haltung der SEC gegenüber digitalen Vermögenswerten. Nach Jahren von schwerpunktmäßigen Vollstreckungsmaßnahmen hat die Behörde kürzlich Schritte unternommen, die auf eine kooperativere Haltung zur Branche hinweisen. Dazu gehört ein verstärkter Dialog mit Interessengruppen und die Anerkennung der Notwendigkeit maßgeschneiderter Regulierungsrahmen.
Hinzu kommt Ripples eigener rechtlicher Meilenstein. Das Unternehmen kündigte kürzlich den Rückzug seiner Berufung in dem langjährigen Rechtsstreit mit der SEC an, was das Ende eines fast fünfjährigen Rechtsstreits über die Klassifizierung von XRP signalisiert. Es wird erwartet, dass die SEC in Kürze ebenfalls ihre Berufung zurückzieht, wie zuvor angedeutet. Diese Entwicklung folgt auf die Entscheidung der US-Bezirksrichterin Analisa Torres, einen gemeinsamen Antrag zur Reduzierung der $125 Millionen-Strafe von Ripple und zur Aufhebung einer dauerhaften Verfügung abzulehnen.




