Ripple drängt in den regulierten Bankbereich, um eine nationale Lizenz und Zugang zur Federal Reserve zu erhalten, um seine Stablecoin in die Elite der bundesweit beaufsichtigten Bereiche zu bringen.
Ripple beantragt nationale Banklizenz und Fed Master Account zur Verbesserung der Sicherheit von RLUSD

Ripples Doppel-Lizenzierungszug setzt einen Compliance-Maßstab für Stablecoins
Ripple gab am 2. Juli bekannt, dass es einen Antrag auf eine nationale Banklizenz bei der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde Office of the Comptroller of the Currency (OCC) gestellt hat. Der Antrag würde die regulatorische Überwachung seiner Stablecoin Ripple USD (RLUSD), die derzeit von der New York Department of Financial Services (NYDFS) beaufsichtigt wird, auf die bundesweite Zuständigkeit ausdehnen. Ripple-CEO Brad Garlinghouse kommentierte auf der sozialen Medienplattform X:
Getreu unseren langjährigen Compliance-Wurzeln beantragt Ripple eine nationale Banklizenz bei der OCC. Wenn genehmigt, hätten wir sowohl staatliche (über NYDFS) als auch föderale Aufsicht, ein neuer (und einzigartiger!) Maßstab für Vertrauen im Stablecoin-Markt.
RLUSD, mit einem Marktwert von 469 Millionen Dollar, wird durch Dollarreserven und Staatsanleihen gestützt und wurde Ende 2024 eingeführt. Jack McDonald, Ripples Stablecoin-Leiter, beschrieb den dualen regulatorischen Ansatz als Setzen “einer neuen Messlatte für Transparenz und Compliance im Stablecoin-Markt.”
Der Schritt platziert Ripple unter einer wachsenden Kohorte von Kryptounternehmen, die Banklizenzen in Erwartung des GENIUS Act anstreben, der voraussichtlich solche Lizenzen für Stablecoin-Emittenten verlangen wird. Anchorage Digital bleibt das einzige Unternehmen mit einer bundesweiten Banklizenz, während Circle – Emittent der Stablecoin USDC – ebenfalls einen Antrag gestellt hat. Ripples Strategie spiegelt einen breiteren Vorstoß in Richtung institutioneller Infrastruktur wider, da sich Stablecoins der regulatorischen Mainstream-Akzeptanz nähern.
Die Standard Custody & Trust Company, eine Tochtergesellschaft von Ripple, reichte ebenfalls Anfang dieser Woche einen Antrag für ein Federal Reserve-Masterkonto ein. Bei Gewährung könnte das Unternehmen RLUSD-Reserven direkt bei der Zentralbank verwahren und Token außerhalb der normalen Banköffnungszeiten ausgeben oder einlösen. Garlinghouse bemerkte:
Wir haben auch einen Antrag auf ein Fed-Masterkonto gestellt — während der Kongress auf klare Regeln und Vorschriften hinarbeitet und Banken (im Gegensatz zu den Jahren von Operation Chokepoint 2.0) sich engagieren, würde uns dieser Zugang ermöglichen, RLUSD-Reserven direkt bei der Fed zu halten und eine zusätzliche Sicherheitsschicht zu schaffen, um Vertrauen in RLUSD zukunftssicher zu machen.




