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Reedereien zahlen dem Iran stillschweigend Millionenbeträge für die Durchfahrt durch den Hormuz-Korridor

Quellen behaupten, der Iran erhebe stillschweigend von ausgewählten Schiffen Gebühren von bis zu 2 Millionen Dollar für die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus und verwandle damit einen strategischen Engpass in Kriegszeiten in einen Korridor, für dessen Nutzung man bezahlen muss.

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Reedereien zahlen dem Iran stillschweigend Millionenbeträge für die Durchfahrt durch den Hormuz-Korridor

2 Millionen Dollar Maut? Quellen zufolge monetarisiert der Iran stillschweigend den Zugang zur Straße von Hormus

Der Iran hat offenbar damit begonnen, von einigen Handelsschiffen, die die Straße von Hormus passieren, Transitgebühren zu erheben, wie aus einem aktuellen Bloomberg-Bericht hervorgeht, in dem mit der Angelegenheit vertraute Personen zitiert werden, während der Nahostkonflikt in seine vierte Woche geht.

Die Zahlungen, die Berichten zufolge bis zu 2 Millionen Dollar pro Fahrt betragen, werden auf Ad-hoc-Basis abgewickelt und stillschweigend vereinbart, ohne dass ein klares, standardisiertes System vorhanden ist. Die Nachricht folgt auf Berichte aus der vergangenen Woche, wonach der Iran Zahlungen für die sichere Durchfahrt in chinesischen Yuan akzeptierte.

Dieser Schritt führt faktisch zu einer informellen Maut auf einer der weltweit wichtigsten Seeverkehrsadern, über die normalerweise etwa ein Fünftel des globalen Öl- und Gasstroms fließt. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist angesichts der anhaltenden Feindseligkeiten auf ein Rinnsal geschrumpft, wobei viele Schiffe die Route gänzlich meiden oder unter streng kontrollierten Bedingungen dicht an der iranischen Küste entlangfahren.

Die Vereinbarung baut auf früheren Berichten auf, wonach der Iran einen „sicheren Schifffahrtskorridor“ innerhalb seiner Hoheitsgewässer eingerichtet hat, in dem Schiffe vom Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) überprüft und visuell inspiziert werden. Schiffe, die die Durchfahrt beantragen, müssen im Voraus detaillierte Angaben zu Eigentumsverhältnissen und Ladung machen, was oft über Vermittler oder direkte Regierungsverhandlungen mit Teheran koordiniert wird.

Mindestens ein Tankerbetreiber hat bereits rund 2 Millionen US-Dollar für garantierten Transit gezahlt, während mehrere Schiffe aus Ländern wie Indien die Meerenge unter unterschiedlichen Vereinbarungen erfolgreich durchquert haben. Indien hat sich jedoch öffentlich dagegen gewehrt und behauptet, das Völkerrecht garantiere die freie Schifffahrt durch die Meerenge ohne Gebühren, während widersprüchliche Berichte besagen, dass das Land das Thema in Gesprächen mit Präsident Donald Trump zur Sprache bringt.

Auch die Ölproduzenten am Golf, darunter Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, haben das Konzept der Transitgebühren abgelehnt und betrachten es als gefährlichen Präzedenzfall, der die maritimen Normen in Frage stellt. Iranische Regierungsvertreter haben gemischte Signale gesendet. Der Abgeordnete Alaeddin Boroujerdi bezeichnete die Gebühren als Teil eines neuen „souveränen Regimes“ und argumentierte, dass die Kriegsbedingungen die Gebühren als Demonstration von Autorität rechtfertigten.

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Gleichzeitig wies die iranische Botschaft in Indien Berichte über Zahlungen in Höhe von 2 Millionen Dollar als „unbegründet“ zurück, was eine Kluft zwischen offiziellen Verlautbarungen und dem schafft, was Schifffahrtsinformationen über die Geschehnisse auf See nahelegen. Hinter den Kulissen erwägen einige politische Entscheidungsträger in Teheran, das System zu formalisieren und Transitgebühren möglicherweise in ein Nachkriegsregime einzubetten, das die Funktionsweise der Meerenge neu gestalten würde.

Derzeit bleibt das System undurchsichtig, selektiv und eng mit der Dynamik des Krieges verknüpft, doch es signalisiert eine klare Realität: Die Kontrolle über die Straße von Hormus ist nicht mehr nur strategischer Natur – sie wird zunehmend zu einer Frage der Transaktionen. Interessanterweise folgt die Gebühr in Höhe von 2 Millionen Dollar auf eine Äußerung von US-Präsident Trump, wonach er gemeinsam mit der iranischen Führung zur Kontrolle des Schiffsverkehrs in der Meerenge beitragen könnte.

FAQ 🔎

  • Warum erhebt der Iran Transitgebühren in der Straße von Hormus? Der Iran scheint die Kontrolle über die Meerenge aus Kriegszeiten zu nutzen, um Einnahmen zu erzielen und den Schiffsverkehr zu regulieren. Die Berichte sind jedoch widersprüchlich.
  • Wie viel zahlen Schiffe für die Durchfahrt? Einige Schiffe sollen Berichten zufolge bis zu 2 Millionen Dollar pro Fahrt für eine sichere Durchfahrt gezahlt haben.
  • Ist die Erhebung von Durchfahrtsgebühren nach internationalem Recht zulässig? Länder wie Indien argumentieren, dass dies gegen etablierte Seerechtsvorschriften verstößt, die die freie Schifffahrt garantieren.
  • Wie wirkt sich dies auf den weltweiten Schiffsverkehr aus? Der Verkehr ist stark zurückgegangen, und nur ausgewählte, geprüfte Schiffe dürfen bestimmte Korridore passieren.
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