Bereitgestellt von
Featured

Rechtsstreit verschärft sich, da Binance Klage wegen Verleumdung einreicht, während WSJ über Ermittlungen des Justizministeriums berichtet

Binance führt einen Rechtsstreit gegen das Wall Street Journal wegen umstrittener Berichterstattung, während die Zeitung einen neuen Bericht über eine US-Untersuchung im Zusammenhang mit der Krypto-Börse veröffentlicht.

GESCHRIEBEN VON
TEILEN
Rechtsstreit verschärft sich, da Binance Klage wegen Verleumdung einreicht, während WSJ über Ermittlungen des Justizministeriums berichtet

Binance verklagt WSJ, während die USA angeblich Krypto-Aktivitäten mit Iran-Bezug untersuchen

Der Rechtsstreit zwischen Binance und dem Wall Street Journal verschärfte sich am 11. März, nachdem die Kryptobörse bekannt gab, dass sie wegen eines Berichts vom 23. Februar Klage eingereicht habe. Die Nachrichtenagentur berichtete am selben Tag, dass das US-Justizministerium (DOJ) wegen des mutmaßlichen Missbrauchs von Binance durch den Iran zur Umgehung von Sanktionen ermittelt.

Binance erklärte, die Klage diene dem Schutz des Rufs des Unternehmens, der Berichtigung der öffentlichen Aufzeichnungen und der Beseitigung von Fehlinformationen, die seiner Meinung nach zu Verwirrung in der Krypto-Branche geführt hätten. In der Klage wird auch behauptet, dass die Berichterstattung Regierungsbeamte dazu veranlasst habe, Untersuchungen einzuleiten, die das Unternehmen für unbegründet und unnötig hält. Dugan Bliss, globaler Leiter der Rechtsabteilung von Binance, erklärte:

„Wir betrachten diese Klage als einen notwendigen Schritt, um uns gegen Fehlinformationen zu verteidigen, das Wall Street Journal dafür zur Verantwortung zu ziehen, dass es Klicks über journalistische Integrität stellt, und den erheblichen Rufschaden und die geschäftlichen Folgen anzugehen, die dadurch entstanden sind.“

Das Wall Street Journal berichtete, dass das US-Justizministerium Ermittlungen gegen den Iran wegen der mutmaßlichen Nutzung von Binance zur Umgehung von US-Sanktionen durchführt. Der Artikel besagt, dass sich die Ermittlungen auf Gelder konzentrieren, die angeblich über die Krypto-Plattform an ein Netzwerk geflossen sind, das vom Iran unterstützte Gruppen, darunter die Houthi-Milizen im Jemen, unterstützt. Die Publikation fügte hinzu, dass Beamte Personen kontaktiert haben, die mit den Transaktionen vertraut sind, um Interviews zu führen und Beweise zu sammeln, aber es bleibt unklar, ob die Ermittler Binance selbst oder nur Kunden, die die Börse nutzen, untersuchen.

Darüber hinaus wies Bliss auf das Compliance-Framework der Börse und die weiterreichenden Auswirkungen auf die Branche hin. Er fuhr fort: „Diese Art der Berichterstattung untergräbt das Vertrauen in die gesamte Branche und underminiert die Bemühungen derjenigen, die sich für den Schutz der Nutzer und die Förderung positiver Innovationen einsetzen.“ Binance betreibt eine globale Handelsplattform, die von Hunderten Millionen Menschen genutzt wird, und unterhält Compliance-Systeme zur Erkennung von Risiken im Bereich der Finanzkriminalität, darunter Transaktionsüberwachung, Sanktionsscreening, Verhaltensanalysen und Ermittlungsworkflows.

Unabhängig davon hob Binance den Umfang seiner Compliance-Aktivitäten hervor und schrieb:

„Heute unterstützen mehr als 1.500 Mitarbeiter, fast ein Viertel unserer weltweiten Belegschaft, die Compliance-, Ermittlungs- und Risikofunktionen im gesamten Unternehmen. Dazu gehören Spezialisten, die in den Bereichen Sanktions-Compliance, Terrorismusbekämpfung, Finanzkriminalitätsermittlungen und komplexe On-Chain-Rückverfolgung geschult sind.“

Laut Binance sank das sanktionsbezogene Risiko zwischen Januar 2024 und Juli 2025 um 96,8 % gemessen am gesamten Handelsvolumen, während das direkte Risiko gegenüber vier großen iranischen Kryptobörsen um 97,3 % von 4,19 Millionen US-Dollar im Januar 2024 auf 110.000 US-Dollar im Januar 2026 zurückging.

FAQ 🧭

  • Warum hat Binance das Wall Street Journal verklagt? Binance behauptet, die Zeitung habe falsche Berichte veröffentlicht, die seinem Ruf geschadet und unnötige behördliche Untersuchungen ausgelöst hätten.
  • Welche Auswirkungen könnte die Klage auf die Kryptoindustrie haben? Der Streit könnte Einfluss darauf haben, wie große Medien über Kryptofirmen berichten und wie die Aufsichtsbehörden auf diese Berichte reagieren.
  • Welche Compliance-Maßnahmen hebt Binance in seiner Verteidigung hervor? Binance verweist auf Transaktionsüberwachung, Sanktionsscreening, Verhaltensanalysen und Untersuchungssysteme, die zur Aufdeckung von Risiken finanzieller Kriminalität entwickelt wurden.
  • Warum sollten Anleger diesen Rechtsstreit genau beobachten? Das Ergebnis könnte das Vertrauen des Marktes in große Kryptobörsen beeinflussen und die künftige Aufmerksamkeit der Regulierungsbehörden prägen.
Tags in diesem Artikel