Die Aufsichtsbehörde für Banken und Versicherungen (SBS) von Peru hat eine Verordnung erlassen, die VASPs dazu zwingt, Maßnahmen zur Kundenüberprüfung (KYC) und zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) als Teil eines Compliance-Plans umzusetzen. Die Verordnung steht im Einklang mit den Empfehlungen der FATF und zielt darauf ab, zu kontrollieren und zu verhindern, dass Kriminelle diese Plattformen zu illegalen Zwecken nutzen.
Peru erlässt VASP-Verordnung, verstärkt AML/TF-Anforderungen
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Peru erlässt Verordnung, die VASPs zur Integration von KYC- und AML-Compliance in ihre Strukturen verpflichtet
Peru führt Regeln ein, um den Betrieb von Anbietern virtueller Vermögenswerte (VASPs) im Land zu regulieren. Letzten Monat hat die Aufsichtsbehörde für Banken und Versicherungen (SBS) von Peru eine Verordnung mit der Nummer N° 02648-2024 erlassen, die mehrere Richtlinien definiert, welche diese Unternehmen befolgen sollten, um das Risiko zu mindern, für illegale Zwecke genutzt zu werden.
Die Verordnung definiert, dass VASPs, die auf peruanischem Boden operieren, einen Compliance-Beauftragten ernennen und ein System mit Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und Terrorismusfinanzierung (TF) implementieren müssen. Außerdem müssen peruanische Börsen nun wirksame Richtlinien zur Kundenerkenntnis (KYC) annehmen und Due-Diligence-Schritte festlegen, um dieses Ziel zu erreichen.
Darüber hinaus legen die neuen Regeln fest, dass VASPs die Identitäten und weitere Daten von Benutzern, die an Transaktionen über 1.000 Dollar beteiligt sind, ermitteln müssen, wodurch diese Anbieter effektiv zur Umsetzung der Travel Rule-Compliance gezwungen werden, da “alle Übertragungen von virtuellen Vermögenswerten wie elektronische Überweisungen behandelt werden müssen.”
Laut der SBS werden diese Maßnahmen im Anschluss an die Empfehlungen der Financial Action Task Force (FATF), der globalen Geldwäschebekämpfungs-Organisation, ergriffen. Diese ergänzen das, was bereits in dem Präsidialdekret Nº 006-2023-JUS festgelegt wurde, das VASPs als zwangsweise überwachte Subjekte unter die Aufsicht der Finanznachrichtendienst-Peru (UIF-Peru) stellte.
Dennoch betreffen diese neuen Regeln nur VASPs und nicht die Kryptowährungen selbst, indem sie lediglich die Interaktionen und Transaktionen regulieren, die Benutzer über von diesen Institutionen kontrollierte Wallets durchführen.
VASPs, die bereits im Land tätig sind, haben 120 Tage Zeit, ihre Strukturen an diese Verordnung anzupassen.
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