Privatpersonen, die Kryptowährungen auf Offshore-Plattformen oder eigenständig handeln, müssen nun ihre Transaktionen melden, sobald der gehandelte Betrag 5.000 US-Dollar pro Jahr übersteigt. Die Nutzer müssen nun sensible Daten übermitteln, darunter den Zweck jeder Transaktion, Hash-Werte und Zieladressen.
Paraguay verschärft die Meldepflichten für VASPs und Privatpersonen

Paraguay verschärft Meldepflichten für VASPs und Privatpersonen
Die Regierung von Paraguay verschärft die Kontrolle des Kryptowährungsmarktes.
Die Nationale Direktion für Steuereinnahmen (DNIT), Paraguays Steueraufsichtsbehörde, hat einen Beschluss erlassen, der eine neue Kategorie einführt: eine eidesstattliche Erklärung zu Krypto-Vermögenswerten. Damit soll eine detailliertere Kontrolle und Überwachung der Krypto-Transaktionen im Land erreicht werden.
Der Beschluss Nr. 47 legt fest, dass sowohl Betreiber von Anbietern von Dienstleistungen im Bereich virtueller Vermögenswerte (VASPs) als auch Privatpersonen, die Kryptotransaktionen mit einem Volumen von über 5.000 US-Dollar pro Jahr tätigen – selbst wenn sie über Offshore-Konten oder externe Börsenplattformen handeln –, diese detaillierte Erklärung abgeben müssen.

Das Dokument muss mindestens die Art der durchgeführten Transaktion angeben – unter anderem Käufe und Verkäufe, Halten oder Besitz, Umtausch zwischen verschiedenen Krypto-Assets, Schenkungen, Erbschaften, vorübergehende Übertragungen, Vermietungen oder Darlehen.
Ebenso muss der Nutzer für jede Transaktion sensible Daten angeben, wie Datum und Uhrzeit, die beteiligten Parteien, die verwendete Kryptowährung, den gehandelten Betrag, den Transaktionswert in US-Dollar, Gebühren und Transaktions-Hashes.
Die Strafe für die Nichtangabe dieser Daten innerhalb der vorgesehenen Frist beträgt 154 US-Dollar und kann weitere Sanktionen nach sich ziehen.
Obwohl diese Maßnahme keine Steuerpflicht einführt, glauben Analysten, dass es sich hierbei um einen klassischen „Erst beobachten, dann besteuern“-Schachzug handeln könnte, der auf künftige Schritte hindeutet, diese Informationen für neue Abgaben zu nutzen.
Jan Marvan, Mitbegründer von Hacking Lives, betonte, dass dies eine beunruhigende Entwicklung für die Kryptoszene des Landes sei, da sie dessen Chancen beeinträchtigen könnte, sich zu einem Krypto-Hub in Lateinamerika zu entwickeln.
„Eine derart strenge Regelung birgt die Gefahr, diese Dynamik zu zerstören. Sie wird Talente vertreiben, die alltägliche Akzeptanz verlangsamen, die finanzielle Privatsphäre untergraben und im schlimmsten Fall reale OPSEC-Risiken für Nutzer schaffen“, schloss er.

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FAQ
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Welche Maßnahmen hat die Regierung von Paraguay in letzter Zeit in Bezug auf Kryptowährungen ergriffen?
Paraguay verschärft die Kontrolle des Kryptomarktes durch die Einführung einer eidesstattlichen Erklärung über Krypto-Vermögenswerte zur verbesserten Überwachung von Kryptotransaktionen. -
Was verlangt die Resolution Nr. 47 von Anbietern von Dienstleistungen im Bereich virtueller Vermögenswerte und von Privatpersonen?
Betreiber und Privatpersonen, die Kryptotransaktionen im Wert von über 5.000 US-Dollar pro Jahr tätigen, müssen eine detaillierte Erklärung abgeben, in der Transaktionsarten und sensible Daten angegeben werden. -
Welche Angaben müssen in der eidesstattlichen Erklärung enthalten sein?
Die Erklärung muss Transaktionsdetails wie Datum, Uhrzeit, beteiligte Parteien, verwendete Kryptowährung und gehandelten Betrag sowie den Transaktions-Hash enthalten. -
Welche Auswirkungen hat diese Resolution auf den Kryptomarkt in Paraguay?
Analysten warnen, dass sie zwar derzeit keine neuen Steuern einführt, aber zu einer zukünftigen Besteuerung führen könnte, was das Wachstum Paraguays als Krypto-Hub in Lateinamerika potenziell behindern würde.




