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Ökonom warnt, dass Trumps BRICS-Zolldrohungen gegen den US-Dollar nach hinten losgehen könnten

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Die Drohungen von Donald Trump, 100% Zölle auf BRICS-Importe zu erheben, könnten die Preise für lebensnotwendige Güter in den USA verdoppeln und eine globale Abkehr vom Dollar beschleunigen, warnt ein Ökonom.

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Ökonom warnt, dass Trumps BRICS-Zolldrohungen gegen den US-Dollar nach hinten losgehen könnten

Trumps BRICS-Zölle: Ökonom sagt Gegenreaktion gegen den US-Dollar voraus

Der französische Ökonom Jacques Sapir hat sich zu den Drohungen des gewählten US-Präsidenten Donald Trump geäußert, 100% Zölle auf Importe aus BRICS-Ländern zu erheben. In einem Interview mit der russischen Publikation Tass wies Sapir auf die wirtschaftliche Abhängigkeit der USA von den BRICS-Nationen hin, die wichtige Güter wie landwirtschaftliche Düngemittel, Unterhaltungselektronik und Medikamente liefern.

“Donald Trumps Drohungen gegen Länder, die aufhören, den Dollar zu nutzen, sind ziemlich lächerlich”, äußerte er. Er betonte, dass solche Zölle die Preise für lebensnotwendige Güter in den Vereinigten Staaten verdoppeln würden, und bemerkte:

Die Länder, gegen die sich diese Drohungen richten, nämlich die BRICS, stellen den Großteil der amerikanischen Importe bereit.

Sapir warnte davor, dass die US-Strategie, die Dominanz des Dollars durch Zwangshandelsmaßnahmen aufrechtzuerhalten, nach hinten losgehen könnte. Er bemerkte jedoch, dass Trumps Aussagen möglicherweise nicht seine Politik nach Amtsantritt widerspiegeln. Der Ökonom erläuterte:

Je mehr die Vereinigten Staaten versuchen, die Rolle des Dollars im internationalen Handel mit Hilfe von ‘administrativen’ Maßnahmen zu schützen, desto mehr werden sie die Rolle des Dollars in ihrer Außenpolitik betonen und desto mehr werden sie die BRICS-Länder davon überzeugen, dass eine Alternative zum Dollar gefunden werden muss.

Seine Bemerkungen stimmen mit denen des russischen Präsidenten Wladimir Putin überein, der kürzlich die politische Nutzung des Dollars als „Fehler“ kritisiert hat. Während er anerkennt, dass eine einheitliche BRICS-Währung aufgrund struktureller und wirtschaftlicher Unterschiede ein fernes Ziel bleibt, merkte Putin an, dass der Block zunehmend Alternativen zum Dollar sucht, um die wirtschaftliche Souveränität zu stärken. Sapir glaubt, dass Trumps aggressive Rhetorik die Bemühungen der BRICS-Staaten beschleunigen könnte, sich weniger auf die US-Währung zu verlassen, wodurch er unbeabsichtigte Konsequenzen für das globale Finanzsystem riskiert.

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