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Ökonom Jeffrey Sachs: Chinas Vergeltung könnte die US-Wirtschaft stoppen

Jeffrey Sachs warnte, dass die potenziellen zukünftigen sekundären Sanktionen der Trump-Administration gegen die Handelsbeziehungen Chinas mit Russland zu einer Katastrophe für die US-Wirtschaft führen könnten. Sachs glaubt, dass die Welt Amerika den Rücken kehren würde, wenn dies geschehen sollte.

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Ökonom Jeffrey Sachs: Chinas Vergeltung könnte die US-Wirtschaft stoppen

Jeffrey Sachs warnt vor der Verhängung von sekundären Handelssanktionen gegen China

Handelsdynamiken zwischen Weltmächten und Wirtschaftssanktionen stehen aufgrund der geopolitischen Situation, mit der die Welt konfrontiert ist, erneut im Rampenlicht. Jeffrey Sachs, Direktor des Zentrums für nachhaltige Entwicklung an der Columbia University, hat vor den möglichen Folgen der Verhängung sekundärer Sanktionen gegen China wegen seiner Handelsbeziehungen mit Russland gewarnt.

Sachs erklärte, dass die Vergeltung der chinesischen Behörden stark ausfallen würde, sollten diese Sanktionen irgendwie angewendet werden. In einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur TASS erklärte er:

Ich denke, wenn die Vereinigten Staaten versuchen würden, solche sogenannten sekundären Sanktionen anzuwenden, würde China so reagieren, dass die US-Wirtschaft im Grunde aufhören würde zu funktionieren.

Darüber hinaus glaubt er, dass den USA die Mittel fehlen, um diese sekundären Sanktionen effektiv zu verhängen, da die chinesische Regierung es geschafft hat, die vorherigen Zölle mit der Drohung zu kontern, die Versorgung mit seltenen Erden zu kappen.

Sachs erklärte, dass dies den amerikanischen Einfluss auf andere Länder beeinträchtigen würde, wodurch einige den USA den Rücken kehren und Handelskreisläufe schaffen würden, die die nordamerikanische Macht ausschließen, um nicht von ähnlichen Sanktionen betroffen zu werden.

Er schätzte ein:

Die USA können solche Strafen nicht verhängen. Der Rest der Welt wird einfach sagen: ‘Ihr seid auf euch allein gestellt. Wir müssen nicht mit euch handeln. Wir werden untereinander handeln.’ … Also glaube ich nicht, dass dies passieren wird.

Die Aussagen von Sachs kommen, nachdem Präsident Donald Trump gedroht hatte, sekundäre Zölle von 100% auf die Handelspartner Russlands zu erheben, falls Präsident Putin nicht kapituliert und innerhalb der nächsten sechs Wochen eine Einigung mit Washington über seine Teilnahme am Konflikt gegen die Ukraine erzielt.

Indien, ein weiterer großer Handelspartner Russlands, könnte ebenfalls von diesen Maßnahmen betroffen sein, was die Skepsis der Analysten gegenüber der effektiven Umsetzung dieser Drohungen verstärkt.

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