Das Hohe Gericht von Singapur hat den Versuch von Three Arrows Capital (3AC), eine Klage des Gründers von Defiance Capital, Cheong Jun Yoong, abzuweisen, abgelehnt und die rechtliche Stellung von digitalen Vermögenswerten in Treuhandstreitigkeiten bestätigt.
Oberstes Gericht Singapurs lehnt Antrag von 3AC auf Abweisung der Klage des Gründers von Defiance Capital ab
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Singapurs Gericht bestätigt die Klage von Defiance Capital gegen 3AC im Krypto-Fall
Das Hohe Gericht von Singapur hat einen Antrag des in Schwierigkeiten geratenen Krypto-Hedgefonds Three Arrows Capital (3AC) abgelehnt, eine Klage von Cheong Jun Yoong, dem Gründer der Web3-Investmentfirma Defiance Capital, zu verwerfen.
Cheong, auch bekannt als Arthur Cheong, reichte die Klage im April 2023 ein und behauptete, dass die Investoren von Defiance Capital die rechtmäßigen wirtschaftlichen Eigentümer der Vermögenswerte seien, die von 3AC treuhänderisch gehalten wurden. Er argumentierte, dass diese Gelder nicht zur Befriedigung von Gläubigerforderungen gegen 3AC verwendet werden sollten.
Der Ursprung des Streits geht zurück auf die Gründung von Defiance Capital als “unabhängiger und eigenständiger Fonds” auf der 3AC-Plattform. Im Rahmen dieser Vereinbarung hatte Cheong Zugriff auf die Ressourcen von 3AC, einschließlich seiner Middle- und Backoffice-Infrastruktur, Fondsverwalter und Prüfer. Trotz seiner engen operativen Verbindung mit 3AC unterhielt Defiance separate Konten und Wallets unter Cheongs Kontrolle und leistete 25 % seiner Gebühren an die 3AC-Gründer Su Zhu und Kyle Davies.
Bis Mai 2022 enthielt das Portfolio von Defiance Capital 22,3 Millionen USDT und 93,8 Millionen Dollar in verschiedenen Kryptowährungen und Fiat. Obwohl Defiance Capital später aus 3AC herausgelöst und nach dem Umzug von 3AC nach Dubai als zwei separate Entitäten in Singapur neu strukturiert wurde, wurden bestimmte Vermögenswerte gemäß einer früheren Vereinbarung nicht übertragen.
Die Entscheidung des Hohen Gerichts, die kürzlich öffentlich gemacht wurde, geht auf die komplexen rechtlichen Argumente ein, die von beiden Parteien vorgebracht wurden. Bemerkenswert ist, dass das Urteil das Potenzial für eine Treuhandbeziehung anerkannte, trotz der Formulierung der rechtlichen Dokumente, die etwas anderes behaupten. Dieser Punkt ist kritisch, da er darauf hindeutet, dass die unter der Kontrolle von Defiance stehenden Vermögenswerte von der Verwendung zur Begleichung der Schulden von 3AC ausgenommen sein könnten.
Das Gericht stellte außerdem fest, dass die fraglichen Krypto-Vermögenswerte, insbesondere die in Fireblocks-Wallets unter der Kontrolle von 3AC, in Treuhand waren. Dieser Befund stellt die Position von 3AC in Frage, dass solche Behauptungen unbegründet seien. Zusätzlich wurde Singapur als das geeignete Forum für die Klage bestimmt, angesichts des Standorts der Person, die die Wallet-Schlüssel kontrolliert, und der rechtlichen Verbindung des Landes zum Fall.
Diese Entscheidung markiert einen wichtigen Meilenstein im Fall und bietet Defiance Capital und seinen Investoren einen Hoffnungsschimmer. Sie setzt auch einen Präzedenzfall in der rechtlichen Landschaft der Kryptowährung, insbesondere in Bezug auf die Behandlung von digitalen Vermögenswerten und die Anwendung des Treuhandrechts.
Mit der Klage gegen 3AC, die nun voranschreiten darf, glauben Sie, dass Defiance Capital Erfolg haben wird? Teilen Sie Ihre Gedanken und Meinungen zu diesem Thema im Kommentarbereich unten mit.




