Kryptowährungsmärkte operieren kontinuierlich, handeln jeden Tag der Woche rund um die Uhr. In ähnlicher Weise deuten Berichte darauf hin, dass die New Yorker Börse (NYSE) die Möglichkeit erwägt, auf einen 24/7-Betrieb umzustellen. Das Datenteam der NYSE hat unter seinen Investoren eine Umfrage durchgeführt, die ein starkes Interesse an der Verfügbarkeit von Handelsoptionen über Nacht aufzeigt.
NYSE erwägt 24-Stunden-Handelsmodell als Reaktion auf Krypto-Markttrends
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New Yorker Börse erwägt kontinuierliche Handelszeiten
Am Montag enthüllte die Financial Times (FT), dass die Intercontinental Exchange, die die NYSE besitzt, ihr Datenanalyseteam beauftragt hat, unter ihren Mitgliedern eine Umfrage durchzuführen, um das Interesse an einer Umstellung auf 24/7-Handel zu bewerten. Die FT wies darauf hin, dass diese Idee in den letzten Jahren an Zugkraft gewonnen hat, beeinflusst durch den kontinuierlichen Betrieb von Kryptowährungsmärkten, der als “24-Stunden-Betrieb des Kryptowährungshandels” notiert wurde.
Der Anstoß für diese Änderung wurde auch durch einen Anstieg der Privatanleger während und nach den Covid-19-Lockdowns befeuert. Die New Yorker Börse ist von Montag bis Freitag von 9:30 Uhr bis 16:00 Uhr Eastern Daylight Time (EDT) in Betrieb. Zusätzlich bietet sie eine Vorhandelssitzung von 4:00 Uhr bis 9:30 Uhr EDT und eine Nachhandelssitzung von 16:00 Uhr bis 20:00 Uhr EDT an. Laut dem FT-Bericht wurden die Teilnehmer der Umfrage nach ihrer Bereitschaft zum Wochenendhandel gefragt.
FTs Jennifer Hughes berichtet, dass diese Entwicklung mit einem Start-up namens 24 Exchange zusammenfällt, das die Genehmigung von der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) sucht, seine Aktienhandelsplattform rund um die Uhr, sieben Tage die Woche zu betreiben. Ein institutioneller Makler informierte Hughes, dass es eine Nachfrage nach solchem Handel gibt; er warnte jedoch auch, dass eine angemessene Personalbesetzung eine erhebliche Herausforderung darstellen könnte.
„Es gibt eine Nachfrage nach 24-Stunden-Handel, aber nicht unbedingt vom gesamten Marktplatz“, erzählte der Makler dem FT-Reporter. „Dinge passieren bereits außerhalb der regulären Stunden und man muss in gewissem Maße darauf achten – aber das ist sehr unterschiedlich zu etwas, das z.B. mit Apple um 2 Uhr morgens oder sogar um 16 Uhr an einem Samstag passiert. Was tun Sie dann?“
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