Roman Storm, ein Softwareentwickler von Tornado Cash, wird vor Gericht gestellt, nachdem ein Richter in New York seinen Antrag auf Abweisung der Strafanzeigen abgelehnt hat. Bezirksrichterin Katherine Polk Failla wies Storms Antrag auf Abweisung der Anklagen im Zusammenhang mit Geldwäsche und Sanktionsverstößen zurück. Der russische Mitangeklagte Roman Semenov bleibt flüchtig und entzieht sich der Festnahme durch internationale Behörden.
NY Richter lehnt Antrag des Tornado Cash Entwicklers auf Abweisung ab, Prozess für Dezember angesetzt
Dieser Artikel wurde vor mehr als einem Jahr veröffentlicht. Einige Informationen sind möglicherweise nicht mehr aktuell.

Tornado Cash Entwickler Roman Storm muss im Dezember vor Gericht
Während der telefonischen Anhörung am Donnerstag erklärte Richterin Katherine Polk Failla, die dem südlichen Bezirk von New York vorsitzt, dass die Regierung genügend Beweise vorgelegt habe, um den Fall fortzusetzen. Roman Storm sieht sich Vorwürfen der Unterstützung illegaler Handlungen durch den Ethereum (ETH) Mixer Tornado Cash gegenüber.
Seine Verteidigung argumentierte, dass seine Rolle beim Schreiben von Code durch den ersten Verfassungszusatz geschützt werden sollte und verglich die Anklage mit einem Angriff auf die Meinungsfreiheit. “Ich bin sehr enttäuscht, dass die Staatsanwälte ihn angeklagt haben, weil er Software entwickelt hat – ihre neuartige rechtliche Theorie hat gefährliche Implikationen für alle Softwareentwickler”, erklärte Storms Anwalt im August 2023. Der Richter entschied jedoch am Donnerstag, dass der Betrieb des Codes möglicherweise nicht als geschützte Rede gilt, sodass der Fall vor Gericht verhandelt werden kann.
Storm wird vom Justizministerium (DOJ) in drei Punkten angeklagt – Verschwörung zur Geldwäsche, Verletzung des Internationalen Notstandswirtschaftsgesetzes und Betrieb eines nicht lizenzierten Geldübertragungsgeschäfts. US-Staatsanwälte behaupten, dass Tornado Cash, das Ether-Mischprotokoll, geholfen hat, Milliarden zu waschen, wobei einige Gelder angeblich mit dem nordkoreanischen Hacker-Syndikat Lazarus-Gruppe in Verbindung stehen.
Storms Verteidigung versuchte, die Anklagen abzuweisen, indem sie behauptete, er habe keine Kontrolle über die Nutzung seines Codes, sobald er veröffentlicht wurde. Der Prozess soll am 2. Dezember 2024 in New York beginnen. Wenn er in allen Punkten für schuldig befunden wird, könnte der Entwickler eine Höchststrafe von 45 Jahren in einem US-Gefängnis erhalten.
Dieser Fall hat erhebliche Auswirkungen auf die Kryptowelt und löst eine Debatte darüber aus, ob Entwickler zur Rechenschaft gezogen werden können und ob das Schreiben von Code kriminalisiert werden kann. Mitte Mai verhängte ein niederländisches Gericht eine fünfjährige, viermonatige Haftstrafe gegen den Tornado Cash Entwickler Alexey Pertsev wegen Geldwäsche.
Was denken Sie über den Fall gegen den Softwareentwickler von Tornado Cash? Teilen Sie Ihre Gedanken und Meinungen zu diesem Thema im Kommentarbereich unten mit.




