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Neue Studie enthüllt die Gesamtkosten für Angriffe auf Bitcoin und Ethereum

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Ein neu veröffentlichtes Papier des Social Science Research Network (SSRN) von Lucas Nuzzi, Kyle Waters und Matias Andrade führt einen neuen Ansatz zur Berechnung der Gesamtkosten eines Angriffs (TCA) auf Bitcoin und Ethereum ein. Die umfassende Analyse beleuchtet die wirtschaftlichen Barrieren gegen 51%-Angriffe und stellt bisherige Annahmen über die Verwundbarkeit von Blockchains in Frage.

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Neue Studie enthüllt die Gesamtkosten für Angriffe auf Bitcoin und Ethereum

Die Kosten eines Kompromisses offenlegen: Eine umfassende Studie über Angriffe auf Bitcoin und Ethereum

Am Donnerstag enthüllte der Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Coinmetrics, Lucas Nuzzi, ein neues Papier, das er gemeinsam mit Kyle Waters und Matias Andrade verfasste. „Wie viel kostet es, einen 51%-Angriff auf Bitcoin und Ethereum durchzuführen?“ postete Nuzzi auf der sozialen Medienplattform X. „Um dies herauszufinden, simulierten wir, wie ein Angriff aussehen würde. Unser Papier, Breaking BFT, wurde heute mit einigen interessanten Ergebnissen veröffentlicht.“

Die Studie präsentiert ein Modell der Gesamtkosten eines Angriffs (TCA), eine entscheidende Kennzahl, die sowohl das Kapital als auch die Betriebskosten zusammenfasst, die bei der Durchführung eines 51%-Angriffs oder der Überwindung der Byzantinischen Fehlertoleranz (BFT) anfallen. Diese Kennzahl bietet eine neue Perspektive, durch die die wirtschaftliche Durchführbarkeit solcher Angriffe bewertet werden kann und liefert Einblicke in die starken Sicherheitsmaßnahmen von Bitcoin und Ethereum.

Die Forschung analysiert sorgfältig mehrere Szenarien, einschließlich der Möglichkeit, dass Nationalstaaten diese Blockchains kompromittieren könnten. Eine solche detaillierte Untersuchung verschiedener Angriffsvektoren unterstreicht die Komplexitäten und Kosten, die damit verbunden sind und betont weiterhin die Widerstandsfähigkeit dieser Netzwerke gegen potenzielle Bedrohungen.

„Als Open-Source-, nationenlose Alternativen zu Systemen wie digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) könnten Nationalstaaten motiviert werden, diese Systeme dauerhaft zu deaktivieren“, heißt es in der Studie. „Das führt jedoch zu einem grundlegenden Problem in Bezug auf 51%-Angriffe: es ist sehr schwierig, sie dauerhaft zu machen. Selbst in einem Szenario, in dem Angreifer einfach leere Blöcke abbauen und den Angriff fortwährend durchführen, kann das Netzwerk zurückschlagen.“

Unter anderem diskutiert das Papier die Auswirkungen sinkender Blockbelohnungen auf die Netzwerksicherheit. Entgegen der gängigen Meinung legen die Ergebnisse nahe, dass die Netzwerksicherheit nicht direkt mit den Transaktionsgebühreneinnahmen korreliert, was die vorherrschenden Erzählungen innerhalb der Kryptowährungsgemeinschaft in Frage stellt.

„Die sinkenden Subventionen waren ein besonders hervorstechendes Anliegen im Kontext der langfristigen Sicherheit von Bitcoin und seiner wahrgenommenen Anfälligkeit für Angriffe“, erklärt das Papier. „Die Sorge bezieht sich darauf, dass die Sicherheit von Bitcoin davon abhängt, dass Subventionen durch Nutzergebühren ersetzt werden.“ Die Autoren des Papiers fügen hinzu:

Die implizite Annahme, die solche Bedenken rechtfertigt, ist, dass Bitcoin-Gebühren mit Sicherheit korrelieren. Je höher die von den Minern gesammelten Gebühren, desto sicherer ist das Netzwerk. Überraschenderweise haben wir, obwohl dies intuitiv Sinn macht, festgestellt, dass dies kein Phänomen ist, das historisch beobachtet wurde. Andere Faktoren beeinflussen das Verhalten der Miner und scheinen diese Annahme in Frage zu stellen.

Die Studie untersucht auch die Motivationen potenzieller Angreifer und unterscheidet zwischen profitorientierten und ideologisch motivierten Akteuren. Diese Unterscheidung ist entscheidend für das Verständnis der verschiedenen Bedrohungen für die Blockchain-Sicherheit und die wirtschaftliche Unpraktikabilität von Angriffen für beide Gruppen.

Die Anwendung des TCA-Modells auf sowohl Bitcoin als auch Ethereum zeigt, dass trotz der Vielzahl von theoretischen Verwundbarkeiten die tatsächlichen Kosten für die erfolgreiche Durchführung eines 51%-Angriffs prohibitiv hoch sind. Dies liefert empirische Belege für die Vorstellung eines Nash-Gleichgewichts innerhalb dieser Netzwerke.

„Da feindselige Handlungen im Vergleich zu anderen Strategien, wie der ehrlichen Teilnahme am Netzwerk oder dem Verzicht auf Angriffe, unattraktiv werden, liefern wir die ersten empirischen Beweise für ein Nash-Gleichgewicht in Bitcoin und Ethereum“, erklärt das Papier.

Schließlich trägt das Papier zur fortlaufenden Diskussion über die langfristige Nachhaltigkeit der deflationären Geldpolitik von Bitcoin und Ethereum bei. Indem es das spekulative Verhalten der Miner und den Einfluss dieses Verhaltens auf die Netzwerksicherheit hervorhebt, bieten die Autoren eine differenzierte Sicht darauf, wie wirtschaftliche Anreize die Resilienz von Blockchain untermauern.

Während sich Bitcoin und Ethereum weiterentwickeln, unterstreichen die Erkenntnisse die Bedeutung von anhaltender Forschung und Anpassung, um die Kryptowährungsfront gegen feindselige Bedrohungen zu schützen. Indem konventionelle Weisheiten in Frage gestellt werden, ebnet Forschung typischerweise den Weg für widerstandsfähigere und wirtschaftlich tragfähigere Netzwerke und bekräftigt die Stärke dieser Protokolle gegenüber dem Schreckgespenst theoretischer Verwundbarkeiten.

Was denken Sie über das Forschungspapier, das die wahren Kosten für einen Angriff auf Bitcoin und Ethereum berechnet? Teilen Sie Ihre Gedanken und Meinungen zu diesem Thema im Kommentarbereich unten mit.