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Neue Regeln von Google Play für Krypto-Apps: Was Sie wissen müssen

Der folgende Meinungsartikel wurde von Alex Forehand und Michael Handelsman für Kelman.Law geschrieben.
Google Plays Richtlinienaktualisierung
Früher in dieser Woche enthüllte Google Play ein dramatisches Richtlinien-Update: Krypto-Börsen-Apps und Verwahrungs-Wallets müssen nun die entsprechenden Finanzlizenzen erhalten, um in den Zielregionen gelistet zu bleiben. Die Richtlinie erstreckt sich über 15 große Märkte, darunter die USA, die Europäische Union, Großbritannien, Kanada, die Schweiz, Japan, Hongkong, Südkorea, Israel, Südafrika, die V.A.E. und andere.
Googles Standpunkt ist klar: Wenn eine App Krypto-Börsendienste oder Verwahrungs-Wallets anbietet, muss sie in Übereinstimmung mit den Lizenz- und Registrierungsvorschriften in den Regionen betrieben werden, in denen sie angeboten wird. Das bedeutet, dass Entwickler ihre Aktivitäten proaktiv mit den entsprechenden Finanzgesetzen in jedem Zielmarkt ausrichten müssen, oder das Risiko eingehen, den Zugang zu diesen Benutzern über Google Play zu verlieren – eine Einhaltungslast, die für einige Apps finanziell unerreichbar und für andere technologisch unmöglich sein könnte.
Regulatorische Auswirkungen
In den USA verlangt Google, dass Verwahrungs-Wallet- und Börsen-Apps entweder:
- Sich bei FinCEN als Money Services Business (MSB) registrieren und alle relevanten staatlichen Money Transmitter Licenses (MTLs) sichern; oder
- Unter einem bundes- oder staatlich zugelassenen Bankinstitut operieren.
Das bedeutet, dass Entwickler strengen Anti-Geldwäsche (AML)-, Know Your Customer (KYC)- und Berichtsanforderungen nachkommen müssen – Standards, die traditionellen Finanzinstitutionen bereits vertraut sind, aber unter den aktuellen Gesetzen normalerweise nicht für Selbstverwahrungs- oder DeFi-Protokolle erforderlich sind.
In der Europäischen Union müssen betroffene Apps eine Lizenz als Krypto-Vermögensdienstleister (CASP) unter dem Markets in Crypto-Assets (MiCA)-Regime sichern. Im Vereinigten Königreich müssen Anbieter sich bei der Financial Conduct Authority (FCA) registrieren. Andere Regionen – mit ähnlich strengen Erwartungen – haben ihre lokalen regulatorischen Schwellen, die Entwickler erfüllen müssen.
Bemerkenswerterweise erlaubt Google, dass Apps Märkte außerhalb dieser regulierten Regionen ansprechen – diese Apps müssten die Lizenzanforderungen in nicht betroffenen Regionen nicht einhalten.
Nicht-Verwahrungs-Wallets: Richtlinie nach GegenReaktion klargestellt
Die Reaktion der Branche auf Googles Richtlinie war schnell und besorgt: zunächst schien es, als könnten auch nicht-verwahrungsbasierte (Selbstverwahrungs-)Wallets von der neuen Lizenzregel betroffen sein. Dies löste Alarm aus in Bezug auf Zensur und Zugang zu dezentralen Tools – als einer der Haupt-App-Stores anscheinend die staatlichen Vorschriften über deren beabsichtigten Umfang hinaus ausweiten wollte.
Nach diesem Rückschlag von prominenten Persönlichkeiten wie Jack Dorsey, klärte Google über X (ehemals Twitter), dass nicht-verwahrungsbasierte Wallets ausdrücklich vom Geltungsbereich der Richtlinie ausgeschlossen sind. Das Hilfezentrum des Google Play Stores wird aktualisiert, um diese Ausnahme widerzuspiegeln.
Das abschließende Ergebnis: Nur Apps, die Benutzergelder verwalten oder austauschen – typischerweise verwahrende Dienste und zentrale Plattformen – sind betroffen. Benutzer und Entwickler können Selbstverwahrungs-Wallets weiterhin verteilen und nutzen, ohne befürchten zu müssen, dass sie aus dem Play Store entfernt werden.
Googles Klarstellung stärkt den Schutz für dezentralen Zugang und Open-Source-Innovation – ein wichtiger Erfolg für die Branche.
Auswirkungen für Verwahrungs-Wallet und Börsenanbieter
Verwahrungs-Wallet-Betreiber und zentralisierte Börsen müssen die Regionen, die sie bedienen, evaluieren, um die notwendigen Registrierungen zu bestimmen, wie FinCEN, staatliche MTLs, MiCA, FCA usw.
Bei Kelman PLLC spezialisieren wir uns darauf, Entwicklern von Verwahrungs-Wallets und Krypto-Börsen bei der Registrierung als FinCEN MSB und bei den Anforderungen an staatliche Geldübertragungslizenzen zu unterstützen. Wir unterstützen auch bei der strategischen Planung für den Erhalt dezentraler Angebote und Selbstverwahrungs-Wallet-Setups, um die Einhaltung der Gesetze sicherzustellen.
Wenn Sie glauben, dass wir Ihnen behilflich sein können oder Fragen zu Ihren Lizenzanforderungen haben, kontaktieren Sie uns hier für eine kostenlose Beratung.




