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Morgan Stanley beantragt OCC-Treuhandlizenz für Krypto-Verwahrungsgeschäft

Morgan Stanley hat bei der US-Bankenaufsichtsbehörde OCC (Office of the Comptroller of the Currency) eine nationale Banklizenz beantragt, um eine bundesweit regulierte Tochtergesellschaft zu gründen, die sich auf die Verwahrung digitaler Vermögenswerte und damit verbundene Kryptodienstleistungen konzentriert.

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Morgan Stanley beantragt OCC-Treuhandlizenz für Krypto-Verwahrungsgeschäft

Morgan Stanley beantragt Bundeslizenz für die Verwahrung digitaler Vermögenswerte

Morgan Stanley hat beim Office of the Comptroller of the Currency einen Antrag auf eine nationale Trust-Bank-Zulassung gestellt. Dies ist der jüngste Schritt des Unternehmens, seine Strategie für digitale Vermögenswerte unter Bundesaufsicht zu formalisieren. Der Antrag sieht die Gründung der Morgan Stanley Digital Trust National Association vor, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft mit Sitz in Purchase, New York. Im Falle einer Genehmigung würde das Unternehmen als neue nationale Trust-Bank mit Schwerpunkt auf der Verwahrung von Kryptowährungen und damit verbundenen Treuhanddienstleistungen tätig sein.

Die Zulassung würde es dem Unternehmen ermöglichen, digitale Vermögenswerte zu verwahren, den Kauf und Transfer von Token im Zusammenhang mit Kundeninvestitionen zu erleichtern und Staking-Dienstleistungen auf treuhänderischer Basis zu unterstützen. Im Gegensatz zu einer Vollbank nimmt eine nationale Treuhandbank keine Einlagen entgegen und vergibt keine traditionellen Kredite, kann jedoch unter Bundesaufsicht Verwahrungs- und Treuhanddienstleistungen erbringen. Dieser Schritt baut auf der wachsenden Präsenz von Morgan Stanley im Kryptobereich auf. Das Unternehmen, das Kundenvermögen in Höhe von rund 9 Billionen US-Dollar verwaltet, begann 2021 mit dem Angebot von Bitcoin-Investmentfonds für bestimmte Vermögensverwaltungskunden und erweiterte 2025 den Handelszugang über seine E*Trade-Plattform. Im Januar 2026 beantragte es die Zulassung von Spot-Bitcoin-, Solana- und Ethereum-Exchange-Traded Funds (ETFs) und ernannte Amy Oldenburg zur Leiterin der Strategie für digitale Vermögenswerte.

Die Trust-Bank-Struktur würde auch mehr Krypto-Aktivitäten ins Haus holen. Morgan Stanley hatte zuvor eine Partnerschaft mit Zerohash geschlossen, um den Handel mit digitalen Vermögenswerten für E*Trade-Kunden zu ermöglichen. Eine staatlich zugelassene Tochtergesellschaft könnte die Verwahrung, den Handel und das Staking innerhalb eines regulierten Rahmens zentralisieren und so möglicherweise die Abhängigkeit von Drittanbietern verringern.

Der Antrag kommt inmitten eines umfassenderen institutionellen Wandels. Traditionelle Finanzunternehmen bemühen sich zunehmend um behördliche Genehmigungen, um digitale Vermögenswerte direkt zu verwalten, anstatt die Verwahrung an Krypto-native Unternehmen auszulagern. Befürworter argumentieren, dass eine Bundesaufsicht das Vertrauen der Anleger stärken und die Compliance-Praktiken standardisieren könnte. Dennoch ist die Genehmigung keineswegs automatisch. Der Überprüfungsprozess der OCC umfasst eine öffentliche Kommentierungsfrist, die bis zum 20. März 2026 läuft. Die Aufsichtsbehörden werden die Kapitalanforderungen, Risikokontrollen und Compliance-Systeme bewerten, bevor sie die Zulassung erteilen oder ablehnen. Im

Falle einer Genehmigung würde Morgan Stanley in einen wettbewerbsintensiven Markt eintreten, zu dem etablierte Verwahrstellen wie BNY Mellon und State Street gehören, die beide bereits institutionellen Kunden Dienstleistungen im Bereich digitale Vermögenswerte anbieten. Die Größe des Unternehmens und seine bestehenden Kundenbeziehungen könnten ihm einen Vorteil verschaffen, da immer mehr Vermögensverwalter ein reguliertes Engagement in Kryptomärkten anstreben.

Die Initiative spiegelt auch das wachsende Interesse an angrenzenden Dienstleistungen wie Bitcoin-besicherten Krediten und Renditeprodukten wider. Führungskräfte haben diese Angebote als natürliche Erweiterung der Roadmap des Unternehmens für digitale Vermögenswerte beschrieben, obwohl sie mit zusätzlichen regulatorischen und risikobezogenen Überlegungen verbunden sind.

Mehrere Berichte der letzten zwei Jahre weisen darauf hin, dass eine verstärkte Beteiligung institutioneller Anleger zu einer standardisierteren Aufsicht und operativen Sicherheitsvorkehrungen beitragen könnte. Gleichzeitig haben Bankengruppen Bedenken hinsichtlich des Wettbewerbsgleichgewichts geäußert und gefragt, ob neue Marktteilnehmer im Bereich der Krypto-Verwahrung denselben aufsichtsrechtlichen Auflagen unterliegen wie traditionelle Banken. Für Morgan Stanley signalisiert die Einreichung eine klare Absicht: Digitale Vermögenswerte sind nicht länger ein Nebenexperiment. Sie rücken immer näher an den Kern der regulierten Maschinerie der Wall Street – einen Antrag nach dem anderen.

FAQ 🔎

  • Was hat Morgan Stanley beantragt? Morgan Stanley hat bei der OCC eine nationale Trust-Bank-Charta beantragt, um eine Tochtergesellschaft für die Verwahrung digitaler Vermögenswerte zu gründen.
  • Welche Dienstleistungen könnte die neue Treuhandbank anbieten? Sie könnte unter Bundesaufsicht Krypto-Verwahrung, Token-Transfers, Handelsunterstützung und Staking anbieten.
  • Wann wurde der Antrag gestellt? Der Antrag wurde am 18. Februar 2026 eingereicht, die Frist für öffentliche Stellungnahmen endet am 20. März 2026.
  • Warum ist dies für die US-Kryptomärkte von Bedeutung? Es spiegelt eine breitere institutionelle Bestrebung wider, Dienstleistungen im Bereich digitaler Vermögenswerte in regulierte Bankstrukturen zu integrieren.
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