Der kürzliche Anspruch eines 51%-Angriffs auf Monero durch den Mining-Pool Qubic hat Bedenken hinsichtlich der Netzwerksicherheit ausgelöst. Obwohl der Anspruch eines anhaltenden Angriffs weitgehend widerlegt wurde, hat er eine Schwachstelle aufgezeigt, die mit üblicher Mining-Hardware ausgenutzt werden kann.
Moneros Schwachstelle aufgedeckt: Experte sagt, das Netzwerk sei weiterhin verwundbar

Qubics 51%-Angriff-Anspruch auf Monero entfacht Sicherheitsdebatte
Der kürzliche Anspruch des Mining-Pools Qubic eines 51%-Angriffs auf Monero ließ Verfechter der Privatsphäre und Blockchain-Befürworter beunruhigt zurück und warf Fragen über die Sicherheitsmechanismen auf, die Blockchain-Protokolle schützen. Während die Gemeinschaft den Anspruch eines anhaltenden Angriffs weitgehend widerlegt hat, hat der Vorfall eine seit langem bestehende Schwachstelle in Monero hervorgehoben, die eine entschlossene Entität mit allgemeiner Hardware ausnutzen kann.
Laut Joel Valenzuela, einem Kernmitglied der Dash dezentralen autonomen Organisation (DAO), kann ein Angreifer günstig Netzstörungen verursachen, indem er Standard-Mining-Hardware verwendet. Obwohl die Kontroverse inzwischen abgeklungen ist, warnt Valenzuela, dass das Monero-Netzwerk weiterhin anfällig bleibt.
“Um es offen zu sagen, ist das Problem zur Zeit nicht gelöst oder angesprochen,” warnte Valenzuela. “Die Blockchain-Reorganisationen haben sich verlangsamt oder waren intermittierend, aber die Möglichkeit, dass Reorganisationen fortgesetzt oder verstärkt werden, ist weiterhin sehr präsent.”
Valenzuela stimmt anderen Beobachtern zu, dass Qubic in bestimmten Zeiträumen die Mehrheit der Blöcke gemined haben könnte. Dennoch teilt er Bitcoin.com News mit, dass er unsicher ist, ob Qubic dies über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten konnte, was einige dazu veranlasst hat, die Weisheit des Mining-Pools zu hinterfragen, mit einem unbestätigten Anspruch an die Öffentlichkeit zu gehen.
Motivationen hinter dem Angriff und die Dash-Alternative
In seinen schriftlichen Antworten spekuliert Valenzuela, dass Qubic an die Öffentlichkeit gegangen ist, um Aufmerksamkeit auf ihr relativ neues Kryptowährungsprojekt zu lenken. Er glaubt, dass, wenn dies Qubics Ziel war, es „überwältigend erfolgreich war.“ Er vermutet auch finanzielle Motive, wobei er darauf hinweist, dass Qubic anscheinend ungenutzte Rechenleistung wiederverwendet, um andere Kryptowährungen wie Monero zu minen, was einen wirtschaftlichen Anreiz für den Angriff bietet.
Auf Berichte reagierend, dass Dash Monero geholfen hatte, erklärte Valenzuela, dass, obwohl beide Ketten geschaffen wurden, um Mängel im Bitcoin-Netzwerk zu beheben, sie sich 2019 deutlich auseinander entwickelten. In jenem Jahr führte Dash Chainlocks ein, um gestakte Masternodes zu nutzen und 51%-Angriffe vollständig zu verhindern. Monero hingegen implementierte Randomx, was nicht nur zur Entfernung von ASICs führte, sondern das Mining auch zugänglicher machte. Valenzuela besteht darauf, dass dies Monero unsicherer machte und anfälliger für Angriffe wie denjenigen, der von Qubic initiiert wurde.
“Monero in eine technische Lösung ähnlich zu Dash’s ChainLocks zu integrieren, würde eine signifikante technische Überholung erfordern, würde jedoch verhindern, dass ein externer Akteur das Netzwerk angreift, ohne auch eine signifikante Anzahl von Moneros Münzvorrat zu besitzen,” erklärt Valenzuela.
Regulatorische Hürden und der Ruf nach Klarheit
Valenzuela adressierte auch die regulatorische Landschaft und erklärte, dass es die Verantwortung des Benutzers sei, sicherzustellen, dass Privatsphärenetzwerke auf eine konforme Weise genutzt werden. Er beklagte jedoch das langsame Tempo der Regulierer bei der Etablierung von Rahmenwerken, die seiner Meinung nach die Einführung behindern.
“Um es offen zu sagen, ich glaube nicht, dass regulatorische Begründungen für das langsame Vorgehen bei Kryptowährungen aus dem Blickwinkel des Verbraucherschutzes gültig sind,” sagte er.
Valenzuela argumentiert, dass anstatt mehr Hürden aufzubauen, politische Entscheidungsträger die Nutzung von Kryptowährungen entkriminalisieren sollten, indem sie rechtliche Klarheit bieten. Er zitierte den kürzlich verabschiedeten Clarity Act in den USA als Beispiel dafür, wie andere Gerichtsbarkeiten ein klares rechtliches Rahmenwerk bieten sollten.




