Nachdem Bedenken wegen eines potenziellen 51%-Angriffs durch den Qubic-Mining-Pool aufkamen, gab Monero am 26. August bekannt, dass die Entwicklung seines Full-Chain Membership Proofs (FCMP) Upgrades schnell voranschreitet, mit einem bevorstehenden Testnet-Start.
Monero beschleunigt FCMP-Upgrade nach Qubic's Versuch eines 51%-Angriffs

Verbesserungen der Codebasis und Gegenmaßnahmen
Nach der jüngsten Kontroverse über einen angeblichen 51%-Angriff durch den Qubic-Mining-Pool bestätigte Monero am 26. Aug., dass die Entwicklung seiner Full-Chain Membership Proofs (FCMP) schnell voranschreitet, wobei das erste Testnet bald live gehen soll. Dieses Upgrade wird als bedeutender technischer Fortschritt angesehen, der dazu entworfen wurde, eine langjährige Schwachstelle im Datenschutzmodell von Monero zu beheben.

Ein wesentlicher Vorteil des Upgrades wird es Monero ermöglichen, Zero-Knowledge-Beweise zu generieren, die es Benutzern erlauben, die Gültigkeit einer Transaktion zu überprüfen, ohne Identitäten oder Transaktionsbeträge preiszugeben. Die neue Technologie wird auch die Zeit drastisch reduzieren, die XMR-Transaktionen mit mehreren Inputs benötigen, um kryptografische Beweise zu generieren, und der Prozess wird von über 5 Minuten auf nur eine Minute verkürzt.
Darüber hinaus haben Monero-Entwickler die Codebasis aufgeräumt, redundanten und doppelten Code entfernt, um sie schlanker, einfacher zu warten und weniger anfällig für Bugs zu machen. Laut einem aktuellen X Post von Monero Research Lab haben Entwickler auch Bugs behoben und das Foreign Function Interface (FFI) bereinigt, um die Kompatibilität zwischen verschiedenen Programmiersprachen zu verbessern und technische Schulden zu reduzieren.
Moneros Bestätigung, dass FCMP gut voranschreitet, scheint ein direkter Versuch zu sein, Unterstützer zu beruhigen und die Schwachstellen anzusprechen, die den Qubic-Mining-Pool zu einem 51%-Angriff motivierten. Monero nutzt Berichten zufolge Elemente von Dashs Technologie-Stack als Teil eines strategischen Schritts, um Qubic entgegenzuwirken.
Während es keinen Konsens darüber gibt, ob Qubic tatsächlich den Vorgang vollbracht hat, deuten Marktdaten darauf hin, dass die breitere Krypto-Community nie vollständig überzeugt war, dass der Mining-Pool tatsächlich über die Hälfte der Hashrate von Monero ausgemacht hat. Während der Anspruch zu einem kurzen Ausverkauf führte, bei dem XMR am 16. Aug. kurzzeitig auf knapp über $233 fiel, erholte sich die Privacy-Coin schnell und handelt seitdem über $250.
Die Diskussion über die Hybridlösung
Der Qubic 51%-Angriffsanspruch hat nicht nur eine Debatte in der Krypto-Community neu entfacht, sondern auch die Bedeutung von Transparenz und Verifikation innerhalb des Blockchain-Ökosystems unterstrichen. Joel Valenzuela, ein Dash DAO-Kernmitglied, beschrieb den Qubic-Versuch als ein „faszinierendes Experiment“, das ein Grund zur Besorgnis für ASIC-beständige Ketten sein sollte.
„Qubic hat nur gezeigt, was möglich ist. Viel besser finanzierte und entschlossenere Akteure könnten weit mehr Chaos verursachen. Dies könnte der Beginn einer Bedrohung auf Aussterbeebene für Proof-of-Work sein. Es ist ein ‚evolve or die‘ Moment,“ erklärte Valenzuela.
Das Dash DAO-Kernmitglied glaubt jedoch auch, dass die Kontroverse ein bisher beispielloses Maß an Innovation in Proof-of-Work (PoW)-Netzwerken anstoßen könnte. Dennoch hat der Anspruch einmal mehr die Idee einer hybriden Konsensuslösung für Monero in den Vordergrund gerückt, eine Idee, die Berichten zufolge vom Schlüsselentwickler Luke Parker unterstützt wird.

Valenzuela bemerkte auch, dass Zano, welches ein Datenschutzprotokoll ähnlich dem von Monero verwendet, bereits eine solche Hybridlösung hat. Jedoch, während einige in der Monero-Community jetzt der Idee gegenüber aufgeschlossener sind, glaubt Valenzuela, dass die Community „wahrscheinlich in dieser Frage 50/50 gespalten ist.“




