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Milliardär-Investor Stanley Druckenmiller: 'Uns steht eine Abrechnung bevor'

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Stanley Druckenmiller hat vor den schädlichen Auswirkungen des Haushaltsdefizits und dem Wachstum der US-Staatsverschuldung gewarnt. Der Investor erklärte, dass das Land vor einer Abrechnung steht, das Timing jedoch aufgrund mehrerer Faktoren schwierig sei.

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Milliardär-Investor Stanley Druckenmiller: 'Uns steht eine Abrechnung bevor'

Stanley Druckenmiller über die US-Schulden: ‘Wir haben eine Abrechnung’

Die US-Schuldenlage, die mittlerweile die 35-Billionen-Dollar-Marke überschritten hat, beginnt prominente Persönlichkeiten der Finanzwelt zu beunruhigen, die die Schwere der Situation anerkennen. Stanley Druckenmiller, bekannt für seine Leistungen bei Duquesne Capital, wo er Millionen für seine Investoren verdient hat, hat kürzlich vor den Gefahren des Haushaltsdefizits und der Größe der US-Schulden gewarnt.

In einem Interview mit Nicolai Tangen, CEO von Norges Bank Investment Management, erklärte Druckenmiller, dass er als Amerikaner von diesem Thema besessen sei, da das Verhältnis von Schulden zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) nicht ewig steigen könne. In diesem Sinne bemerkte Druckenmiller:

Für mich haben wir eine Abrechnung, aber ich weiß nicht, wann das stattfinden wird.

Der Leiter des Duquesne Family Office erklärte, dass der Status des US-Dollars als weltweite Reservewährung dem Land geholfen hat, diese Situation zu bewältigen, da es ihm ermöglichte, nicht “weniger Vertrauen” von seinen Gläubigern zu bekommen. Druckenmiller erkannte jedoch an, dass dieser Fall nicht nachhaltig sei, dass jedoch aufgrund mehrerer post-COVID-Bedingungen diese Krise auf 2025 oder 2026 verschoben wurde.

“Wenn wir ein Problem haben werden, dann wahrscheinlich eher Ende 25 oder Anfang 26, aber man weiß es einfach nicht”, schätzte Druckenmiller ein. Druckenmiller erklärte, dass diese Krise möglicherweise durch eine fehlgeschlagene Auktion oder durch einen inflationären Ausbruch verursacht werden könnte, der durch die jüngsten frühen Zinssenkungen der Federal Reserve ausgelöst wurde. “Ehrlich gesagt könnte es 6 Monate oder 6 Jahre dauern, ich weiß es einfach nicht”, schloss er.

Letzten Monat berichtete Druckenmiller, dass er in einer Short-Position auf Anleihen involviert sei, da er darauf wettete, dass die Fed das Timing des Marktes falsch einschätzen und die Zinssätze erneut anheben müsse. Er hat die auf vorwärtsorientierter Steuerung basierende Herangehensweise der Fed kritisiert, die dazu führen könnte, dass die Institution ihre Reaktion auf einen inflationären Ausbruch verzögert.

Weiterlesen: Stanley Druckenmillers ‘Big Short’-Schachzug: Wetten auf zukünftige Katastrophe

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