Die neue Studie zeigt, dass menschliches Versagen und nicht Hackerangriffe die größte Gefahr für Krypto-Vermögen darstellt: 35 % der Besitzer verloren den Zugriff auf ihre Wallets oder Konten. Vergessene Passwörter, verlorene Seed-Phrasen und fehlgeschlagene Zwei-Faktor-Authentifizierung waren die Hauptursachen, während Plattforminsolvenzen die Verluste noch verstärkten.
Menschliches Versagen, nicht Hacking, wird als Hauptursache für den Verlust des Zugriffs auf Kryptowährungen genannt

Die Hauptursachen für Vermögensverluste
Eine neue Studie von Oobit hat eine ernüchternde Realität für den Bereich der digitalen Vermögenswerte aufgezeigt: Mehr als ein Drittel der Kryptowährungsinhaber, nämlich 35 %, haben irgendwann einmal den Zugriff auf eine Wallet oder ein Konto verloren. Die Daten deuten darauf hin, dass die größte Bedrohung für Krypto-Vermögen nicht ausgeklügelte Hackerangriffe sind, sondern einfache menschliche Fehler.
Vergessene Passwörter oder fehlgeschlagene Anmeldeversuche wurden von 33 % der 1.000 in den USA ansässigen Krypto-Besitzer genannt, die an der Studie teilnahmen, gefolgt von 21 %, die ihre Seed-Phrasen verloren hatten, und 20 %, die den Zugang zur Zwei-Faktor-Authentifizierung verloren hatten. Abgesehen von menschlichen Fehlern machten externe Faktoren wie Plattforminsolvenzen 16 % der Zugriffsverluste aus. Amram Adar, CEO von Oobit, merkte an, dass der größte Fehler, den Menschen machen, nicht darin besteht, die falsche Wallet zu wählen, sondern anzunehmen, dass sie sich daran erinnern werden, wie sie wieder Zugriff erhalten. „Ein paar Minuten Vorbereitung heute können den Unterschied ausmachen zwischen der Wiedererlangung Ihrer Vermögenswerte und deren dauerhaftem Verlust“, sagte Adar. Die finanziellen Auswirkungen dieser Vorfälle sind gravierend. Mehr als jeder zehnte Nutzer, der den Zugriff verlor, gab an, bei einem einzigen Vorfall mehr als 5.000 US-Dollar verloren zu haben, wobei bei den Betroffenen im Median 30 % ihres gesamten Krypto-Vermögens verschwanden. Die Studie zeichnet ein düsteres Bild der Wiederherstellungsbemühungen: Während 47 % der Nutzer ihre Gelder schließlich zurückerhalten konnten, sahen fast ein Drittel (31 %) ihre Vermögenswerte nie wieder, und 7 % versuchen immer noch, den Zugriff wiederzuerlangen.
Darüber hinaus deckten die Ergebnisse eine erhebliche Wissenslücke auf, da 30 % derjenigen, die dauerhafte Verluste erlitten, erst dann realisierten, dass ein solcher Verlust dauerhaft sein könnte, als er bereits eingetreten war. Über den finanziellen Schaden hinaus ist die emotionale Belastung tiefgreifend. Fast die Hälfte der Befragten gab an, erheblichen Stress oder Angst zu empfinden, während 42 % Wut gegenüber der von ihnen gewählten Plattform äußerten. Diese negativen Erfahrungen führen zu anhaltender Skepsis: 36 % der Befragten gaben an, weniger Vertrauen in das Krypto-Ökosystem zu haben, und 34 % empfanden Verlegenheit oder Scham. Angst prägt den Markt derzeit aktiv, da 60 % der Inhaber zugeben, dass diese Angst ihr Verhalten verändert hat – von geringeren Investitionen bis hin zum vollständigen Verzicht auf den Sektor. Tatsächlich haben 12 % der Inhaber aufgrund dieser spezifischen Angst die Nutzung von Kryptowährungen ganz eingestellt.
Die generationsbedingte Kluft bei der Erholung
Die Studie ergab, dass 49 % der Zugriffsverluste in selbstverwalteten Wallets auftraten, 36 % an Börsen und 10 % beide betrafen. Es gibt auch eine deutliche Generationskluft hinsichtlich des Umgangs mit diesen Verlusten. Inhaber der Generation X geben mit 44 % gegenüber 25 % deutlich häufiger an, ihre Vermögenswerte niemals wiederzuerlangen, und neigen eher dazu, Kryptowährungen nach einem Zugriffsverlust ganz aufzugeben. Umgekehrt ist die Generation Z bei der Wiederherstellung am proaktivsten: 33 % sind bereit, Geld für Wiederherstellungsdienste auszugeben, während die Zahlen bei den älteren Generationen deutlich niedriger liegen.

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Auf die Frage, was das Vertrauen wiederherstellen würde, verwiesen die Verbraucher überwiegend auf die Notwendigkeit klarer, zuverlässiger Wiederherstellungsoptionen und besserer Sicherheitsvorkehrungen. Da die Branche reift, deutet die Oobit-Studie darauf hin, dass die nächste Wachstumswelle weniger von massiven Renditen abhängen könnte, sondern vielmehr von der Bereitstellung zuverlässiger Sicherheitsfunktionen, die traditionelle Bankkunden als selbstverständlich ansehen.
Um diesen Risiken entgegenzuwirken, empfiehlt Oobit den Inhabern, ihre Wallet-Wiederherstellungsprozesse zu testen, ihre Bestände auf verschiedene Wallet-Typen zu verteilen, Passwortmanager zu verwenden und sicherzustellen, dass sie über physische Backups ihrer Seed-Phrasen und 2FA-Zugangscodes verfügen.
FAQ ❓
- Was ist heute das größte Risiko bei Kryptowährungen? Menschliches Versagen, nicht Hacking – 35 % der Besitzer verlieren den Zugriff.
- Wie viel Geld kann verloren gehen? Mehr als jeder zehnte Amerikaner hat bei einer einzigen Sperrung mehr als 5.000 Dollar verloren.
- Warum ist die Wiederherstellung hier so wichtig? Fast die Hälfte der Nutzer erhält ihre Gelder nie zurück, was das Misstrauen gegenüber Börsen und Wallets schürt.
- Wie reagieren jüngere Anleger? Die Generation Z ist am proaktivsten: 33 % zahlen für Wiederherstellungsdienste, verglichen mit älteren Generationen.




