Die Tochter eines prominenten Kryptowährungsexekutivs entkam am Dienstagmorgen in der Pariser Innenstadt nur knapp einem versuchten Kidnapping durch maskierte Angreifer. Die Polizei bringt den Vorfall mit organisierter Kriminalität in Verbindung.
Maskierte Männer zielen auf Krypto-Erbin bei dreistem Entführungsversuch in Paris ab

Pariser Anti-Gang-Einheit untersucht Entführungsversuch bei Tageslicht mit Verbindung zur Kryptoindustrie.
Die 34-jährige Frau, deren Vater eine bedeutende Kryptowährungsbörse leitet, wurde gegen 8:20 Uhr in der Rue Pache im 11. Arrondissement ins Visier genommen. Drei maskierte Männer versuchten, sie in einen mit dem Logo des Lieferdienstes Chronopost gekennzeichneten Lieferwagen zu zwingen, während sie mit ihrem zweijährigen Kind unterwegs war, so die Pariser Behörden. Die Le-Parisien-Reporter Denis Courtine, Benjamin Derveaux und Cindy Bonnaud berichteten zuerst über den Vorfall.
Der Vater des Kindes griff während des Angriffs ein und erlitt Verletzungen, als er sich den Angreifern entgegenstellte. Zeugen berichteten, die Schreie des Opfers gehört zu haben, während die Verdächtigen den Mann schlugen und versuchten, die Frau in das Fahrzeug zu ziehen. Laut dem Bericht berichtete ein Passant Le Parisien, dass die Angreifer scheinbar eine Handfeuerwaffe fallen ließen, bevor sie flohen; Ermittler klären, ob die Waffe funktionsfähig war.
Erschütterte Passanten beobachteten, wie die Verdächtigen in den Laderaum des Lieferwagens zurückkehrten und davonfuhren. Die Polizei fand das verlassene Fahrzeug später im selben Bezirk. Das Kind blieb unverletzt, obwohl die Behörden nicht erläutert haben, wie es einer Entführung entkommen konnte. Die Staatsanwaltschaft von Paris hat den Fall der Antigang-Brigade zugewiesen, die auf organisierte Kriminalität spezialisiert ist. Während das Motiv unklar bleibt, haben die familiären Verbindungen des Opfers zum Kryptowährungssektor Aufmerksamkeit erregt.
In den letzten Jahren hat Frankreich einen beunruhigenden Anstieg gewaltsamer Entführungen erlebt, die sich an Kryptowährungsinvestoren und deren Angehörige richteten. Organisierte Verbrechergruppen haben Opfer entführt, häufig Lösegeld in Millionenhöhe erpresst — gefordert in digitaler Währung — und dabei brutale Taktiken angewandt, einschließlich Fingeramputationen, um verzweifelte Familien zu zwingen. Französische Behörden überprüfen Überwachungsmaterial und Zeugenaussagen, um die Verdächtigen zu identifizieren. Bisher wurden keine Festnahmen vorgenommen.




