Der Vorschlag der EZB beinhaltet die Schaffung neuer, standardisierter Sparprodukte, die einen Teil der Ersparnisse der Sparer an die EU-Kapitalmärkte lenken würden. Um Sparer anzulocken, würden diese Produkte steuerliche Anreize nutzen und in allen europäischen Ländern angeboten.
Marxismus? EZB-Volkswirte schlagen vor, Einzelhandelsersparnisse in die Kapitalmärkte zu lenken

EZB-Vorschlag, Ersparnisse in Kapitalmärkte zu lenken, wird als marxistisch bezeichnet
Ein Blogpost, der einen Vorschlag von Ökonomen der Europäischen Zentralbank (EZB) enthüllt, einen neuen Sparstandard der Europäischen Union (EU) mit heimischen Kapitalmärkten zu entwickeln, wurde in den sozialen Medien als marxistisch bezeichnet.
EZB-Ökonomen Elena Banu, Johanne Evrard, Daniel Jonas Schmidt und Michael Wedow erklären, dass “es jetzt dringend erforderlich ist, Einzelhandelsersparnisse in europäische Kapitalmärkte zu lenken, um diese Märkte zu entwickeln und EU-Prioritäten zu finanzieren.” Zu diesem Zweck schlagen sie vor, einen neuen EU-Sparstandard zu entwickeln, bei dem Produkte, einschließlich Konten, Kennzeichnungen und Produkte, als “Spar- und Investitions”instrumente klassifiziert würden.
Ziel dieser neuen Entwicklung ist es, die europäischen Kapitalmärkte zu beleben, da die Produkte Investitionen in Sektoren wie Finanzen, Industrie, Informationstechnologie und Gesundheitswesen, unter anderem, anvisieren werden.
Steuerliche Anreize und die Annahme dieses Standards in ganz Europa würden helfen, diese Initiative voranzubringen. Der Vorschlag schließt mit der Aussage, dass sowohl Sparer als auch Unternehmen davon profitieren könnten, “indem ein Teil der bestehenden Liquidität auf den produktiveren Teil der Wirtschaft geleitet wird.”
Nichtsdestotrotz stieß der Vorschlag in den sozialen Medien auf heftige Kritik, wobei einige ihn als beinahe kommunistisch bezeichneten.
Daniel Batten, Mitglied des Beirats von Marathon, verglich dies mit dem Erlass des Gold Reserve Act von 1934. Er erklärte:
Vor 100 Jahren zwang die US-Regierung Privatpersonen, ihr Gold zu einem niedrigen Kurs einzulösen, sodass dies nicht ohne Präzedenzfall ist.
Nic Carter, CEO und Gründer von Coinbureau, kritisierte ebenfalls die Sichtweise der Ökonomen zu diesem Thema. “Nichts spricht mehr für Freiheit, als dass zentrale Planer entscheiden, wohin Ihr Geld gehen soll. Lassen Sie mich raten, nächster Schritt: programmierbare digitale Euro, die ablaufen, wenn die Leute keine strategischen Prioritäten unterstützen?” stresste er.
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