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Makroökonomie-Experte prognostiziert harte Landung für die US-Wirtschaft

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Trotz jüngster positiver wirtschaftlicher Indikatoren prognostiziert Investor und Makroökonomie-Experte George Gammon eine harte Landung für die US-Wirtschaft. In einem Interview mit Michelle Makori von Kitco News wies Gammon auf mehrere Warnzeichen im Bankensektor und der breiteren Finanzlandschaft hin.

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Makroökonomie-Experte prognostiziert harte Landung für die US-Wirtschaft

Banken sehen wirtschaftliche Sturmwolken am Horizont: George Gammons Warnung

Gammon erklärt, dass, obwohl das BIP-Wachstum und die Inflationsraten günstig erscheinen, die Aktionen der Banken auf zugrunde liegende Probleme hindeuten. Er merkt an, dass die Banken nicht wie erwartet Kredite vergeben, sondern stattdessen langfristige Schatzanweisungen kaufen. Während seines letzten Interviews sagte Gammon zu Makori:

Der Grund, warum sie nicht verleihen, ist, dass das Risiko-Rendite-Verhältnis keinen Sinn ergibt, denn wenn sie auf die reale Wirtschaft schauen, sehen sie Sturmwolken.

Dieses Verhalten deutet auf eine hohe Risikoaversion hin, da die Banken wirtschaftliche Turbulenzen erwarten. Gammon hebt die invertierte Zinskurve hervor, einen zuverlässigen Rezessionsindikator, die nun seit mehr als zwei Jahren invertiert ist. Er glaubt, dass die aktuellen Strategien des Bankensektors erhebliche Bedenken hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Stabilität widerspiegeln.

Weiter ausführend weist Gammon auf die beträchtlichen nicht realisierten Verluste hin, mit denen die Banken konfrontiert sind, vergleichbar mit den Niveaus während der Großen Depression. Er argumentiert, dass das systemische Risiko im Bankensystem seit der globalen Finanzkrise aufgrund umfangreicherer Finanzinstrumente und der Verflechtung unter globalen Banken nur zugenommen hat.

Laut Gammon machen diese Faktoren es für die Federal Reserve schwierig, eine sanfte Landung zu erreichen, was ihr in der Vergangenheit nie erfolgreich gelungen ist. Gammon erklärte:

Bis zurück ins Jahr 1950, Michelle, haben sie es nie [geschafft, eine sanfte Landung zu erreichen], nicht einmal.

Gammon hob auch hervor, dass seit 2022 die Geldmengen M1 und M2 in den USA einen signifikanten Rückgang verzeichnet haben. „Das letzte Mal, als das mit der Geldmenge M2 passierte, befanden wir uns in der großen Depression der 1930er Jahre“, bemerkte der Makroökonomie-Experte.

Zusammenfassend betont Gammon, dass trotz der Bemühungen der Federal Reserve die Wahrscheinlichkeit einer harten wirtschaftlichen Landung hoch bleibt. Er rät, die Aktionen der Banken und den Anleihemarkt als Indikatoren für zukünftige wirtschaftliche Bedingungen zu beachten, anstatt sich ausschließlich auf optimistische BIP- und Inflationszahlen zu verlassen.

Was denken Sie über Gammons Warnung? Teilen Sie Ihre Gedanken und Meinungen zu diesem Thema im Kommentarbereich unten.


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