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Latam Insights Encore: Venezuela kann zu Lateinamerikas Krypto-Oase werden

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Willkommen zu Latam Insights Encore, einem tiefen Einblick in die relevantesten Wirtschafts- und Kryptowährungsnachrichten aus Lateinamerika der letzten Woche. In dieser Ausgabe untersuchen wir die Möglichkeit, dass Venezuela der führende Kryptowährungsmarkt in Latam wird, und die Schlüsselfaktoren, die es daran hindern, sein Potenzial zu verwirklichen.

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Latam Insights Encore: Venezuela kann zu Lateinamerikas Krypto-Oase werden

Latam Insights Encore: Venezuela hat das Potenzial, sich als regionale Krypto-Hochburg zu entwickeln

Venezuela, eines der Länder mit dem höchsten Grad an Kryptowährungsadoption, kann zu einer echten Hochburg für Krypto-Mining und Kryptowährungshandel werden. Der neueste Chainalysis-Bericht zeigt, dass Venezuela, trotz all der Probleme, denen das Land gegenübersteht, zur viertgrößten Krypto-Wirtschaft in der Region geworden ist und Länder wie Kolumbien und Chile überholt hat.

Zwischen Juli 2023 und Juni 2024 erhielt die venezolanische Wirtschaft fast 50 Milliarden Dollar in Kryptowert. Dies macht Venezuela zu einem Hotspot für Krypto-Aktivitäten, da die Venezolaner häufig Stablecoins verwenden, um nicht von der kontinuierlichen Währungsabwertung betroffen zu sein.

Chainalysis enthüllte außerdem einen beeindruckenden Meilenstein für den venezolanischen Krypto-Markt und zeigte, dass er im Jahresvergleich um 110 % gewachsen ist. Das bedeutet, dass Venezolaner ihre Krypto-Nutzung intensiviert haben, um weiterhin ihre Währungsabwertungsprobleme zu umgehen.

Zynisch könnte der Beobachter eine umgekehrte Beziehung zwischen Venezuelas wirtschaftlichen Problemen und seinem Niveau der Kryptowährungsadoption herstellen. Nichtsdestotrotz beeinflussen diese wirtschaftlichen Nöte Krypto-Aktivitäten, einschließlich des Minings und des Betriebs lokaler Krypto-Börsen in einer manchmal unsicheren Umgebung.

Venezuela hat einen der ersten regulatorischen Rahmen für Kryptowährungen in Latam erlassen, der Handels- und Mining-Aktivitäten berücksichtigt. Allerdings haben Umstände die Einhaltung dieser Gesetze durch die Regierung beeinträchtigt. Im Mai gingen venezolanische Behörden landesweit gegen Mining-Aktivitäten vor, wobei das Nationale Energieministerium angab, gehandelt zu haben, um die hohe Nachfrage zu reduzieren, die Stromausfälle und Störungen im nationalen Stromnetz verursachte.

In gleicher Weise führte ein 20 Milliarden Dollar Kryptowährungs-Korruptionsskandal mit Sunacrip, der nationalen Krypto-Aufsichtsbehörde, und PDVSA, dem staatlichen Ölunternehmen, zu einem Kreuzzug, der die Operationen lokaler Börsen beeinträchtigte. Diese Maßnahmen erschweren es großen internationalen krypto-gebundenen Unternehmen, im Land zu investieren, das über ein großes Potenzial an Wasserkraft und niedrigen Strompreisen verfügt.

Auch die politischen Turbulenzen, die das Land aufgrund der Behauptungen von Oppositionsführern über die angebliche Niederlage von Präsident Nicolas Maduro bei der letzten Präsidentschaftswahl erlebt, sind besorgniserregend. Dies könnte die Sanktionspolitik verschärfen, die die westliche Welt seit Mitte der 2010er Jahre gegen Venezuela angewandt hat.

Wenn diese Probleme gelöst werden, könnte Venezuela zu einer Kryptowährungs-Hochburg in der Region werden, unterstützt durch den Zustrom großer Mining- und Handelsunternehmen, die diesen neuen Markt besetzen wollen.

Was halten Sie von den Wachstumsmöglichkeiten für Kryptowährungen in Venezuela? Teilen Sie uns Ihre Meinung im Kommentarbereich mit.