Willkommen bei Latam Insights, einer Zusammenstellung der wichtigsten Krypto-Nachrichten aus Lateinamerika der vergangenen Woche. In dieser Ausgabe wurde im brasilianischen Kongress ein Gesetzentwurf zur strategischen Bitcoin-Reserve eingebracht, Brasilien bereitet sich auf die Besteuerung von Stablecoins vor und Argentiniens Statistikchef tritt zurück.
Latam Insights: Brasiliens Gesetzentwurf über eine strategische Reserve von 1 Million Bitcoin vorgelegt, Besteuerung von Stablecoins ebenfalls in Arbeit

Gesetzentwurf zur strategischen Bitcoin-Reserve, der Brasilien den Erwerb von bis zu 1 Million BTC ermöglicht, erneut im Kongress eingebracht
Brasilien bereitet sich darauf vor, eines der Bitcoin-freundlichsten Länder aller Zeiten zu werden.
Ein Gesetzentwurf, der den Umfang eines früheren Dokuments, in dem die Schaffung einer nationalen strategischen Bitcoin-Reserve vorgeschlagen wurde, erheblich erweitert, wurde als Ersatz im Kongress eingebracht, wodurch die Neufassung eines bereits eingebrachten Entwurfs ermöglicht wird.
Das neue Dokument legt fest, dass RESbit, die sogenannte „Strategische Souveräne Bitcoin-Reserve“, nun den „geplanten und schrittweisen Erwerb von Bitcoins als strategische Reservewerte der Union vorsieht, um über einen Zeitraum von 5 (fünf) Jahren mindestens 1.000.000 BTC (eine Million Bitcoins) anzusammeln“.
Brasilien schlägt 3,5 % Steuer auf Stablecoin-Käufe und Überweisungen vor
Die brasilianische Kryptoindustrie steht aufgrund einer neuen Steuermaßnahme, die in den nächsten Tagen vorgestellt werden soll, vor einem Wandel.
Laut Valor Econômico bereitet sich die brasilianische Regierung darauf vor, eine von vielen als Grauzone angesehene Lücke zu schließen, indem sie Stablecoins als steuerpflichtige digitale Vermögenswerte (IOF) einstuft. Der Vorschlag wird von der Bundessteuerbehörde (Receita Federal) kommen, die festlegen wird, dass sowohl Stablecoin-Käufe als auch Überweisungen mit 3,5 % besteuert werden.
Privatpersonen sind jedoch von der Zahlung dieses Prozentsatzes befreit, wenn sie monatlich nicht mehr als 10.000 brasilianische Reais (fast 1.910 US-Dollar) umsetzen. Unternehmen, die Stablecoins nutzen, kommen nicht in den Genuss dieser Vergünstigung.
Argentiniens Inflationswunder im Rampenlicht, während Statistikchef zurücktritt
Argentiniens Inflationswunder steht im Rampenlicht, da eine neue Methode zur Berechnung der Inflation Mileis wirtschaftliche Maßnahmen in einem weniger günstigen Licht erscheinen lassen könnte.
Der Rücktritt von Marco Lavagna, dem Leiter der nationalen Statistikbehörde Indec, hat die Wirtschaftsberichte Argentiniens in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, da der Beamte sein Amt niederlegte, nachdem die Regierung Milei die Einführung einer neuen Methode zur Berechnung der Inflationszahlen verzögert hatte.
Das argentinische Beratungsunternehmen Exquanti erklärte, dies komme einer „Datenmanipulation” gleich. „Lavagna hat Milei und Caputo zwei Jahre lang geholfen, indem er die Änderung verzögerte, und dafür den Preis gezahlt, sich selbst und das Institut zu diskreditieren. Er konnte dies nicht weiter tun, ohne seine Stellung in der seriösen Welt der Statistik zu gefährden”, urteilte das Unternehmen.
FAQ
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Welcher wichtige Gesetzentwurf wurde in Brasilien in Bezug auf Bitcoin eingebracht? Der
brasilianische Kongress hat erneut einen Gesetzentwurf zur Schaffung einer „strategischen souveränen Bitcoin-Reserve” eingebracht, mit dem Ziel, in den nächsten fünf Jahren 1 Million BTC zu erwerben. -
Welche neue Steuermaßnahme schlägt Brasilien für Stablecoins vor?
Die brasilianische Regierung plant, eine Steuer von 3,5 % auf Stablecoin-Käufe und -Überweisungen zu erheben, wobei Transaktionen von Privatpersonen unter 10.000 brasilianischen Reais davon ausgenommen sind. -
Welche Auswirkungen hatte der Rücktritt des argentinischen Statistikchefs auf die Wirtschaft? Der Rücktritt
von Marco Lavagna weckte Bedenken hinsichtlich der Inflationsberechnungen Argentiniens und löste Vorwürfe der „Datenmanipulation” gegen die Regierung Milei aus.




