Willkommen bei Latam Insights, einer Zusammenstellung der relevantesten Krypto-Nachrichten aus Lateinamerika der letzten Woche. In der dieswöchigen Ausgabe spricht sich die Zentralbank von Brasilien gegen eine Bitcoin-Reserve-Strategie aus, die Wertpapieraufsichtsbehörde Argentiniens führt ein neues Tokenisierungsregime ein, und Buenos Aires akzeptiert Krypto-Zahlungen.
Latam Einblicke: Brasilien lehnt Bitcoin-Reserve ab, Argentinien umarmt Tokenisierung

Zentralbank von Brasilien lehnt strategische Bitcoin-Reserve-Implementierung ab
Die Zentralbank von Brasilien bezog eine kritische Haltung zur möglichen Genehmigung einer strategischen Bitcoin-Reserve-Initiative. Während einer öffentlichen parlamentarischen Anhörung in dieser Woche, bei der verschiedene Regierungsakteure die Vor- und Nachteile der Verabschiedung des Gesetzentwurfs 4501/2024 – der es der Zentralbank erlauben würde, bis zu 5 % ihrer Fremdwährungsreserven in Bitcoin zu kaufen – diskutierten, sagte ein Vertreter der Bank, dass Bitcoin die Voraussetzungen zur Reserve-Asset zu werden, nicht erfüllt.
Luís Guilherme Siciliano, Leiter der Abteilung für internationale Reserven bei der Zentralbank von Brasilien, bemerkte, dass die Gesetzgebung der Zentralbank die Nutzung von Bitcoin als Reservevermögenswert nicht vorsieht. Bei der Anhörung erklärte er:
Der IWF klassifiziert Bitcoin als nicht finanziellen, nicht produzierten Vermögenswert, ähnlich wie Land- und Mineralressourcen. Dies bedeutet, dass Bitcoin als Kapitalinstrument behandelt wird, nicht als Finanzinstrument oder Reservevermögenswert.
Darüber hinaus hob er hervor, dass Bitcoin als Reservevermögenswert immer noch eine Seltenheit darstellt und nur 3 % der Zentralbanken ähnliche Schritte in Betracht ziehen.
Argentinien führt Wertpapiertokenisierung unter regulatorischem Sandbox ein
Mehrere Länder eilen, digitale Vermögenswerte in ihre Finanzsysteme zu integrieren, um Operationen für ihre Nutzer zu modernisieren und zu vereinfachen. Am Mittwoch verabschiedete die Wertpapieraufsichtsbehörde Argentiniens, die CNV, eine neue Resolution, die ein neues Kapitel in der Implementierung dezentraler Technologie im Wertpapierhandel eröffnet.
Die Allgemeine Resolution 1081 legt fest, dass nationale und ausländische Aktien, neben anderen Wertpapieren wie Finanztreuhandfonds und Aktien in geschlossenen Investmentfonds, nun mit dezentralen Technologien als Token ausgegeben werden können, gemäß dem im April zur öffentlichen Diskussion gestellten Rahmen.
Laut dem neuen Regelwerk können diese Vermögenswerte jetzt auf dezentralen Plattformen wie Blockchain ausgegeben, abgewickelt und gehandelt werden und erhalten gesetzliche Anerkennung von öffentlichen und privaten Institutionen.
Buenos Aires öffnet sich für Krypto-Zahlungen
Die Krypto-Adoption schreitet nun auch auf kommunaler Ebene voran, wobei Städte eine krypto-freundliche Haltung einnehmen. Die Stadt Buenos Aires kündigte kürzlich eine Reihe von Maßnahmen an, um ein weltweit führender Standort für Kryptowährungsadoption zu werden, angesichts der hohen Anzahl an Krypto-affinen Einwohnern.
Nach Angaben der Stadt erhalten mehr als 10.000 Einwohner Zahlungen in Kryptowährung, was ein hohes Maß an Adoption dieser Technologien demonstriert. BA Crypto, wie das neue Programm genannt wird, wird es erlauben, kommunale Steuern, einschließlich Wohnungs- und Genehmigungsgebühren, sowie Führerscheine und Verkehrsbußgelder in Krypto zu bezahlen.
Die neue Zahlungsplattform umfasst bereits ein QR-basiertes Zahlungssystem, das einigen lokalen Wallets den Zugang zum System der Stadt ermöglicht. In Zukunft wird die Regierung einen universellen Zahlungskern implementieren, der Zahlungen von jeder Krypto-Wallet aus ermöglicht.
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