Der von der G7 vereinbarte Deal, der ein russisches vermögensbesichertes Darlehen in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar zur Unterstützung des ukrainischen Kriegseinsatzes genehmigt, hat das Potenzial, das westliche Finanzsystem zu destabilisieren. Kritiker sagen, die USA und andere Länder könnten mit Konsequenzen rechnen, einschließlich des Verlusts des Vertrauens einiger ihrer Verbündeten.
Kritiker: Vom G7 unterstütztes Darlehen über 50 Milliarden Dollar, gesichert durch russische Vermögenswerte, könnte die finanzielle Stabilität des Westens gefährden
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Russisches vermögensbesichertes Darlehen hat das Potenzial, das derzeitige westliche Finanzsystem zu verändern
Die jüngste Genehmigung eines Darlehens in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar durch die Gruppe der sieben (G7)-Länder, das durch die Erlöse aus der sogenannten Immobilisierung russischer Vermögenswerte zurückgezahlt wird, hat das Potenzial, die derzeitige Stellung des westlichen Finanzsystems zu beeinflussen. Der am 25. Oktober abgeschlossene Deal bestimmt, dass diese Auszahlungen Hilfe zur „Haushalts-, Militär- und Wiederaufbauhilfe der Ukraine“ umfassen werden.
Die USA werden im Rahmen dieses Pakets 20 Milliarden US-Dollar bereitstellen. Präsident Biden erklärte, dass die Ukraine nun endlich “die benötigte Hilfe ohne Belastung der Steuerzahler erhalten” könne. Diese Maßnahme und deren Legalität haben Experten dazu gebracht, über die möglichen Folgen des Einsatzes der Erlöse russischer Vermögenswerte für den Kriegseinsatz nachzudenken.
Sergio Rossi, Professor für Makroökonomie und Geldwirtschaft an der Universität Freiburg, kommentierte diese hypothetische Entwicklung im Februar und erklärte, er glaube nicht, dass dies rechtlich in westlichen Ländern machbar sei.
Darüber hinaus erklärte Rossi, dass dies den Ruf dieser Länder in Bezug auf die Verwahrung von Kapital aus anderen Nationen beeinträchtigen könnte. Er betonte, dass solche Maßnahmen “einige Reputationsrisiken auf internationaler Ebene hervorrufen könnten, da diese Länder möglicherweise als weniger vertrauenswürdig bei der Verwaltung ausländischen Finanzkapitals angesehen werden, das dadurch in naher Zukunft konfisziert werden könnte.”
Der stellvertretende Finanzminister Ivan Chebeskow äußerte sich ebenfalls zu dem Thema und betonte, dass dies tiefgreifende Konsequenzen für das internationale Finanzsystem und die Zukunft des US-Dollars als Weltwährung haben würde.
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Auch wenn dies ein Rückschritt gegenüber dem direkten Einsatz der beschlagnahmten Vermögenswerte für Kriegsziele ist, hat Präsident Putin diese Maßnahmen als „Diebstahl“ und „Trickserei“ bezeichnet und darauf hingewiesen, dass dieses Verhalten nicht ungestraft bleiben werde.
Die Meinung der Autoren: Geld aus russischen Erlösen zur Unterstützung des Krieges zu nehmen, ist ein klares Zeichen für den mangelnden öffentlichen Rückhalt zur Finanzierung der ukrainischen Seite. Die unscharfe Legalität des Themas deutet zusammen mit den Risiken, die es für die Stabilität des globalen Finanzsystems birgt, darauf hin, dass ein Bestreben besteht, der Ukraine zu helfen, den Konflikt zu beenden, der sich sonst noch über Jahre erstrecken könnte.




