Ein Berater des russischen Präsidenten hat erklärt, dass das Krypto-Mining ein wesentlicher Faktor für ungenaue Rubel-Wechselkursprognosen ist und es als “neues, unterbewertetes Exportgut” bezeichnet.
Kreml-Berater: Krypto-Mining ist ein 'verdeckter Export', der die Rubel-Prognosen verzerrt

Unterbewerteter Export und versteckte Währungsströme
Maxim Oreschkin, stellvertretender Stabschef des Präsidialamtes und wichtiger wirtschaftspolitischer Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, hat erklärt, dass der boomende, aber schwer zu verfolgende Krypto-Mining-Sektor ein wesentlicher Grund für ungenaue Rubel-Wechselkursprognosen sei.
Auf einem von Russlands zweitgrößter Bank veranstalteten Forum sprach Oreschkin über den massiven Zustrom von Werten aus der Produktion digitaler Vermögenswerte als “neues, unterbewertetes Exportgut”, das den russischen Währungsmarkt erheblich beeinflusst. Oreschkin betonte, dass jede genaue Rubelprognose nun fundamentale Änderungen in den Geldflussdynamiken berücksichtigen muss, wobei das Mining als neue Schlüsselvariable identifiziert wird.
“Wir haben ein neues, unterbewertetes Exportgut erworben – das Krypto-Mining,” sagte Oreschkin dem Forum. “Das sind bereits erhebliche Beträge, im Grunde ein versteckter Export. Das ist auch ein Währungsangebot – man kann Importe mit Kryptowährung bezahlen, und das hat ebenso Auswirkungen auf den Währungsmarkt.”
Laut dem Berater erfolgen die Ströme, die von dieser Branche erzeugt werden, außerhalb der Standardbankkanäle, was sie wenig sichtbar macht und es erschwert, sie in traditionelle ökonomische Modelle, einschließlich derer, die von der Bank von Russland verwendet werden, vollständig einzubeziehen. Er forderte, dass diese Zahlen in die Zahlungsbilanz des Landes einbezogen werden.
Russlands Bitcoin-Dominanz
Die Kommentare unterstreichen die wachsende wirtschaftliche Bedeutung des Kryptosektors in Russland, das seine reichlichen und billigen Energieressourcen genutzt hat, um ein globaler Führer in diesem Bereich zu werden. Russland rangierte beständig auf dem zweiten Platz weltweit im Bitcoin-Mining-Volumen, eine Position, die erst kürzlich durch die Legalisierung des Minings gefestigt wurde.
Die Branche erhielt entscheidende regulatorische Klarheit am 1. November 2024, als das Mining in Russland legal wurde. Der wichtigste Aspekt dieser Legalisierung war die Möglichkeit, die geminte Kryptowährung für internationale Zahlungen zu verwenden, ein zunehmend kritischer Kanal für den Handel angesichts globaler Sanktionen.
Experten schätzen, dass allein im Jahr 2024 russische Miner etwa 36.000 BTC produziert haben werden, was bei aktuellen Marktpreisen rund 3,15 Milliarden Dollar wert ist. Die Hashrate des Landes lag im Sommer 2025 bei etwa 150 EH/s, was schätzungsweise 16,6% des weltweiten Gesamtvolumens ausmacht.
Oreschkins Äußerungen stellen ein großes Eingeständnis eines führenden Kremlbeamten dar, dass die wirtschaftliche Planung des Landes sich an die schnell expandierende Rolle digitaler Vermögenswerte als eine nicht traditionelle Quelle für die Versorgung mit ausländischer Währung und ein Werkzeug zur Umgehung traditioneller finanzieller Einschränkungen anpassen muss.
FAQ 💡
- Warum hob Maxim Oreschkin das Krypto-Mining hervor? Er sagte, es verzerrt Rubelprognosen durch die Hinzufügung versteckter Exportströme außerhalb der Bankkanäle.
- Wie groß ist Russlands Mining-Industrie? Russland liegt weltweit an zweiter Stelle und produziert 2024 etwa 36.000 BTC im Wert von 3,15 Milliarden Dollar.
- Wann wurde das Mining in Russland legal? Es wurde am 1. November 2024 legalisiert, wodurch geminte Kryptowährungen für internationale Zahlungen genutzt werden können.
- Welchen Anteil am globalen Bitcoin-Mining hält Russland? Mitte 2025 lag Russlands Hashrate bei 150 EH/s, etwa 16,6% des weltweiten Gesamtvolumens.




