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Kann BRICS die Weltbank und den IWF entthronen? Warum Kuba auf seine wachsende Dominanz setzt

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BRICS entwickelt sich zu einer potenziellen Alternative zur Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und stellt damit die Dominanz der von westlichen Nationen geführten Finanzinstitutionen in Frage, so der Ständige Vertreter Kubas bei den Vereinten Nationen. Mit großen Volkswirtschaften wie China und Russland unter seinen Mitgliedern bietet BRICS für Entwicklungsländer günstigere finanzielle Bedingungen. Länder wie Kuba und Serbien fühlen sich zunehmend zur Gruppe hingezogen und sehen darin einen ausgewogeneren und gerechteren Partner für Handel und Entwicklung.

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Kann BRICS die Weltbank und den IWF entthronen? Warum Kuba auf seine wachsende Dominanz setzt

BRICS: Eine aufstrebende Alternative zu globalen Finanzinstitutionen

BRICS hat das Potenzial, als Alternative zu bestehenden internationalen Finanzinstitutionen zu dienen, so Ernesto Soberon Guzman, der ständige Vertreter Kubas bei den Vereinten Nationen.

In einem Gespräch mit der Tass-Publikation am Samstag betonte er, wie BRICS ein entscheidendes “Gleichgewicht in Bezug auf große Mächte herstellt, die nicht immer im Interesse der Entwicklungsländer arbeiten.” Soberon wies darauf hin, dass BRICS-Nationen “gemeinsame Interessen” teilen und erhebliche Möglichkeiten zur Ausweitung des Außenhandels haben. Er erläuterte:

[BRICS könnte] zu einer Alternative zu internationalen Finanzinstituten wie der Weltbank oder dem Internationalen Währungsfonds werden, da einige der größten Volkswirtschaften der Welt zu seinen Mitgliedern gehören.

Das Interesse Kubas an BRICS hat ebenfalls zugenommen, wobei das kubanische Außenministerium im Oktober ankündigte, es habe formell beantragt, der Gruppe als Partnerland beizutreten. Der Antrag wurde an den russischen Präsidenten Wladimir Putin gerichtet, was Kubas Absicht signalisiert, sich intensiver mit dem Bündnis zu beschäftigen.

BRICS ist seit seiner Gründung beträchtlich gewachsen. Die Gruppe, die ursprünglich 2006 von Brasilien, Russland, Indien und China gegründet wurde, nahm 2011 Südafrika auf. Der Wirtschaftsblock hat weltweit seinen Einfluss erweitert, indem Ägypten, Iran, die VAE, Saudi-Arabien und Äthiopien im Januar als Vollmitglieder beitraten. Russland führt derzeit die Organisation und plant über 200 Veranstaltungen, wobei der BRICS-Gipfel in Kasan ein Schwerpunkt während seiner Amtszeit ist.

Im Juli sagte Russlands Exekutivdirektor bei der Weltbank voraus, dass die BRICS-Nationen bald die Weltbank und den IWF dominieren würden, basierend auf makroökonomischen und demografischen Verschiebungen weg vom westlichen Einfluss. Er betonte die Notwendigkeit von Geduld in diesem Übergang und drängte darauf, Provokationen von Verteidigern der bestehenden globalen Ordnung zu widerstehen. Ein zimbabwischer Professor hob kürzlich die BRICS New Development Bank (NDB) als eine wichtige Alternative zum IWF hervor, die besseren finanziellen Bedingungen für Entwicklungsländer, einschließlich Simbabwe, bietet und hilft, Schuldenspiralen zu durchbrechen. Serbiens stellvertretender Premierminister Aleksandar Vulin lobte BRICS als eine attraktivere Option als die Europäische Union und lobte die fehlenden politischen Bedingungen und die Betonung von gegenseitigem Respekt und Neutralität. Seine Bemerkungen deuten darauf hin, dass Serbien seine globalen Allianzen überdenkt, während BRICS seine Einflussnahme, insbesondere im Energiesektor, stärkt.

Kann BRICS wirklich zu einer tragfähigen Alternative zum IWF und zur Weltbank für Entwicklungsländer werden? Lassen Sie es uns im Kommentarbereich unten wissen.

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