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Justin Sun von persönlichen SEC-Vorwürfen freigesprochen, nachdem Rainberry sich auf 10 Millionen Dollar geeinigt hat

Die SEC hat mit Rainberry (ehemals Bittorrent) eine Einigung zur Beilegung eines Betrugs- und Marktmanipulationsfalls aus dem Jahr 2023 erzielt, was eine bedeutende Wende in der Durchsetzung der Krypto-Vorschriften in den USA darstellt.

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Justin Sun von persönlichen SEC-Vorwürfen freigesprochen, nachdem Rainberry sich auf 10 Millionen Dollar geeinigt hat

Abweisung persönlicher Ansprüche gegen Justin Sun

Rainberry Inc., ein Kryptowährungsunternehmen, das zuvor unter dem Namen Bittorrent bekannt war, hat sich bereit erklärt, eine Zivilstrafe in Höhe von 10 Millionen US-Dollar zu zahlen, um Vorwürfe der Marktmanipulation und des Angebots nicht registrierter Wertpapiere beizulegen, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, die am 5. März veröffentlicht wurden.

Im Rahmen der Einigung hat die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission) alle persönlichen Ansprüche gegen Justin Sun, den milliardenschweren Gründer der Tron-Blockchain, sowie gegen die Tron Foundation und die Bittorrent Foundation zurückgenommen. Die Zurücknahme erfolgte „mit Rechtskraft“, was bedeutet, dass die Aufsichtsbehörde dieselben Vorwürfe nicht erneut vorbringen kann. Die Vereinbarung markiert den Abschluss eines vielbeachteten Rechtsstreits, der im März 2023 begann. Damals warfen die Bundesaufsichtsbehörden Sun und seinen Unternehmen vor, einen Plan zum Verkauf nicht registrierter Krypto-Asset-Wertpapiere – insbesondere Tronix (TRX)- und Bittorrent (BTT)-Token – ausgeheckt zu haben. Die SEC behauptete außerdem, Sun habe seine Mitarbeiter angewiesen, mehr als 600.000 „Wash Trades” durchzuführen, um einen falschen Eindruck von aktivem Handel und Marktnachfrage zu erwecken.

Rainberry wird zwar die millionenschwere Geldstrafe zahlen, aber die Einigung beinhaltet weder ein Eingeständnis noch eine Zurückweisung der Vorwürfe durch einen der Beklagten.

Sun verspricht künftige Zusammenarbeit mit US-Aufsichtsbehörden

Als Reaktion auf die Ankündigung versprach Sun, seine Geschäftstätigkeit in den Vereinigten Staaten fortzusetzen und die Kommission bei der Entwicklung eines Regulierungsrahmens zu unterstützen. „Die heutige Einigung bringt einen Abschluss, aber ich habe nie aufgehört, etwas aufzubauen. Ich werde mich weiterhin darauf konzentrieren, Innovationen in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt voranzutreiben, und freue mich darauf, mit der SEC zusammenzuarbeiten, um Leitlinien und Vorschriften für Kryptowährungen für die Zukunft zu entwickeln“, schrieb Sun auf X.

Die Beilegung des Verfahrens gegen Sun ist die jüngste in einer Reihe von Rückzügen der SEC, die unter der Trump-Regierung ihre aggressive Haltung der „Regulierung durch Durchsetzung“ gegenüber der Digital Asset-Branche weitgehend aufgegeben hat. Sun reiht sich in eine wachsende Liste hochkarätiger Branchenpersönlichkeiten ein, deren Rechtsstreitigkeiten eingestellt oder durch Vergleiche beigelegt wurden. Dazu gehören Brian Armstrong, CEO von Coinbase, Hayden Adams, Gründer von Uniswap, und Jesse Powell, Mitbegründer von Kraken, die alle von der Hinwendung der Behörde zu einem kooperativeren Regulierungsrahmen profitiert haben. Neben der Geldstrafe unterliegt Rainberry nun

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Die Einigung kommt zustande, nachdem der Fall Anfang 2025 aufgrund einer Veränderung der politischen und regulatorischen Landschaft in Washington vorübergehend ausgesetzt worden war. Kritiker der Einigung bezeichnen sie als milde Lösung, während Befürworter sie als Zeichen für einen neu kalibrierten Ansatz bei der Durchsetzung der Vorschriften für Kryptowährungen sehen. Das endgültige Urteil muss noch von dem US-Bezirksrichter Edgardo Ramos genehmigt werden.

FAQ ❓

  • Wie hoch war die Strafe für Rainberry Inc. wegen Marktmanipulation? Rainberry Inc., früher bekannt als Bittorrent, hat sich bereit erklärt, eine Zivilstrafe in Höhe von 10 Millionen US-Dollar zu zahlen, um Vorwürfe im Zusammenhang mit Marktmanipulation und nicht registrierten Wertpapieren beizulegen.
  • Was bedeutet der Vergleich für Justin Sun und seine Stiftungen? Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC erklärte sich bereit, alle persönlichen Ansprüche gegen Justin Sun, die Tron Foundation und die Bittorrent Foundation „mit Präjudiz“ fallen zu lassen, wodurch künftige Anklagen wegen derselben Vorwürfe verhindert werden.
  • Was waren die wichtigsten Vorwürfe gegen Rainberry und Justin Sun? Die Bundesaufsichtsbehörden warfen Sun vor, nicht registrierte Wertpapiere verkauft und Mitarbeiter angewiesen zu haben, über 600.000 Scheingeschäfte durchzuführen, um die Handelsaktivitäten falsch darzustellen.
  • Welche Auswirkungen hat dieser Vergleich auf die Regulierung von Kryptowährungen? Die Vereinbarung signalisiert eine Verlagerung hin zu einem kooperativeren Regulierungsansatz der SEC und verpflichtet Rainberry zur Einhaltung einer dauerhaften Unterlassungsverfügung gegen künftige Verstöße gegen das Wertpapierrecht.
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