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Japan wird bis 2028 die ersten Krypto-ETFs genehmigen.

Die japanische Finanzaufsichtsbehörde plant, die ersten Kryptowährungs-ETFs des Landes bis 2028 zu genehmigen und digitale Vermögenswerte zu den „spezifizierten Vermögenswerten“ für Investmentfonds hinzuzufügen.

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Japan wird bis 2028 die ersten Krypto-ETFs genehmigen.

Die Barrieren durchbrechen

Berichten zufolge bereiten sich die japanischen Regulierungsbehörden darauf vor, die ersten Kryptowährungs-ETFs des Landes bis 2028 zu genehmigen. Die Financial Services Agency (FSA) hat Pläne bekannt gegeben, digitale Vermögenswerte in die Liste der „spezifizierten Vermögenswerte“ aufzunehmen, die für Investmentfonds in Frage kommen.

Der Schritt, berichtet von Nikkei, zielt darauf ab, Privatanlegern einen regulierten, vereinfachten Zugang zu einem globalen Markt von 3 Billionen Dollar zu bieten, der bereits von großen internationalen Institutionen angenommen wurde. Der neue Rahmen würde es ermöglichen, Bitcoin und andere Kryptowährungen an der Tokioter Börse neben traditionellen Aktien zu handeln.

Große Finanzakteure wie Nomura Holdings und SBI Holdings stehen bereit, Japans erste Krypto-ETFs auf den Markt zu bringen. Analysten schätzen, dass diese heimischen Produkte letztendlich Vermögenswerte in Höhe von bis zu 6,4 Milliarden Dollar (1 Billion Yen) anziehen könnten, was einen globalen Trend widerspiegelt, bei dem US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs bereits rund 120 Milliarden Dollar gesammelt haben.

Von Vorsicht zu Wettbewerb

Japans Weg zu Krypto-ETFs markiert eine bedeutende Abkehr von seiner historisch konservativen Haltung. Viele Jahre lang verfolgte die FSA einen abwartenden Ansatz, geprägt von prominenten Hacks wie Mt. Gox im Jahr 2014 und Coincheck im Jahr 2018.

Bis vor kurzem erkannte das japanische Recht Kryptowährungen nicht als Wertpapiere an, was ihre Aufnahme in ETFs effektiv verhinderte. Die FSA konzentrierte sich fast ausschließlich auf den Verbraucherschutz durch strenge Bestimmungen zur Vermögenstrennung und Anforderungen an die Cold-Wallet-Aufbewahrung für Börsen.

Japans Steuerrecht, das Gewinne aus Kryptowährungen als sonstige Einkünfte behandelt, die mit bis zu 55 % besteuert werden, war ein weiterer wesentlicher Abschreckungsfaktor. Im Gegensatz dazu werden traditionelle Aktien und ETFs pauschal mit 20 % besteuert. Der neue Vorschlag der FSA zielt darauf ab, Krypto im Rahmen des Finanzinstrumenten- und Börsengesetzes neu zu klassifizieren, um seine steuerliche Behandlung an die traditionellen Aktien anzupassen.

Die Kehrtwende folgt auf die Genehmigung von Spot-Krypto-ETFs in den USA und Hongkong im Jahr 2024. Da Pensionsfonds und Universitätsstiftungen begannen, Bitcoin in ihre Portfolios zu integrieren, befürchteten japanische Politiker, dass das Land im regionalen Wettlauf um finanzielle Innovation zurückfallen könnte.

Während die FSA die Tür öffnet, senkt sie nicht ihre Wachsamkeit. Der Vorschlag umfasst stärkere Schutzmaßnahmen, um die Anleger vor der Volatilität des Sektors zu schützen, mit erwarteten Maßnahmen wie strengen Verwahrungsanforderungen und erhöhter Transparenz für die zugrunde liegenden Vermögenswerte, die von den Fonds gehalten werden.

FAQ ❓

  • Wann wird Japan Krypto-ETFs genehmigen? Japan plant, seine ersten Krypto-ETFs bis 2028 zu genehmigen.
  • Wer reguliert Krypto-ETFs in Japan? Die Financial Services Agency (FSA) beaufsichtigt das Rahmenwerk und den Anlegerschutz.
  • Welche Firmen planen die Einführung von ETFs? Nomura Holdings und SBI Holdings bereiten Japans erste Krypto-ETFs vor.
  • Wie groß könnte der Markt werden? Analysten prognostizieren bis zu 6,4 Milliarden Dollar in heimischen Vermögenswerten und spiegeln das globale ETF-Wachstum wider.
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