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Israelische Märkte erreichen angesichts des militärischen Konflikts mit dem Iran historische Höchststände

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Die israelischen Märkte erreichten am 2. März 2026 Rekordhöhen und widersetzten sich damit dem globalen Abschwung, obwohl die USA und Israel eine gemeinsame Militäraktion gegen den Iran gestartet hatten.

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Israelische Märkte erreichen angesichts des militärischen Konflikts mit dem Iran historische Höchststände

Märkte erreichen neue Höchststände

Die israelischen Finanzmärkte legten am Montag, dem 2. März 2026, nur zwei Tage nach Beginn einer gemeinsamen Militäroperation mit den Vereinigten Staaten gegen den Iran, kräftig zu. Während die globalen Märkte unter dem Eindruck eines sich ausweitenden regionalen Konflikts nachgaben, verzeichnete die Tel Aviv Stock Exchange (TASE) Rekordgewinne, und der Schekel legte gegenüber dem Dollar und dem Euro deutlich zu.

Der Referenzindex TA-35 stieg um 4,61 % und erreichte mit 4.318,50 Punkten ein neues Allzeithoch. Der breiter gefasste TA-125-Index folgte diesem Trend und stieg um 4,75 % auf einen Rekordwert von 4.268,43 Punkten. Das Handelsvolumen war außergewöhnlich hoch, was laut lokalen Beobachtern ein Vertrauensvotum für die Militäroperation darstellte.

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Zu den bemerkenswerten Branchengewinnern gehörten die Versicherungsunternehmen Clal, Harel und Menorah Mivtachim, die alle um mehr als 9 % zulegten. Auch Bank- und Verteidigungsaktien verzeichneten starke Gewinne, wobei die Bank Leumi den Markt nach Umsatz anführte. Der Energiesektor war jedoch der einzige Sektor, der Rückgänge verzeichnete, da die regionale Instabilität die Zukunftsaussichten belastete.

Auf dem Devisenmarkt war die Widerstandsfähigkeit des Schekels noch auffälliger. Während geopolitische Eskalationen Investoren normalerweise zum US-Dollar treiben, war auf dem israelischen Markt das Gegenteil der Fall. Der Dollar fiel lokal um 1,93 % und wurde zu etwa 3,07 Schekel gehandelt, während der Euro um 2,76 % auf etwa 3,60 Schekel fiel.

Diese Aufwertung erfolgte, während der US-Dollar-Index (DXY) weltweit um 0,7 % auf 98,2 stieg, was laut einem lokalen Bericht die einzigartige „israelische Ausnahmeerscheinung” im aktuellen Finanzklima unterstreicht.

Alex Zabezhinsky, Chefökonom bei Meitav, merkte an, dass Krieg für Israel nicht immer mit einer schwächeren Währung gleichzusetzen ist. Er verwies auf frühere Konflikte, in denen der Schekel zunächst fiel, um dann bis zum Ende der Feindseligkeiten deutlich aufzuwerten.

Globale Märkte geben nach, da Ölpreis-Sorgen zunehmen

Die Kosten bleiben jedoch enorm. Während der letzten großen Kampfrunde mit dem Iran wurden die direkten Kosten auf 554 Millionen Dollar (1,7 Milliarden Schekel pro Tag) geschätzt, wobei die gesamten BIP-Verluste über einen Zeitraum von 12 Tagen etwa 6,5 Milliarden Dollar (20 Milliarden Schekel) erreichten.

„Es ist keineswegs sicher, dass der Schekel während des Krieges an Wert verlieren wird“, warnte Zabezhinsky, „obwohl sich das heutige Preisniveau deutlich von früheren Perioden unterscheidet.“ Der lokale Optimismus steht in krassem Gegensatz zur internationalen Stimmung. Am Montagmorgen verzeichneten die asiatischen Märkte starke Einbußen, und die Futures für die Wall Street und die europäischen Börsen wurden im Minus gehandelt. Die Sorge um die Schließung der Straße von Hormus hat bereits zu einem Anstieg der weltweiten Ölpreise geführt, was die Befürchtungen vor einem erneuten Inflationsschub noch verstärkt. Die TASE bleibt am 3. März wegen des Purim-Feiertags geschlossen, sodass die Anleger Zeit haben, die rasanten Entwicklungen der ersten Kriegstage zu verarbeiten.

FAQ ❓

  • Warum ist die Tel Aviv Stock Exchange gestiegen? Das Vertrauen in die gemeinsame Operation der USA und Israels führte zu Rekordgewinnen.
  • Wie hat sich der Schekel gegenüber den globalen Hauptwährungen entwickelt? Der Schekel legte zu, während der Dollar und der Euro lokal nachgaben.
  • Wie haben internationale Aktien auf den Konflikt reagiert? Die Märkte in Asien, den USA und Europa gaben aufgrund von Kriegs- und Ölängsten nach.
  • Welche Rolle spielt die Straße von Hormus? Die Sorge um Störungen im Schiffsverkehr trieb die globalen Ölpreise in die Höhe.
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