Indiens Kryptolandschaft hat gerade eine entscheidende Wendung genommen, da ein wegweisendes Urteil des Bombay High Court die treuhänderischen Pflichten von Krypto-Börsen bekräftigt und den Schutz für Anleger in digitalen Vermögenswerten gestärkt hat.
Indisches Gericht entscheidet, dass Wazirx-Betreiber für den Schutz eingefrorener Vermögenswerte verantwortlich ist

Urteil des Bombay High Court bekräftigt treuhänderische Pflichten für Krypto-Börsen
Der Bombay High Court hat einen Schiedsspruch aufrechterhalten, der Zanmai Labs Private Limited—Betreiber der Krypto-Plattform Wazirx—verantwortlich für den Schutz von Kundengeldern erklärt, die nach einem großen Cyberangriff im Jahr 2024 eingefroren wurden.
In einem am 7. Oktober verkündeten Urteil wies Richter Somasekhar Sundaresan Berufungen von Zanmai gemäß § 37 des Gesetzes über Schiedsverfahren und Schlichtungsverfahren zurück und bestätigte einstweilige Maßnahmen, die das Unternehmen verpflichteten, etwa ₹45 Crore (über 5 Millionen Dollar) an die Broker Bitcipher Labs LLP, die unter der Marke Coinswitch handeln, und Nextgendev Solutions Pvt. Ltd. abzusichern. Laut Gerichtsbeschluss:
Die gemäß § 37 des Gesetzes eingereichten Petitionen und alle damit verbundenen einstweiligen Anträge werden abgelehnt.
Der Fall resultierte aus einem Cyberangriff am 18. Juli 2024, der ERC-20-Token im Wert von etwa 235 Millionen Dollar kompromittierte und Coinswitch sowie andere Broker dazu veranlasste, Zanmai’s Einschränkungen bei Abhebungen von der Wazirx-Plattform anzufechten.
Das Gericht stellte fest, dass Zanmais Versuch, Verluste durch ein von der Singapurer Muttergesellschaft Zettai Pte. Ltd. vorgeschlagenes Umstrukturierungsschema auf alle Nutzer zu verteilen, keine vertragliche Grundlage hatte. Es wurde entschieden, dass Zanmai seine Verpflichtungen zum Schutz von Kundengeldern nicht verwässern oder delegieren kann und wies Argumente zurück, dass Binance, ein ehemaliger operativer Partner, für Sicherheitsverletzungen verantwortlich sei.
Durch die Bestätigung des Ansatzes des Schiedstribunals stellte das Gericht fest, dass Wazirx und Zanmai funktional gleichwertig waren und somit gemeinsam für die Sicherung der Nutzervermögen verantwortlich sind. Das Tribunal hatte bereits einen 45%igen Abzug auf die betroffenen ERC-20-Bestände angewendet, bevor es Zanmai anordnete, eine Bankgarantie zur Absicherung der Brokeransprüche zu leisten.
Das Urteil markiert einen entscheidenden Präzedenzfall in der Regulierung digitaler Vermögenswerte in Indien, indem es feststellt, dass Krypto-Börsen treuhänderische Pflichten ähnlich wie Finanzkustodien tragen und Verluste nicht durch Offshore-Umstrukturierungen oder vertragliche Schlupflöcher abwälzen können.




