Indiens Außenminister S. Jaishankar stellte klar, dass das Land in seiner Wirtschaftspolitik nicht den US-Dollar ins Visier nimmt, trotz Verschiebungen im globalen Handel und der Währungsnutzung. Bei einem Auftritt in Washington betonte er, dass Indiens Handelsanpassungen durch praktische Überlegungen im Zusammenhang mit Partnern mit Dollarengpässen angetrieben werden und nicht ein strategischer Versuch sind, die Dominanz des Dollars zu untergraben.
Indien bestreitet, den US-Dollar ins Visier zu nehmen, während die Entdollarisierung den Welthandel neu gestaltet
Dieser Artikel wurde vor mehr als einem Jahr veröffentlicht. Einige Informationen sind möglicherweise nicht mehr aktuell.

Indien klärt Haltung zum US-Dollar in der Wirtschaftspolitik
Indiens Außenminister S. Jaishankar stellte am Dienstag klar, dass Indien in seiner Wirtschaftspolitik nicht den US-Dollar ins Visier nimmt. Bei einem Vortrag am Carnegie Endowment for International Peace in Washington betonte Jaishankar, dass Indien zwar seine Handelsinteressen schützen will, die Vermeidung des Dollars jedoch keine bewusste Strategie ist. Er sagte:
Wir haben den Dollar nie aktiv ins Visier genommen. Das ist kein Bestandteil unserer wirtschaftlichen, politischen oder strategischen Politik. Einige andere haben dies vielleicht getan. Was ich sagen werde, ist, dass wir ein natürliches Anliegen haben. Wir haben oft Handelspartner, denen für Transaktionen die Dollar fehlen.
Er erklärte, dass Indien entscheiden muss, ob es den Handel mit diesen Partnern einstellt oder “alternative Abrechnungen findet, die funktionieren,“ und machte deutlich, dass “keine böse Absicht gegenüber dem Dollar besteht.“
Jaishankars Kommentare kommen angesichts der Verschiebungen im globalen Handel, bei denen Nationen wie Russland und China ihre Abhängigkeit vom US-Dollar in bilateralen Geschäften reduzieren, insbesondere nachdem Russland aus Swift ausgeschlossen wurde. Indien konzentriert sich jedoch mehr darauf, den Handel mit Partnern mit Dollarengpässen wie Bangladesch, Sri Lanka und Nepal zu managen. Er sprach auch die breitere globale Verschiebung in der Währungsnutzung an:
Wir sprachen über Multipolarität. Offensichtlich wird sich all das auch in Währungen und wirtschaftlichen Geschäften widerspiegeln.
Während globale Reserven sich mit Währungen wie dem Renminbi diversifizieren, betonte Jaishankar erneut, dass Indiens Bemühungen nicht darauf abzielen, die Dominanz des Dollars zu untergraben.
Was denken Sie über Indiens Ansatz, Dollarengpässe im Handel mit Partnern zu bewältigen? Lassen Sie es uns im Kommentarbereich unten wissen.




