Hongkong hat seine ersten Lizenzen für Stablecoins an die HSBC und ein von Standard Chartered geführtes Konsortium vergeben. Dieser Schritt ist ein wichtiger Meilenstein im Bestreben der Stadt, sich zu einem globalen Zentrum für digitale Vermögenswerte zu entwickeln.
Hongkong erteilt erste Lizenzen für Stablecoins an ein Konsortium aus HSBC und Standard Chartered

Wichtige Erkenntnisse
- Die HKMA erteilte HSBC und einer von Standard Chartered angeführten Gruppe zwei Lizenzen und trieb damit Hongkongs Krypto-Pläne voran.
- Neue Vorschriften verlangen ein Kapital von 3 Millionen US-Dollar (25 Millionen HK$) und eine Rückzahlungsfrist von einem Tag, was das Vertrauen stärkt, aber die Renditen begrenzt.
- HSBC plant eine HKD-Stablecoin für das zweite Halbjahr 2026 und zielt dabei auf Wachstum im Zahlungsverkehr und im grenzüberschreitenden Finanzgeschäft ab.
Neue Stablecoin-Lizenzen treiben Hongkongs Krypto-Offensive voran
Hongkong hat seine ersten Lizenzen für Stablecoin-Emittenten an HSBC und ein von Standard Chartered geführtes Konsortium vergeben. Dies ist ein wichtiger Meilenstein in den Bemühungen der Stadt, sich als globales Zentrum für digitale Vermögenswerte zu etablieren. Die von der Hong Kong Monetary Authority (HKMA) bekannt gegebenen Genehmigungen erfolgen acht Monate nach Inkrafttreten der Stablecoin-Verordnung der Stadt. Die Aufsichtsbehörde gab an, 36 Anträge geprüft zu haben, entschied sich jedoch dafür, in der Anfangsphase nur eine begrenzte Anzahl von Lizenzen zu vergeben. HSBC plant, in der zweiten Jahreshälfte einen an den Hongkong-Dollar gekoppelten Stablecoin einzuführen. Der Token wird in die Payme-Wallet und die Mobile-Banking-Plattform integriert, was eine direkte Verbindung zwischen traditionellen Bankdienstleistungen und digitalen Vermögenswerten signalisiert.
Die zweite Lizenz ging an Anchorpoint Financial, ein von Standard Chartered geführtes Konsortium, dem auch Animoca Brands und Hong Kong Telecoms angehören. Beide Emittenten dürfen an den Hongkong-Dollar gebundene Stablecoins entwickeln; zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch grenzüberschreitende Zahlungen möglich sein. Der stellvertretende Geschäftsführer der HKMA, Darryl Chan, erklärte, die ausgewählten Antragsteller stünden im Einklang mit dem Ziel der Aufsichtsbehörde, eine Brücke zwischen digitalen und traditionellen Märkten zu schlagen. Er erklärte:
„Die beiden Antragsteller verfügen über Erfahrung im traditionellen Finanzwesen und im Risikomanagement, was der Mission von Stablecoins entspricht, die darauf abzielen, eine Brücke zwischen traditioneller und digitaler Finanzwelt zu schlagen.“
Hongkongs strenge Vorschriften für Stablecoins
Hongkongs Rahmenwerk stellt strenge Anforderungen an Stablecoin-Emittenten. Token müssen vollständig durch hochwertige liquide Vermögenswerte wie Bargeld, Bankeinlagen oder kurzfristige Staatspapiere gedeckt sein. Emittenten müssen ein Mindestkapital von 3,19 Millionen US-Dollar (25 Millionen HK$) vorhalten und die Reservevermögen durch rechtliche Strukturen, die dem Schutz der Nutzer dienen, von ihren eigenen Bilanzen trennen.
Die Vorschriften verbieten es Emittenten zudem, Zinsen oder Renditen auf Stablecoin-Bestände anzubieten. Inhaber müssen in der Lage sein, Token innerhalb eines Werktags gegen Fiat-Währung einzulösen, sofern keine von der Aufsichtsbehörde genehmigten Ausnahmefälle vorliegen.

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Die Einführung unterstreicht Hongkongs eigenständigen Ansatz in Bezug auf digitale Vermögenswerte im Rahmen des „Ein Land, zwei Systeme“-Prinzips. Während das chinesische Festland weiterhin die meisten Krypto-Aktivitäten verbietet, positioniert sich Hongkong als reguliertes Tor für digitale Finanzen. Das Stablecoin-Regime ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Stärkung der Rolle der Stadt auf den globalen Kapitalmärkten. Durch das Angebot regulierter digitaler Zahlungsinstrumente wollen die Behörden internationale Unternehmen anziehen und neue Kanäle für grenzüberschreitende Transaktionen bereitstellen.




