Der südkoreanische Kospi-Index brach am 4. März um über 12 % ein und löste damit Notfall-Circuit-Breaker aus, da die Spannungen im Nahen Osten und Bedenken hinsichtlich des Wachstums der künstlichen Intelligenz (KI) einen historischen Ausverkauf auslösten.
Handel in Seoul ausgesetzt: Kospi erleidet historischen Ausverkauf angesichts der Angst vor einem Krieg mit dem Iran
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Sicherheitsmechanismus ausgelöst
Der südkoreanische Aktienmarkt erlebte am 4. März einen seiner schlimmsten Handelstage seit Jahrzehnten, als der Leitindex Kospi um mehr als 12 % einbrach, was Notfall-Circuit-Breaker auslöste und Investoren in ganz Asien verunsicherte. Der Ausverkauf, der durch die eskalierenden geopolitischen Spannungen im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den USA und Israel mit dem Iran ausgelöst wurde, markierte eine dramatische Kehrtwende für einen Markt, der in den letzten Monaten stark zugelegt hatte.
Laut lokalen Berichten wurde der Handel an der Korea Exchange nach dem starken Rückgang des Kospi vorübergehend ausgesetzt, während der Kosdaq-Index ebenfalls um etwa 13 % fiel und seinen eigenen Circuit Breaker auslöste. An der Spitze der Verluste standen Samsung Electronics mit einem Rückgang von rund 7 % und SK Hynix mit einem Minus von 5 %, was die Anfälligkeit des technologieorientierten Marktes Südkoreas unterstreicht. Zusammen machen die beiden Unternehmen fast die Hälfte der Gewichtung des Kospi aus, was die Auswirkungen ihrer Verluste noch verstärkt.

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Lorraine Tan, Asien-Direktorin für Aktienresearch bei Morningstar, erklärte gegenüber CNBC, dass der Abschwung sowohl Gewinnmitnahmen nach einer starken Rallye als auch wachsende Bedenken hinsichtlich des Tempos der Expansion von Rechenzentren für künstliche Intelligenz widerspiegele. „Der Rückgang der Aktienkurse ist zum Teil auf Gewinnmitnahmen in einem risikoaversen Umfeld zurückzuführen, deutet aber auch auf Bedenken hin, dass die Einführung von KI-Rechenzentren aufgrund deutlich höherer Energiekosten verlangsamt werden könnte“, sagte sie.
Die Volatilität von retailgetriebenen Märkten
Jim Bianco von Bianco Research fügte einen breiteren Kontext hinzu und wies darauf hin, dass der südkoreanische Markt ungewöhnlich stark vom Einzelhandel getrieben ist, wobei Privatanleger den Großteil des Handelsvolumens ausmachen.
„So verhalten sich vom Einzelhandel dominierte Märkte. Sie steigen nicht, sie verdoppeln sich. Sie korrigieren nicht, sie stürzen ab“, beobachtete Bianco und hob die Volatilität hervor, die einem Markt innewohnt, in dem die Stimmung stark schwanken kann. Er wies auch auf die starke Abhängigkeit Südkoreas von importiertem Öl hin – 94 % der Versorgung stammen aus dem Nahen Osten –, wodurch die Wirtschaft äußerst empfindlich auf Energiepreisschocks reagiert.
Analysten warnen, dass die Kombination aus geopolitischer Instabilität, steigenden Energiekosten und einer konzentrierten Exposition gegenüber einer Handvoll Technologiegiganten die südkoreanischen Märkte unter Druck halten könnte. Der Einbruch des Kospi übertraf die Verluste während der Terroranschläge von 2001 und der Finanzkrise von 2008 und unterstreicht damit die Schwere des aktuellen Ausverkaufs.
FAQ ❓
- Warum ist der südkoreanische Kospi um über 12 % eingebrochen? Die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten lösten einen historischen Ausverkauf und Circuit Breaker aus.
- Welche Unternehmen führten die Verluste an? Samsung Electronics fiel um 7 % und SK Hynix um 5 %, was den Index nach unten zog.
- Warum ist der Kospi so anfällig? Analysten weisen darauf hin, dass der intensive Handel mit Privatanlegern und die Konzentration auf Technologieunternehmen die Volatilität verstärken.
- Wie wirken sich die Energiekosten auf den Abschwung aus? Südkoreas Abhängigkeit vom Öl aus dem Nahen Osten macht das Land sehr anfällig für Preisschocks.




