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Globale Risikoaversion belastet Bitcoin unter $90.000

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Steigende japanische Anleiherenditen und eskalierende Handelskonflikte zwischen den USA und Europa haben die Märkte in eine Risikoscheu versetzt. Bitcoin ist unter 90.000 $ gefallen, da die makroökonomische Unsicherheit wächst.

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Globale Risikoaversion belastet Bitcoin unter $90.000

Bitcoin rutscht weiter ab, da Zinsen und Handelskonflikte die Märkte erschüttern

Die globalen Märkte sind in der vergangenen Woche wieder in den Risikomodus umgeschwenkt, erschüttert durch eine scharfe Neubewertung von japanischen Anleihen und erneute Handelskonflikte zwischen den Vereinigten Staaten und Europa. Der Wechsel hat sowohl Aktien, Anleihen als auch Krypto unter Druck gesetzt, da Investoren sich auf Kapitalerhaltung anstatt Risikobereitschaft konzentrieren.

Japan hat sich als wichtige Volatilitätsquelle herauskristallisiert. Nach Jahrzehnten mit nahezu null Zinsen sind die Renditen auf 10-jährige japanische Staatsanleihen auf etwa 2,29 % gestiegen, der höchste Stand seit 1999. Diese Entwicklung zwingt Investoren, sich mit der fragilen fiskalischen Lage des Landes auseinanderzusetzen.

Da die Renditen steigen, wirken sich Bedenken bezüglich der Schuldentragfähigkeit auf die globalen Anleihemärkte aus und unterstreichen Japans übergroßen Einfluss auf die Volatilität über verschiedene Anlageklassen hinweg. Gleichzeitig flammen geopolitische Spannungen über den Atlantik hinweg auf.

Präsident Donald Trump hat 10 % Zölle auf Waren aus acht europäischen Ländern angekündigt, die sich gegen die Kontrolle der USA über Grönland ausgesprochen haben. Die Maßnahmen sollen am 1. Februar in Kraft treten und bis zum 1. Juni auf 25 % ansteigen. Europäische Beamte haben schnelle Vergeltungsmaßnahmen signalisiert, was das Risiko einer tieferen Handelskonfrontation erhöht.

Die Einsätze sind erheblich. Laut dem Marktupdate von QCP vom 21. Januar belief sich der Handel mit Waren zwischen den USA und der EU im Jahr 2024 auf rund 650 Milliarden bis 700 Milliarden Dollar, und das Europäische Parlament zieht jetzt in Erwägung, die Zustimmung zu einem im letzten Juli geschlossenen Handelsabkommen auszusetzen, was die transatlantischen Beziehungen weiter belasten und die Märkte beeinträchtigen könnte.

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Vor diesem Hintergrund hat Bitcoin Schwierigkeiten, wieder an Schwung zu gewinnen. Nachdem der Kurs kurzzeitig 97.000 $ zurückerobert hatte, ist der Vermögenswert wieder unter 90.000 $ gefallen und wird derzeit bei 88.000 $ gehandelt, da die Risikobereitschaft nachlässt.

Anstatt als Absicherung zu fungieren, hat sich Bitcoin als sensibel gegenüber steigenden Zinsen und geopolitischen Schlagzeilen erwiesen. Mit einer sich verschärfenden Liquidität und anhaltender politischer Unsicherheit scheinen die Kryptomärkte kurzfristig reaktiv zu bleiben.

FAQ 🌍

Warum wechseln die Märkte in einen risikoscheuen Modus?
Steigende japanische Anleiherenditen und eskalierende Handelskonflikte zwischen den USA und Europa treiben Investoren zu sichereren Anlagen.
Wie beeinflussen japanische Anleiherenditen die globalen Märkte?
Steigende JGB-Renditen erhöhen die Befürchtungen zur Schuldentragfähigkeit in Japan und führen zu Volatilität bei globalen Anleihen und Risikoanlagen.
Welche Rolle spielen Handelskonflikte zwischen den USA und der EU in diesem Ausverkauf?
Neue US-Zölle auf europäische Waren und Vergeltungsdrohungen haben die geopolitische und makroökonomische Unsicherheit erhöht.
Warum ist Bitcoin unter 90.000 $ gefallen?
Bitcoin handelt wie ein hochvolatiles Risikoasset und zieht sich zusammen mit Aktien zurück, da die Zinsen steigen und makroökonomische Risiken zunehmen.

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