Der von der Bundesabgeordneten Tabata Amaral eingebrachte Gesetzentwurf ändert die derzeitige Regelung und führt den Straftatbestand der Steuerhinterziehung mit Kryptowährungen ein, um das steigende Volumen an Überweisungen und Zahlungsalternativen unter Verwendung von Dollar-Proxys, einschließlich Stablecoins, einzudämmen.
Gesetzentwurf zur Kriminalisierung von Steuerhinterziehung mit Kryptowährungen in Brasilien gewinnt an Fahrt

Brasilien will nicht deklarierte Stablecoin-Transaktionen in neuem Gesetzentwurf unter Strafe stellen
Brasilien ergreift Maßnahmen, um den steigenden Abfluss von Kryptowährungen, insbesondere von Stablecoins, stärker zu kontrollieren, indem es Strafen für nicht deklarierte Kryptowährungstransaktionen verhängt. Der von der Bundesabgeordneten Tabata Amaral eingebrachte Gesetzentwurf 746/2026 definiert ausdrücklich das Delikt der Steuerhinterziehung mit Kryptowährungen und holt den Handel mit Stablecoins aus einer Grauzone heraus, die von einigen Regulierungsbehörden und Regierungsbeamten als Gesetzeslücke eingestuft wird.
Das Delikt der Steuerhinterziehung mit Fremdwährungen wird in der brasilianischen Gesetzgebung definiert als „Durchführung einer nicht genehmigten Umtauschoperation mit dem Ziel, die Ausfuhr von Fremdwährungen aus dem Land zu fördern“.

Der neue Gesetzentwurf sieht vor, einen Teil dieser Definition zu ändern und einen neuen Absatz hinzuzufügen, der dieses Delikt auf „jede Person, die in irgendeiner Funktion ohne gesetzliche Genehmigung den Abfluss von Währungen oder Devisen ins Ausland fördert oder nicht deklarierte Einlagen im Ausland unterhält, einschließlich durch die Verwendung von virtuellen Vermögenswerten, Krypto-Vermögenswerten oder parallelen Clearing-Systemen” ausweitet.
Der Entwurf sieht auch härtere Strafen für Geldwäsche mit Krypto-Vermögenswerten vor und verpflichtet Finanzermittlungsstellen und Steuerbehörden, Berichte an die Staatsanwaltschaft weiterzuleiten, wenn sie Hinweise auf Straftaten feststellen. Amaral begründet diese Änderungen mit der Tatsache, dass sich die Wirtschaftskriminalität in Brasilien wandelt, und betont, dass sich die Kriminalität in den letzten zehn Jahren auf digitale und Krypto-Vermögenswerte ausgeweitet hat, wobei Partnerschaften mit Unternehmensstrukturen eingegangen werden, um Geldwäsche und Steuerhinterziehung zu verschleiern.
Im Jahr 2024 wurden über 2,2 Millionen Fälle von digitalem Betrug registriert, was einem Anstieg von 408 % seit 2018 entspricht. Amaral erklärt, dass dieses Wachstum „durch das Gefühl der Anonymität und die Schwierigkeit, virtuelle Vermögenswerte zu verfolgen, angeheizt wurde“.
Wie bei anderen Maßnahmen, die auf Krypto-Vermögenswerte abzielen, wird der Grad ihrer Anwendbarkeit entscheidend sein, da dezentrale Finanzbörsen und selbst gehostete Wallets möglicherweise außerhalb des Geltungsbereichs der Regulierung liegen, da sie nicht von zentralisierten Behörden verwaltet werden, die Informationen über ihre Eigentümer liefern könnten. Das Projekt wird nun von den Ausschüssen der unteren Kammer geprüft. Wenn es genehmigt wird, wird es zur vollständigen Abstimmung im Plenum des Repräsentantenhauses weitergeleitet.

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FAQ
- Welche Maßnahmen ergreift Brasilien, um Krypto-Abflüsse zu bekämpfen? Brasilien führt den Gesetzentwurf 746/2026 ein, um Strafen für nicht deklarierte Kryptowährungstransaktionen zu verhängen, wobei der Schwerpunkt insbesondere auf Stablecoins liegt.
- Was versteht der Gesetzentwurf 746/2026 unter Steuerhinterziehung? Der Gesetzentwurf legt fest, dass Krypto-Steuerhinterziehung auch nicht genehmigte Devisengeschäfte umfasst, die darauf abzielen, Devisenvorschriften zu umgehen, und erweitert dies auf virtuelle Vermögenswerte.
- Welche Strafen sieht der neue Gesetzentwurf vor? Er führt strengere Strafen für Geldwäsche mit Krypto-Vermögenswerten ein und verpflichtet Finanzermittlungsbehörden, ihre Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft zu melden.
- Warum sind diese Vorschriften laut Abgeordnetem Amaral notwendig? Amaral verweist auf einen deutlichen Anstieg digitaler Betrugsfälle mit über 2,2 Millionen gemeldeten Fällen im Jahr 2024, der auf die Anonymität virtueller Vermögenswerte und deren zunehmende Verwendung bei Wirtschaftsdelikten zurückzuführen ist.




