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Gemini setzt auf KI: Kann eine „100-fache“ Produktivitätssteigerung einen Gesamtverlust von 585 Millionen Dollar ausgleichen?

Die Krypto-Plattform Gemini hat ihre Belegschaft im Jahr 2026 um 30 % reduziert und begründet dies mit einer tiefgreifenden Integration künstlicher Intelligenz (KI), die es den Mitarbeitern ermöglicht, eine „100-fache“ Produktivitätssteigerung zu erzielen.

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Gemini setzt auf KI: Kann eine „100-fache“ Produktivitätssteigerung einen Gesamtverlust von 585 Millionen Dollar ausgleichen?

Der Aufstieg des „100-fachen“ Arbeitnehmers

Die Krypto-Plattform Gemini hat ihre Belegschaft seit Anfang 2026 um etwa 30 % reduziert und begründet dies mit einem „Atomspaltungs“-Moment in der künstlichen Intelligenz (KI), der das Produktivitätsmodell des Unternehmens grundlegend umgestaltet hat.

In einem offenen Brief an die Aktionäre erklärte das Gemini-Management, die Ära des „10x-Ingenieurs“ sei vorbei. Durch die Integration von KI-Agenten in zentrale Arbeitsabläufe, so das Unternehmen, erzielen leistungsstarke Mitarbeiter nun eine „100-fache“ Wirkung – eine Veränderung, die als grundlegender Wandel sowohl für technische als auch für nicht-technische Rollen beschrieben wird.

Der Übergang zu einer KI-orientierten Belegschaft verlief bemerkenswert schnell. Während der IPO-Roadshow von Gemini Ende 2025 war KI nur für 8 % des in die Produktion übernommenen Codes verantwortlich. Im Dezember erreichte diese Zahl einen Wendepunkt. Heute werden über 40 % aller Änderungen am Produktionscode von KI generiert oder unterstützt – eine Zahl, die nach Erwartungen des Unternehmens in naher Zukunft 100 % erreichen wird.

„Der Verzicht auf KI bei Gemini wird bald so sein, als würde man mit einer Schreibmaschine statt mit einem Laptop zur Arbeit erscheinen“, erklärte das Unternehmen. Das Management von Gemini argumentierte, dass eine schlankere Organisation, die hochwirksame KI-Tools nutzt, von Natur aus schneller und agiler ist, anstatt einfach nur kleiner zu sein.

Finanzielle Widersprüche: Wachstum inmitten von Defiziten

Die aggressive Hinwendung zur KI erfolgt zu einer Zeit, in der Gemini sich in einem komplexen finanziellen Umfeld bewegt. Das Unternehmen gab bekannt, dass das vierte Quartal 2025 den höchsten Quartalsumsatz seit drei Jahren erzielte – 56,4 Millionen US-Dollar (ein Anstieg von 13 % gegenüber dem Vorquartal) –, trotz eines Rückgangs des Spot-Handelsvolumens um 30 %. Der Gesamtnettoumsatz für das Gesamtjahr erreichte 174,1 Millionen US-Dollar.

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Diese Gewinne wurden jedoch von hohen Ausgaben und Verlusten überschattet. So beliefen sich die Betriebsausgaben im vierten Quartal auf 171,7 Millionen US-Dollar, mehr als das Dreifache des Nettoumsatzes im gleichen Zeitraum. Für das Gesamtjahr (Geschäftsjahr 2025) verzeichnete das Unternehmen eine massive Schwankung bei den „sonstigen Aufwendungen“ von 258 Millionen US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr, wobei sich der Gewinn von 14,9 Millionen US-Dollar im Jahr 2024 in einen Verlust von 243,1 Millionen US-Dollar im Jahr 2025 verwandelte.

Infolgedessen stieg der Gesamtverlust von Gemini für das Geschäftsjahr 2025 auf fast 585 Millionen US-Dollar und war damit mehr als dreimal so hoch wie der im Jahr 2024 verzeichnete Verlust von 157 Millionen US-Dollar.

FAQ ❓

  • Welche wesentlichen Veränderungen in der Belegschaft erlebt Gemini? Gemini hat seine Belegschaft aufgrund der Umstellung auf ein AI-first-Produktivitätsmodell um etwa 30 % reduziert.
  • Was ist das „100x“-Mitarbeiterkonzept? Die Unternehmensleitung behauptet, dass Mitarbeiter durch die Integration von KI nun eine „100-fache“ Wirkung erzielen können und damit das bisherige „10x-Engineer“-Modell übertreffen.
  • Wie schnell wurde KI in die Arbeitsabläufe von Gemini integriert? Der Anteil KI-generierter Codeänderungen stieg innerhalb weniger Monate von 8 % auf über 40 %, wobei erwartet wird, dass er bald 100 % erreichen wird.
  • Vor welchen finanziellen Herausforderungen steht Gemini trotz Umsatzwachstum? Trotz eines Rekordquartalsumsatzes von 56,4 Millionen US-Dollar meldete Gemini erhebliche Verluste in Höhe von insgesamt fast 585 Millionen US-Dollar für das Geschäftsjahr 2025.