Ein unabhängiger Prüfer war anfangs daran gehindert worden, die Insolvenz des FTX-Falles zu untersuchen. Das Berufungsgericht des dritten Bezirks in Philadelphia hat jedoch kürzlich diese Entscheidung umgestoßen und angeordnet, dass die gescheiterte Kryptobörse von einer externen Partei untersucht werden muss. Dieses Urteil weist darauf hin, dass eine solche Untersuchung die Aufsicht verstärken und potenzielle Investoren über die inneren Abläufe dieser Art von Unternehmen informieren könnte.
FTX unter neuer Prüfung: Berufungsgericht ordnet unabhängige Untersuchung an
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Gericht ordnet externe Untersuchung von FTX an, hebt potenzielle Risiken des Krypto-Markts hervor
Die US-Regierung hat ein starkes Interesse an einer unabhängigen Prüfung des FTX-Debakels geäußert. Als der US-Treuhänder Andrew Vara, der den Fall überwachte, eine Untersuchung durch Dritte forderte, lehnte Richter John Dorsey das Gesuch ab. Folglich eskalierte die Regierung die Angelegenheit zum Berufungsgericht und strebte an, diese Entscheidung umzukehren. Letztendlich waren die Bemühungen des Treuhänders erfolgreich und führten zu dem angestrebten Ziel.
Das Berufungsgericht des dritten Bezirks in Philadelphia verlangt nun in einem am Freitag verkündeten Urteil, dass ein vom Gericht bestellter unabhängiger Prüfer die Geschäfts- und Insolvenzangelegenheiten unter die Lupe nimmt, um sicherzustellen, dass dieser Partei keine Verbindungen zu den Schuldnern hat. Das Urteil weckt Bedenken bezüglich der Entwicklung der FTX-Gruppe von FTT und der Art und Weise, wie FTX zusammen mit seinem quantitativen Handelsdesk Alameda Research den Wert des Börsentokens in die Höhe trieb.
Diese Situation könnte “potenzielle Investoren auf nicht offengelegte Kreditrisiken bei anderen Kryptowährungsunternehmen hinweisen”, wie im Urteil des Berufungsgerichts von Philadelphia detailliert beschrieben.
Vara hatte den vom Gericht bestellten unabhängigen Prüfer einen Monat nach dem Insolvenzantrag von FTX vorgeschlagen. Doch John Ray III, der aktuelle CEO und Restrukturierungsleiter von FTX, widersetzte sich diesem Vorschlag. Im Februar 2023 schloss sich Richter Dorsey den Schuldnern an und lehnte die Idee einer Untersuchung durch Dritte ab.
Die Entscheidung des Gerichts in Philadelphia deutet darauf hin, dass eine Untersuchung, die ausschließlich von der Insolvenzmasse und ihren Anwälten durchgeführt wird, nicht ausreicht. Diese neueste Anordnung könnte die aktuelle Reorganisationsstrategie der Insolvenzmasse behindern, die darauf abzielte, die Kunden basierend auf dem Wert ihrer Krypto-Assets vom 11. November 2022 zu entschädigen.
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