Die neueste Umfrage von Finder im Januar 2026 unter Krypto-Industrieexperten zeichnet ein vorsichtig optimistisches Bild für Bitcoin im Jahr 2026, wobei die meisten Diskussionsteilnehmer höhere Preise erwarten, auch wenn Volatilität und institutionelle Dominanz den Markt umgestalten.
Finder's neueste Umfrage prognostiziert Bitcoin bei $133K bis Ende 2026

Bitcoin-Preisprognosen kühlen leicht ab, Finder-Experten bleiben optimistisch
Laut dem Prognosebericht 2026 von Finder prognostiziert ein Panel von 21 Industrieexperten, dass Bitcoin zum Ende des Jahres 2026 im Durchschnitt 133.688 $ erreichen wird. Während der positive Grundton bestehen bleibt, sind die Erwartungen im Vergleich zum vorherigen Quartal leicht abgekühlter, was auf einen Markt hindeutet, der sich eher reift, als dass er überhitzt.
Die Aussichten des Panels lassen weite Kursschwankungen zu. Im Durchschnitt erwarten die Befragten, dass Bitcoin zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr 2026 einen Höchststand von etwa 163.588 $ erreicht, während der prognostizierte Tiefststand bei 73.324 $ liegt. Die Bandbreite unterstreicht die anhaltende Unsicherheit, selbst wenn institutionelles Kapital weiterhin in regulierte Kryptowährungsprodukte fließt.

In die Zukunft blickend, bleiben die Panelisten von Finder zuversichtlich in Bezug auf die langfristige Entwicklung von Bitcoin. Die durchschnittliche Prognose sieht BTC bei 372.235 $ bis Ende 2030 und 695.882 $ bis 2035, obwohl beide Zahlen moderat niedriger sind als die Schätzungen des letzten Quartals, was eine gedämpfte Begeisterung statt eines vollständigen Zweifels widerspiegelt.
Trotz des Handels von Bitcoin unter der 100.000-Dollar-Marke zum Zeitpunkt der Umfrage bleibt die Stimmung konstruktiv. 57% der Diskussionsteilnehmer glauben, dass BTC derzeit unterbewertet ist, während 43% sagen, jetzt sei ein guter Zeitpunkt zu kaufen. Weitere 38% befürworten das Halten, und nur 19% empfehlen den Verkauf, was darauf hindeutet, dass die meisten Experten das Abwärtsrisiko als beherrschbar ansehen.
Einige Diskussionsteilnehmer argumentieren, dass Bitcoin in Echtzeit neu bewertet wird. Sathvik Vishwanath, CEO von Unocoin Technologies, sagte:
„Fazit: Bitcoin wird nicht mehr als zukünftiger Vermögenswert bewertet — es wird als gegenwärtige monetäre Alternative neu bewertet, und der Markt hat das noch nicht vollständig erfasst.“
Andere formulieren den Bullenfall in makroökonomischen Begriffen. Josh Fraser, Mitbegründer von Origin Protocol, koppelte das langfristige Potenzial von Bitcoin an seine relative Größe im Vergleich zu traditionellen Vermögenswerten und erklärte:
„Bitcoin, das 200.000 $ im Jahr 2026 überschreitet und sich bis 2035 der 1-Millionen-Marke nähert, beruht auf einfacher Mathematik und makroökonomischer Realität.“
Die Beteiligung institutioneller Anleger ist ein wiederkehrendes Thema im gesamten Bericht. Nicole DeCicco, CEO von Cryptoconsultz, beschrieb die Entwicklung von Bitcoin unverblümt: „Bitcoin ist zu einem makroökonomischen Vermögenswert geworden, nicht nur einem spekulativen.“ Sie fügte hinzu, dass die zunehmenden Allokationen großer Finanzunternehmen den langfristigen Preisboden von Bitcoin anheben.

Nicht alle sind überzeugt, dass das Aufwärtspotenzial unbegrenzt ist. Ruadhan O, Gründer von Seasonal Tokens, argumentierte, dass die institutionelle Beteiligung das explosive Aufwärtspotenzial von Bitcoin reduziert hat, da die Ära der schnellen 5x- oder 10x-Jahresgewinne wahrscheinlich vorbei ist und der Vermögenswert sich zu einem niedrigeren Volatilitätsinstrument für langfristige Anleger entwickelt.
Auch Skeptiker sind im Panel vertreten. John Hawkins, Leiter der University of Canberra School of Government, vertrat die Ansicht, dass Bitcoin nach wie vor grundlegend spekulativ sei und wies auf seinen begrenzten Erfolg als Mainstream-Zahlungsinstrument trotz wachsender finanzieller Unterstützung hin.
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Dennoch glaubt die überwiegende Mehrheit des Panels, dass sich die Marktstruktur selbst verändert. 71% der Befragten sagen, dass Bitcoin in eine strukturell andere, von Institutionen geführte Adoptionsphase eintritt, auch wenn viele darauf hinweisen, dass ETF-Zuflüsse darauf hindeuten, dass Institutionen möglicherweise immer noch auf den Handelsmomentum setzen, anstatt sich als langfristige Stabilisatoren zu engagieren.
Der Bericht geht auch auf neue Risiken ein, einschließlich des potenziellen Einflusses der Quantencomputing-Sicherheit auf die kryptografische Sicherheit von Bitcoin. Obwohl es nicht als unmittelbare Bedrohung angesehen wird, fügt die Thematik eine weitere Schicht zu einer zunehmend komplexen Investmenterzählung hinzu.
Für den Moment deutet das Panel von Finder im Januar 2026 darauf hin, dass der Bullenfall für Bitcoin intakt ist — nur weniger euphorisch, institutioneller und zunehmend von makroökonomischen Kräften geformt anstatt von einem Einzelhandelsrausch.
FAQ ❓
- Was ist die Bitcoin-Preisprognose von Finder für 2026?
Das Panel von Finder prognostiziert einen durchschnittlichen Jahresschlusskurs von 133.688 $ für Bitcoin im Jahr 2026. - Wie hoch und niedrig könnte Bitcoin im Jahr 2026 gehandelt werden?
Die Diskussionsteilnehmer schätzen einen Höchststand in der Nähe von 163.588 $ und einen Tiefststand um 73.324 $ im Laufe des Jahres. - Glauben Experten, dass Bitcoin derzeit unterbewertet ist?
Ja, 57% des Panels glaubt, dass Bitcoin derzeit unterbewertet ist. - Ändert die institutionelle Adoption die Marktstruktur von Bitcoin?
71% der Panelisten sagen, dass Bitcoin in eine strukturell andere, von Institutionen geführte Phase eintritt.




